Intel will KI-Chips "in jede Plattform, die wir bauen" integrieren
Intel hatte zuletzt massiv mit den Folgen der PC-Krise zu kämpfen, bei seinen letzten Quartalszahlen konnte der Hersteller aber zumindest die "Blutung" stoppen, da man wieder in die schwarzen Zahlen gerutscht ist. Für die endgültige Trendwende soll KI sorgen.
Intel-CEO Pat Gelsinger kann entsprechend zufrieden sein, weiß aber sicherlich auch, dass ein gutes oder zumindest solides Quartal erst der Anfang ist. Das ist auch der Grund, warum Gelsinger die Strategie des Unternehmens ändert bzw. noch stärker als ursprünglich geplant in Richtung KI trimmt (via The Verge).
Bereits länger bekannt ist, dass Intel mit dem Meteor Lake-Chip die erste CPU einführen wird, die einen eingebauten neuralen Prozessor für KI-Anwendungen besitzt. Bisher war allerdings geplant, solche KI-Co-Prozessoren nur bei den Intel-Topmodellen zu verbauen. Doch auf einer Telefonkonferenz mit Anlegern sagte Gelsinger nun, dass das künftig für alle Chips gelten wird.
Gelsinger sagte, dass Cloud und KI nicht zwangsläufig zusammengehören: "Heute sieht man, dass die Leute in die Cloud gehen und mit ChatGPT herumspielen, um eine Hausarbeit zu schreiben, und das ist doch supercool, oder? Und Kinder vereinfachen auf diese Weise natürlich ihre Hausaufgaben, aber das kannst du nicht für jeden Kunden machen - denn um KI-fähig zu werden, muss das auf dem Kunden geschehen, richtig? Du kannst nicht in die Cloud gehen. Du kannst keine Rundreise in die Cloud machen."
Er zählte in weiterer Folge diverse spezifische KI-Anwendungen auf und meinte, dass diese nicht allesamt über die Cloud funktionieren können: "Man hat weder die Latenz noch die Bandbreite, noch die Kostenstruktur, um z.B. Inferenzen in einem lokalen Supermarkt in die Cloud zu verlagern. Das geschieht alles am Client."
Allerdings muss man an dieser Stelle auch anmerken, dass es nicht überraschend ist, dass Gelsinger so sehr die Werbetrommel für "lokale" KI-Lösungen rührt - denn Konkurrent Nvidia hat sich längst den Markt für KI-Chips für Cloud geschnappt.
Siehe auch:
Aufschwung bei Intel
Der Chiphersteller steckt seit bereits vielen Jahren in der Krise. Diese hat zwar diverse Gründe wie Produktionsprobleme, doch auch die allgemeine Krise auf dem PC-Markt macht dem Unternehmen aus dem kalifornischen Santa Clara zu schaffen. Immerhin: Bei den jüngsten Geschäftszahlen kann Intel einen Aufschwung verzeichnen. Nach zwei Quartalen mit Verlusten in Höhe von 2,8 bzw. 0,7 Milliarden Dollar steht nun ein Gewinn-Plus in den Büchern, nämlich 1,5 Milliarden Dollar.Intel-CEO Pat Gelsinger kann entsprechend zufrieden sein, weiß aber sicherlich auch, dass ein gutes oder zumindest solides Quartal erst der Anfang ist. Das ist auch der Grund, warum Gelsinger die Strategie des Unternehmens ändert bzw. noch stärker als ursprünglich geplant in Richtung KI trimmt (via The Verge).
Bereits länger bekannt ist, dass Intel mit dem Meteor Lake-Chip die erste CPU einführen wird, die einen eingebauten neuralen Prozessor für KI-Anwendungen besitzt. Bisher war allerdings geplant, solche KI-Co-Prozessoren nur bei den Intel-Topmodellen zu verbauen. Doch auf einer Telefonkonferenz mit Anlegern sagte Gelsinger nun, dass das künftig für alle Chips gelten wird.
Gelsinger sagte, dass Cloud und KI nicht zwangsläufig zusammengehören: "Heute sieht man, dass die Leute in die Cloud gehen und mit ChatGPT herumspielen, um eine Hausarbeit zu schreiben, und das ist doch supercool, oder? Und Kinder vereinfachen auf diese Weise natürlich ihre Hausaufgaben, aber das kannst du nicht für jeden Kunden machen - denn um KI-fähig zu werden, muss das auf dem Kunden geschehen, richtig? Du kannst nicht in die Cloud gehen. Du kannst keine Rundreise in die Cloud machen."
Er zählte in weiterer Folge diverse spezifische KI-Anwendungen auf und meinte, dass diese nicht allesamt über die Cloud funktionieren können: "Man hat weder die Latenz noch die Bandbreite, noch die Kostenstruktur, um z.B. Inferenzen in einem lokalen Supermarkt in die Cloud zu verlagern. Das geschieht alles am Client."
Allerdings muss man an dieser Stelle auch anmerken, dass es nicht überraschend ist, dass Gelsinger so sehr die Werbetrommel für "lokale" KI-Lösungen rührt - denn Konkurrent Nvidia hat sich längst den Markt für KI-Chips für Cloud geschnappt.
Zusammenfassung
- Intel hatte zuletzt massiv an den Folgen der PC-Krise zu kämpfen
- Konnte immerhin bei letzten Quartalszahlen ein Plus vorlegen.
- KI soll für die endgültige Trendwende sorgen
- Meteor Lake-Chip wird eingebauten neuralen Prozessor haben.
- Intel-CEO betont, dass KI nicht allesamt über die Cloud funktionieren.
- Gelsinger rührt die Werbetrommel für "lokale" KI-Lösungen.
Siehe auch:
- Mini-PCs gerettet: Intel NUC-Produktion wird von Asus fortgeführt
- Windows-Nutzer plagen Probleme durch träge Intel-PCs mit Alder Lake
- Intel Arrow Lake: Leak gibt ersten Ausblick auf Performance-Zugewinn
- Nano-Bauteile: Intel lockt nächste High Tech-Firma nach Magdeburg
- Intel gibt seine NUC-Sparte auf, Partner sollen diese fortführen
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