Einziger dänischer Wasserstoff-Tankstellenbetreiber gibt auf

In Dänemark haben Wasserstoff-Pioniere jetzt ein echtes Problem mit ihren Autos: Der einzige Betreiber von Wasserstoff-Tankstellen hat bestätigt, sein Tankstellennetz nach technischen Problemen nicht wiederzueröffnen.
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    Unüberwindbare Probleme

    Das Ganze war irgendwie absehbar, obwohl der Betreiber in den letzten Wochen erst noch seine Expansionspläne mit neuen Standorten in Dänemark verlautbart hatte. Es gibt aber derzeit "unüberwindbare Probleme" - und diese stellen sich nun anders dar als zunächst gedacht.

    Bereits seit einigen Monaten sind die Tankstellen des Start-ups Everfuel in Dänemark geschlossen. Das Problem dabei liegt aber nicht bei den Tankstellen selbst, sondern bei den Lkw, die den Wasserstoff zu den Standorten transportieren. Im Juni war bekannt geworden, dass die Ein- und Auslassventile nicht richtig abdichteten. Man hatte bei den Transportern Lecks entdeckt, die eine große Gefahr darstellen und bisher nicht einfach behoben werden konnten.


    Für dänische Wasserstoff-Autobesitzer heißt das nun, dass sie ins Ausland fahren müssen, um ihre Fahrzeuge tanken zu können.

    Everfuel hatte zunächst nur von einer Unterbrechung der Versorgung gesprochen, nun aber gegenüber dem Online-Magazin Spiegel die Einstellung des dänischen Tanknetzes bestätigt. Begründet wird das aber nicht mit den Lecks der Lkw-Flotte, dieser Fehler sei ein Rückschlag und habe das Unternehmen zum Umdenken gebracht.

    Dabei geht es vor allem um die Tragfähigkeit ihres Konzepts, erklärte Everfuel. Der Markt aktuell gebe aktuell kein lukratives Geschäftsmodell her. Der Spiegel zitiert den Everfuel-Geschäftsführer Jacob Krogsgaard so: "Ein unreifer Markt spreche dagegen, auf Wasserstoffautos zu setzen.

    Neue Zukunftspläne

    Everfuel will sich nun auf den Bau großer Elektrolyseure zur Produktion von Wasserstoff für die Industrie mithilfe von Windstrom konzentrieren." Dieses Projekt verspreche sichere Einnahmen. Man hat dazu bereits eine Kooperation geschlossen, die eine Pipeline nach Deutschland vorsieht, um den Absatz garantieren.

    Zusammenfassung
    • Wasserstoff-Tankstellen in Dänemark bleiben geschlossen
    • Technische Probleme bei Wasserstoff-Transportern sind Schuld
    • Lecks in Ein- und Auslassventilen der Lkw stellen Gefahr dar
    • Betreiber Everfuel bestätigt Einstellung des dänischen Tanknetzes
    • Unreifer Markt bietet kein lukratives Geschäftsmodell für Wasserstoffautos
    • Everfuel konzentriert sich auf Bau von Elektrolyseuren für Industrie
    • Kooperation für Pipeline nach Deutschland geplant für Absatzgarantie

    Siehe auch:
    Nadine Juliana Dressler

    Redakteurin für Windows & Netzwerke

    Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.

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