Asus soll Zenfone-Team aufgelöst haben, Hersteller dementiert (Update)
Für die Fans von kompakten Flaggschiff-Smartphones gibt es schlechte Nachrichten. Der taiwanische PC-Spezialist Asus soll das Team hinter der Zenfone-Serie aufgegeben haben, das trotz mangelnder Erfolge oft gute und ungewöhnliche Smartphones auf den Markt brachte.
Update 29.08.2023: Asus hat sich inzwischen mit folgendem Statement zu Wort gemeldet und die Berichte aus Asien als falsch zurückgewiesen.
Asus gibt somit das Smartphone-Geschäft wohl bis jetzt nicht ganz auf, will aber angeblich im Rahmen interner Umstrukturierungen nur noch eines der bisher parallel existierenden Smartphone-Teams weiterführen. Das vor Kurzem erschienene Zenfone 10 war somit wohl das letzte Modell dieser Produktreihe, da es nach der Auflösung der Sparte wohl keine weiteren Geräte der Serie geben wird.
Asus hatte mit seit dem Zenfone 8 und zuletzt mit dem erst vor knapp zwei Monaten gestarteten Zenfone 10 vor allem darauf gesetzt, sich mit vergleichsweise kompakten Geräten mit 5,9 Zoll Bildschirmdiagonale in Kombination mit einer absoluten High-Ende-Ausstattung vom Rest des Marktes abzuheben. Unter anderem bot man trotz wasserdichter Gehäuse stets auch noch einen 3,5-mm-Kopfhöreranschluss, was bei Oberklasse-Smartphones immer seltener geworden ist.
Asus hatte in der Zenfone-Serie immer wieder ungewöhnliche Konzepte verfolgt. So bot man mit dem Zenfone 6 und 7 etwa Modelle an, die keine dedizierte Frontkamera besaßen, also ganz ohne Notch oder Ausschnitt im Display daherkamen. Stattdessen wurde das Kameramodul mit einer Motorisierung versehen, um die Hauptkameras bei Bedarf in Richtung des Nutzers umklappen zu lassen und dann die volle Qualität der hochauflösenden Sensoren auch für Selbstporträts nutzbar zu machen.
Mit der Auflösung von Asus' Zenfone-Team verschwindet somit nicht nur irgendein beliebiger Smartphone-Anbieter, sondern ein innovatives Team, das nie den Mut verlor, entgegen aller Trends in einem immer beliebiger werdenden Markt neue oder schlicht vollkommen untypische Ansätze zu verfolgen - bis jetzt. Siehe auch:
- Asus löst angeblich Zenfone-Smartphone-Team auf
- Teammitglieder wechseln zu ROG-Phone-Reihe oder anderen Bereichen
- Zenfone 10 wahrscheinlich letztes Modell der Serie
- Asus Zenfone-Serie zeichnete sich durch ungewöhnliche Konzepte aus
- Keine weiteren Zenfone-Modelle trotz innovativer Ansätze geplant
- Asus behält Smartphone-Geschäft bei, konzentriert sich auf Gaming-Modelle
- Zenfone-Serie bot kompakte, hochwertige Smartphones mit einzigartigen Features
Asus war ein Exot im Einheitsbrei
Die schlechte Lage im Smartphone-Markt hat jetzt scheinbar ein Mal mehr konkrete Folgen. Nachdem Asus seit 2014 immer wieder neue Modelle der Zenfone-Serie entwickelt hatte, zieht man nun offenbar die Notbremse. Laut einem Bericht von TechNews Taiwan hat Asus das Team hinter der Zenfone-Serie jetzt aufgelöst. Die betroffenen Mitarbeiter sollen dem Team hinter der ROG-Phone-Reihe von Gaming-Smartphones zugeordnet werden oder in andere Unternehmensbereiche wechseln, heißt es.Update 29.08.2023: Asus hat sich inzwischen mit folgendem Statement zu Wort gemeldet und die Berichte aus Asien als falsch zurückgewiesen.
ASUS Zenfone 10 setzt die Produktion fort
Wir möchten dem Gerücht entgegentreten, dass das ASUS Zenfone 10 die letzte Generation der Serie sein wird und die ASUS Zenfone-Produktlinie eingestellt wird. Das ist nicht wahr. Wir werden unsere beiden Hauptproduktlinien für das Telefongeschäft weiterführen, das ROG Phone und das Zenfone. ASUS hat ein starkes Engagement für unser Smartphone-Geschäft und unsere Kunden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des zweiten Quartals. Bitte bleiben Sie auf dem Laufenden über unsere Produktpalette für 2024.Asus gibt somit das Smartphone-Geschäft wohl bis jetzt nicht ganz auf, will aber angeblich im Rahmen interner Umstrukturierungen nur noch eines der bisher parallel existierenden Smartphone-Teams weiterführen. Das vor Kurzem erschienene Zenfone 10 war somit wohl das letzte Modell dieser Produktreihe, da es nach der Auflösung der Sparte wohl keine weiteren Geräte der Serie geben wird.
Asus hatte mit seit dem Zenfone 8 und zuletzt mit dem erst vor knapp zwei Monaten gestarteten Zenfone 10 vor allem darauf gesetzt, sich mit vergleichsweise kompakten Geräten mit 5,9 Zoll Bildschirmdiagonale in Kombination mit einer absoluten High-Ende-Ausstattung vom Rest des Marktes abzuheben. Unter anderem bot man trotz wasserdichter Gehäuse stets auch noch einen 3,5-mm-Kopfhöreranschluss, was bei Oberklasse-Smartphones immer seltener geworden ist.
Asus hatte in der Zenfone-Serie immer wieder ungewöhnliche Konzepte verfolgt. So bot man mit dem Zenfone 6 und 7 etwa Modelle an, die keine dedizierte Frontkamera besaßen, also ganz ohne Notch oder Ausschnitt im Display daherkamen. Stattdessen wurde das Kameramodul mit einer Motorisierung versehen, um die Hauptkameras bei Bedarf in Richtung des Nutzers umklappen zu lassen und dann die volle Qualität der hochauflösenden Sensoren auch für Selbstporträts nutzbar zu machen.
Mit der Auflösung von Asus' Zenfone-Team verschwindet somit nicht nur irgendein beliebiger Smartphone-Anbieter, sondern ein innovatives Team, das nie den Mut verlor, entgegen aller Trends in einem immer beliebiger werdenden Markt neue oder schlicht vollkommen untypische Ansätze zu verfolgen - bis jetzt. Siehe auch:
- Asus Zenfone 10: kompaktes Flaggschiff-Smartphone vorab zu sehen
- Weiter kompakt: Asus zeigt ZenFone 10 mit 5,9 Zoll, nennt Termin
- Asus nimmt kompakt noch ernst: Zenfone 9 bleibt klein und gut gerüstet
- ZenFone 9: Asus-Video zeigt kompaktes Flaggschiff-Smartphone vorab
- ZenFone 8: Alle Details zum kompakten Top-Smartphone von Asus
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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