"Datenschutz-Albtraum":
Umgang mit Daten in Autos ist "gruselig"
In modernen Autos sind Infotainment-Systeme Standard. Sie beherrschen diverse nützliche und eben auch unterhaltsame Features. Mit dem Datenschutz nehmen es die Hersteller aber alles andere als ernst, denn laut einer aktuellen Studie ist dieser ein "Datenschutz-Albtraum".
Die Mozilla Foundation hat sich diese Systeme näher angesehen, und zwar vor allem in Hinblick auf Privatsphäre und Datenschutz - und kommt zu einem regelrecht vernichtenden Urteil: "Während wir uns Sorgen machen, dass unsere Türklingeln und Uhren, die mit dem Internet verbunden sind, uns ausspionieren könnten, sind die Automarken leise in das Datengeschäft eingestiegen, indem sie ihre Fahrzeuge in leistungsstarke Datenfresser verwandelt haben."
Konkret bedeutet das, dass alle(!) 25 im Rahmen der "Privacy Not Included" genannten Initiative von Mozilla untersuchten Automarken durchgefallen sind. Demnach sammeln alle Hersteller mehr Daten, als sie das eigentlich müssten und dürften. Das liegt daran, dass Autos mehr Möglichkeiten zur Datensammlung haben als alle anderen Produktkategorien.
Mozilla dazu: "Sie können persönliche Informationen darüber sammeln, wie man mit dem Auto interagiert, über die vernetzten Dienste, die man im Auto nutzt, über die Auto-App (die einen Zugang zu den Informationen auf dem Telefon bietet) und sie können noch mehr Informationen über dich von Drittanbietern wie Google Maps sammeln."
"Die Bereitschaft der Autofirmen, eure Daten weiterzugeben, ist mehr als unheimlich", so Mozilla. Der Nutzer habe darüber praktisch keine Kontrolle, dabei ist auch nicht einmal klar, ob die Hersteller überhaupt die minimalsten Sicherheitsstandards einhalten.
Die Stiftung, die vor allem für den Firefox-Browser bekannt ist, hat auch ein Ranking veröffentlicht, welche Autobauer besonders schlecht - und nicht ganz so schlecht - abschneiden. In der Reihung nach "Gruseligkeit" schneidet Tesla am schlechtesten ab, dahinter kommen Nissan und Hyundai. Am anderen Ende stehen BMW, Dacia und Renault.
Siehe auch:
Das Auto als "Biggest Brother"
Noch vor einigen Jahren war ein im Auto integriertes Navi ein Grund für Begeisterung, mittlerweile sind Fahrzeuge und deren Bord-Displays aber so etwas wie Smartphones auf Rädern. Ja, sogar mehr als das, denn Pkw haben heutzutage zahlreiche Tracker, Kameras, Mikrofone und Sensoren, die jede Bewegungen des Fahrers und auch der Passagiere aufzeichnen.Die Mozilla Foundation hat sich diese Systeme näher angesehen, und zwar vor allem in Hinblick auf Privatsphäre und Datenschutz - und kommt zu einem regelrecht vernichtenden Urteil: "Während wir uns Sorgen machen, dass unsere Türklingeln und Uhren, die mit dem Internet verbunden sind, uns ausspionieren könnten, sind die Automarken leise in das Datengeschäft eingestiegen, indem sie ihre Fahrzeuge in leistungsstarke Datenfresser verwandelt haben."
Konkret bedeutet das, dass alle(!) 25 im Rahmen der "Privacy Not Included" genannten Initiative von Mozilla untersuchten Automarken durchgefallen sind. Demnach sammeln alle Hersteller mehr Daten, als sie das eigentlich müssten und dürften. Das liegt daran, dass Autos mehr Möglichkeiten zur Datensammlung haben als alle anderen Produktkategorien.
Mozilla dazu: "Sie können persönliche Informationen darüber sammeln, wie man mit dem Auto interagiert, über die vernetzten Dienste, die man im Auto nutzt, über die Auto-App (die einen Zugang zu den Informationen auf dem Telefon bietet) und sie können noch mehr Informationen über dich von Drittanbietern wie Google Maps sammeln."
Daten werden verkauft
Laut Mozilla ist es schon schlimm genug, dass die Autobauer diese Daten abgreifen, doch hier ist nicht einmal Schluss. Denn mit 84 Prozent geben die meisten Hersteller diese Daten auch weiter, 76 Prozent geben an, dass sie diese Informationen auch verkaufen. Mehr als die Hälfte (56%) gab außerdem an, dass Behörden ohne gerichtlichen Beschluss an derartige Informationen gelangen können - erforderlich ist vielfach nur eine "Anfrage"."Die Bereitschaft der Autofirmen, eure Daten weiterzugeben, ist mehr als unheimlich", so Mozilla. Der Nutzer habe darüber praktisch keine Kontrolle, dabei ist auch nicht einmal klar, ob die Hersteller überhaupt die minimalsten Sicherheitsstandards einhalten.
Die Stiftung, die vor allem für den Firefox-Browser bekannt ist, hat auch ein Ranking veröffentlicht, welche Autobauer besonders schlecht - und nicht ganz so schlecht - abschneiden. In der Reihung nach "Gruseligkeit" schneidet Tesla am schlechtesten ab, dahinter kommen Nissan und Hyundai. Am anderen Ende stehen BMW, Dacia und Renault.
Zusammenfassung
- Infotainment-Systeme in Autos sind "Datenschutz-Albtraum"
- Autos zeichnen Bewegungen von Fahrern und Passagieren auf
- Alle 25 von Mozilla untersuchten Automarken fielen im Test durch
- Autos sammeln mehr Daten als nötig und geben diese oft weiter
- 84% der Hersteller geben Daten weiter, 76% verkaufen sie
- Über 50% der Hersteller ermöglichen Behörden Zugriff ohne Beschluss
- Tesla, Nissan und Hyundai schneiden am schlechtesten ab
Siehe auch:
- Erstmals übernehmen E-Autos in Deutschland die Spitzenposition
- IAA: Deutsche Autobranche verliert ihr Heimspiel an die Chinesen
- Hurrikan Idalia: Salzwasser wirkt bei E-Autos wie ein Zeitzünder
- Flexible Solartechnik in Autos: Deutsche Forscher erzielen Durchbruch
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Thema:
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