Krypto-Startup pleite: Backup-Token für 40-Mio. $-Wallet verbummelt
Krypto-Werte können eine ziemlich flüchtige Angelegenheit sein - und dies nicht nur aufgrund starker Kursschwankungen: Ein vielversprechendes Startup aus der Branche ging jetzt pleite, weil es den Zugang zu einer Wallet verbummelte.
Als Kernproblem, das dazu führte, ist in den Gerichtsunterlagen als "The Wallet Event" festgehalten, berichtete das Magazin 404media. Dabei geht es um eine Krypto-Wallet, die firmenintern als "98f Wallet" bezeichnet wurde, weil ihre Adresse auf "98f" endete. In dieser speicherte man längerfristige Einlagen in verschiedenen Formaten.
Um den Zugang zu der Wallet abzusichern, hatte man sogenannte Seed-Phrasen erstellt. Dabei handelt es sich um Grunde um Backup-Codes, die meist als Ausdruck auf Papier oder in ähnlicher Form aufbewahrt werden. Bei Prime Trust gravierte man sie auf ein Stahlblech, wodurch die Wallet sogar durch einen Brand nicht unzugänglich werden sollte.
Um den Abhebe-Wunsch des genannten Kunden zu bedienen, musste Prime Trust daher aus eigener Kasse entsprechende Kryptoeinheiten besorgen. Das wurde dann teuer - insgesamt investierte man über 76 Millionen Dollar, um irgendwie einen Imageverlust zu verhindern. Das half letztlich aber nicht und schließlich - wohl auch viel zu spät - mussten die Behörden über die Pleite informiert werden.
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Sichere Idee scheitert
Die Firma Prime Trust wollte in erster Linie damit groß werden, dass es verschiedene Infrastruktur-Dienstleistungen für die Branche selbst bereitstellte. Dies war allerdings auch mit entsprechenden Einlagen von Kryptowerten verbunden. Dann allerdings musste das Unternehmen kurzfristig Insolvenz anmelden und der zuständige Richter ordnete sogar einen kompletten Stopp des Geschäftsbetriebs an.Als Kernproblem, das dazu führte, ist in den Gerichtsunterlagen als "The Wallet Event" festgehalten, berichtete das Magazin 404media. Dabei geht es um eine Krypto-Wallet, die firmenintern als "98f Wallet" bezeichnet wurde, weil ihre Adresse auf "98f" endete. In dieser speicherte man längerfristige Einlagen in verschiedenen Formaten.
Um den Zugang zu der Wallet abzusichern, hatte man sogenannte Seed-Phrasen erstellt. Dabei handelt es sich um Grunde um Backup-Codes, die meist als Ausdruck auf Papier oder in ähnlicher Form aufbewahrt werden. Bei Prime Trust gravierte man sie auf ein Stahlblech, wodurch die Wallet sogar durch einen Brand nicht unzugänglich werden sollte.
Wo ist das Blech?
Nachdem man nun mehrere Jahre fleißig in die Wallet eingezahlt hatte, wollte ein Kunde schließlich größere Mengen an Ethereum-Einheiten abheben, wodurch ein Rückgriff auf die "98f Wallet" nötig wurde. In diesem Moment stellte man fest, dass man Zugangstoken und den stählernen Backup-Code nicht finden konnte. Bis heute kann sich niemand erinnern, wo diese abgeblieben sein könnten. Die Folge: Die Krypto-Einheiten im Wert von rund 38,9 Millionen Dollar, die hier abgelegt waren, sind nicht mehr zugänglich.Um den Abhebe-Wunsch des genannten Kunden zu bedienen, musste Prime Trust daher aus eigener Kasse entsprechende Kryptoeinheiten besorgen. Das wurde dann teuer - insgesamt investierte man über 76 Millionen Dollar, um irgendwie einen Imageverlust zu verhindern. Das half letztlich aber nicht und schließlich - wohl auch viel zu spät - mussten die Behörden über die Pleite informiert werden.
Zusammenfassung
- Das Krypto-Startup Prime Trust ist insolvent
- Firma verlor Zugang zu firmeninterner Krypto-Wallet "98f Wallet"
- In der Wallet waren Krypto-Einheiten im Wert von 38,9 Mio. Dollar
- Prime Trust investierte 76 Mio. Dollar, um Image-Verlust zu vermeiden
- Insolvenz wurde durch Verlust von Zugangstoken ausgelöst
- Geschäftsbetrieb wurde durch Gerichtsbeschluss komplett gestoppt
- Ursache für Pleite als "The Wallet Event" bezeichnet.
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