SpaceX wollte 2022 rund 20 Mio. Starlinks - es wurde nur ein Bruchteil
Das Satellitennetzwerk Starlink wurde 2019 gestartet, seit Anfang 2021 ist es für Nutzer verfügbar. Die Idee dahinter ist simpel, denn Nutzer auf der ganzen Welt sollen auch in entlegenen Regionen schnelles Netz zur Verfügung haben. Doch es kommt nicht ganz so gut an wie erhofft.
Wirtschaftlich läuft es indes schlechter als gedacht bzw. von Starlink und SpaceX erhofft. Das berichtet das Wall Street Journal (WSJ) unter Berufung auf interne Dokumente des Unternehmens. Konkret bedeutet das, dass Starlink im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,4 Milliarden Dollar (plus 222 Millionen Dollar im Vergleich zu 2021) geschrieben hat. Das klingt nach viel, blieb aber weit unter den Prognosen des Anbieters. Denn ursprünglich wollte Starlink 2022 einen Umsatz von zwölf Milliarden Dollar schreiben. Infografik Starlink: SpaceX steigert Satellitenzahl um mehr als 100 Prozent
Diese Zahl hat laut CNBC auch SpaceX-Manager Jonathan Hofeller auf einer Konferenz bestätigt - er nannte 1,5 Millionen Anwender. Unklar ist, ob Starlink bereits profitabel ist. Denn natürlich sind die Kosten, Satelliten "flächendeckend" in den Orbit zu schießen, groß und fressen die Umsätze auf. SpaceX-Chefin Gwynne Shotwell hat Anfang des Jahres mitgeteilt, dass man im Verlauf dieses Jahres die Profitabilität erreichen will bzw. wird.
Das WSJ ist allerdings nicht so optimistisch, dass sich das schnell und signifikant ändert: "Starlink stößt an eine Realität, die von vielen Skeptikern des Satelliteninternets geäußert wird", schreibt die Wirtschaftszeitung. "Der Großteil der Weltbevölkerung, den das Unternehmen bedienen könnte und der sich Hochgeschwindigkeits-Breitband leisten kann, lebt in Städten. In diesen Regionen sind Internetdienste leicht verfügbar, bieten in der Regel günstigere monatliche Kosten als Starlink und erfordern keine spezielle Ausrüstung."
Siehe auch:
Starlink ist auch zum Politikum geworden
Für Elon Musk ist Starlink eines seiner Lieblingsprojekte und es ist sogar zum weltpolitischen Thema geworden, da es im Ukrainekrieg zum Einsatz kommt. Dabei ist die Rolle des Firmenchefs zumindest problematisch. Denn Musk ist nicht nur der Chef mehrerer Firmen, er hat auch eine konkrete Meinung zu Russland und der Ukraine - und steht nicht zwangsläufig immer bzw. uneingeschränkt auf der Seite des angegriffenen Landes.Wirtschaftlich läuft es indes schlechter als gedacht bzw. von Starlink und SpaceX erhofft. Das berichtet das Wall Street Journal (WSJ) unter Berufung auf interne Dokumente des Unternehmens. Konkret bedeutet das, dass Starlink im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,4 Milliarden Dollar (plus 222 Millionen Dollar im Vergleich zu 2021) geschrieben hat. Das klingt nach viel, blieb aber weit unter den Prognosen des Anbieters. Denn ursprünglich wollte Starlink 2022 einen Umsatz von zwölf Milliarden Dollar schreiben. Infografik Starlink: SpaceX steigert Satellitenzahl um mehr als 100 Prozent
Gut eine Million Nutzer
Der Umsatz ist natürlich eng an die Nutzerzahlen gebunden: Hier gibt es eine verhältnismäßig noch größere Differenz zwischen Erwartungen und der Realität: Starlink wollte 2022 eigentlich bereits 20 Millionen Kunden haben, in der Realität waren es im vergangenen Jahr aber gerade einmal gut eine Millionen Nutzer.Diese Zahl hat laut CNBC auch SpaceX-Manager Jonathan Hofeller auf einer Konferenz bestätigt - er nannte 1,5 Millionen Anwender. Unklar ist, ob Starlink bereits profitabel ist. Denn natürlich sind die Kosten, Satelliten "flächendeckend" in den Orbit zu schießen, groß und fressen die Umsätze auf. SpaceX-Chefin Gwynne Shotwell hat Anfang des Jahres mitgeteilt, dass man im Verlauf dieses Jahres die Profitabilität erreichen will bzw. wird.
Das WSJ ist allerdings nicht so optimistisch, dass sich das schnell und signifikant ändert: "Starlink stößt an eine Realität, die von vielen Skeptikern des Satelliteninternets geäußert wird", schreibt die Wirtschaftszeitung. "Der Großteil der Weltbevölkerung, den das Unternehmen bedienen könnte und der sich Hochgeschwindigkeits-Breitband leisten kann, lebt in Städten. In diesen Regionen sind Internetdienste leicht verfügbar, bieten in der Regel günstigere monatliche Kosten als Starlink und erfordern keine spezielle Ausrüstung."
Zusammenfassung
- Starlink, Elon Musks Satellitennetzwerk, läuft wirtschaftlich schlechter als erwartet
- Umsatz 2022 betrug 1,4 Milliarden Dollar, weit unter der Prognose von 12 Milliarden
- Nutzerzahlen 2022 lagen bei etwa 1 Million, statt der erwarteten 20 Millionen
- Unklarheit über die aktuelle Profitabilität von Starlink
- Starlink stößt auf Schwierigkeiten durch Konkurrenz in städtischen Gebieten
- Starlink wurde als Lösung für Internetzugang in entlegenen Gebieten konzipiert
- Musk's politische Haltung zu Russland und Ukraine ist kontrovers.
Siehe auch:
- Starlink: Musk hat ukrainische Angriffe auf russische Schiffe sabotiert
- Starlink muss 140-mal am Tag ausweichen, Kettenreaktion droht
- Starlink-Konkurrent OneWeb jetzt in ganz Europa verfügbar
- Internet für Ukraine: Pentagon bestellt bei SpaceX Starlink-Terminals
- SpaceX fallen einige seiner neuen Starlink-Satelliten vom Himmel
Thema:
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