NASA Mars-Rover schaut sich "großen, klobigen Sonderling" genauer an

Die NASA hatte mit den Kameras von Perseverance eine ungewöhnliche Felsformation entdeckt. Wegen der Form und Zusammensetzung beschloss man, dem "großen klobigen Sonderling" einen Besuch abzustatten. Jetzt gibt es erste Ergebnisse.
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NASA

Drei Millionen Fans verfolgen den Alltag

Seit seiner Ladung im Februar 2021 hat Perseverance in 832 Mars-Tagen (855 Erdtagen) eine Strecke von fast 19 Kilometern überwunden. Dem mehr als 1 Tonne schweren Rover, 3 Meter lang und 2,7 Meter breit, folgen auf Twitter rund 3 Millionen Fans, die hier aus der Egoperspektive über den Alltag auf dem Mars berichtet bekommen. Jüngst vermeldete Perseverance in einem Tweet die Sichtung eines "großen, klobigen Sonderlings".

"Ich habe diesen Felsbrocken aus der Ferne entdeckt und bin näher herangefahren, um ihn mir anzusehen", so der Rover. "Er ist härter als die meisten, mit einer seltsamen Form und Beschaffenheit." Auf Nachfragen von Nutzern bestätigt man, dass Perseverance derzeit auf der Delta/Fan-Formation im Jezero-Krater befindet - das Delta eines Flusses, der hier vor Millionen Jahren in einen See gemündet war.

Perseverance erforscht Sedimentgestein im Jezero-Krater

Und genau diese Tatsache liefert auch eine Erklärung für den jüngsten Fund. Die NASA-Forscher gehen davon aus, dass der große Felsen "von flussaufwärts angeschwemmt" wurde und deshalb ein perfekter Kandidat ist, um die Vergangenheit des Flusses genauer aufzudecken. "Felsen-Nerds können sich freuen", so der Rover laut Digitaltrends in einem weiteren Tweet. "Von großen Felsbrocken bis hin zu winzigen Kieselsteinen hat das alte Flussbett, das ich gerade erforsche, alles zu bieten."

Neben den fröhlichen Tweets des Rovers, liefert die NASA weitere Details zur aktuellen Arbeit. Wie Ken Farley, Projektwissenschaftler von Perseverance am Caltech in Pasadena, beschreibt, steht Perseverance aktuell an der Spitze eines fächerförmigen Haufens aus Sedimentgestein, der 40 Meter hoch ist. Um sein nächstes Ziel, den "Snowdrift Peak" zu erreichen, muss er ein Feld von Felsbrocken überqueren.

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Farley findet für die Vorgehensweise der Forscher dabei eine schöne Analogie: "Schürfer, die früher nach Gold oder Diamanten suchten, schauten oft in die Flüsse, um festzustellen, ob es flussaufwärts eine interessante Lagerstätte gab. Wir müssen nicht mehr hinauf wandern, um nachzusehen, sondern lassen den Fluss die Arbeit machen!"

Zusammenfassung
  • Rover hat 832 Mars-Tage und 19 km zurückgelegt.
  • NASA entdeckt ungewöhnliche Felsformation mit Perseverance.
  • Felsbrocken weiterer Hinwes auf Mio. Jahre altes Flussbett.
  • Snowdrift Peak als nächstes Ziel.
  • Schürfer-Analogie: Fluss macht die Arbeit.

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