Pixel-Probleme: Google kann erst ab 2025 Custom-Chips einsetzen
Google hat offenbar Probleme, eigene Chip-Designs für die Verwendung in Smartphones, Tablets und mehr zu entwickeln. Mehrere Varianten von stark angepassten Custom-Chips sollen schon aufgegeben worden sein. Jetzt rechnet man erst 2025 mit Verfügbarkeit.
Angepasste Chip-Designs für mobile Geräte wie Smartphones sind spätestens seit dem Erfolg des Apple iPhone der Traum vieler Hersteller. Sie können sich durch spezielle Optimierungen und natürlich eine höhere Leistung ein Alleinstellungsmerkmal verschaffen. Dass deren Entwicklung alles andere als einfach ist, bekommt derzeit offenbar auch Google zu spüren.
So verpasste "Redondo" bereits im letzten Jahr eine Frist, zu der die Versuchsfertigung bei TSMC beginnen sollte, sodass dieser Schritt erst vor einigen Monaten vollzogen wurde. Damit soll inzwischen feststehen, dass die Massenfertigung nicht vor dem Jahr 2024 anlaufen kann, weshalb dieser erste Custom-SoC nur noch als eine Art "Test-Chip vor der nächsten Generation" dient, heißt es.
Samsung verliert also wohl bald Google als Kunden für die Fertigung von Chips, obwohl man schon länger eng kooperiert hat. Ein letztes gemeinsames Werk sollen die beiden Unternehmen aber in Form des vermutlich als "Tensor G4" bezeichneten SoCs für die Pixel-Produkte des Jahres 2024 planen. Bei diesem Chip übernimmt Samsung zwar weiterhin die Fertigung und steuert die CPU bei, doch hat Google mittlerweile angeblich einen Großteil der weiteren Teile des System-On-Chips durch eigene Entwicklungen ersetzt.
Unterdessen gibt es diverse Anzeichen dafür, dass die Chipentwicklung bei Google nicht unbedingt glatt läuft. So hapert es unter anderem an der Kommunikation zwischen dem US-Hauptquartier des Internetkonzerns und den zum größten Teil in Indien ansässigen Chipdesign-Entwicklern. Außerdem kann Google die Mitarbeiter seiner Chipsparte oft nicht lange halten, bevor sie sich neue Arbeitgeber suchen.
In der aktuellen Lage soll Google zudem deutlich zurückhaltender geworden sein, was die Bereitschaft zu den hohen Ausgaben für die Chipentwicklung angeht, auch weil die Smartphones und Tablets der Google Pixel-Serie sich bisher noch nicht in überragend großen Stückzahlen verkaufen, so der Bericht.
Voll angepasster Tensor "G5" kommt erst 2025, Fristen verpasst
Wie das US-Magazin The Information berichtet, hat Google unter dem Codenamen "Redondo" bereits einen "ersten voll angepassten Chip" für die Verwendung in seinen Pixel-Smartphones entwickelt, der eigentlich 2024 erstmals im großen Stil verbaut werden sollte. Allerdings geriet das Projekt mittlerweile stark ins Stocken.So verpasste "Redondo" bereits im letzten Jahr eine Frist, zu der die Versuchsfertigung bei TSMC beginnen sollte, sodass dieser Schritt erst vor einigen Monaten vollzogen wurde. Damit soll inzwischen feststehen, dass die Massenfertigung nicht vor dem Jahr 2024 anlaufen kann, weshalb dieser erste Custom-SoC nur noch als eine Art "Test-Chip vor der nächsten Generation" dient, heißt es.
'Redondo' wurde aufgegeben, jetzt kommt 'Laguna'
Als Nachfolger wird jetzt ein Chip namens "Laguna" entwickelt, der ab 2025 in ersten Geräten verbaut werden könnte. Der Markennamen dieses Chips wäre dann wohl "Google Tensor G5", wobei die Fertigung in einem 3-Nanometer-Prozess bei TSMC erfolgen würde. Die aktuellen Google Tensor-Chips G2 und G3 basieren noch größtenteils auf Samsung-Designs und werden auch von dem koreanischen Elektronikgiganten und dessen Halbleitersparte für Google gefertigt.Samsung verliert also wohl bald Google als Kunden für die Fertigung von Chips, obwohl man schon länger eng kooperiert hat. Ein letztes gemeinsames Werk sollen die beiden Unternehmen aber in Form des vermutlich als "Tensor G4" bezeichneten SoCs für die Pixel-Produkte des Jahres 2024 planen. Bei diesem Chip übernimmt Samsung zwar weiterhin die Fertigung und steuert die CPU bei, doch hat Google mittlerweile angeblich einen Großteil der weiteren Teile des System-On-Chips durch eigene Entwicklungen ersetzt.
Unterdessen gibt es diverse Anzeichen dafür, dass die Chipentwicklung bei Google nicht unbedingt glatt läuft. So hapert es unter anderem an der Kommunikation zwischen dem US-Hauptquartier des Internetkonzerns und den zum größten Teil in Indien ansässigen Chipdesign-Entwicklern. Außerdem kann Google die Mitarbeiter seiner Chipsparte oft nicht lange halten, bevor sie sich neue Arbeitgeber suchen.
In der aktuellen Lage soll Google zudem deutlich zurückhaltender geworden sein, was die Bereitschaft zu den hohen Ausgaben für die Chipentwicklung angeht, auch weil die Smartphones und Tablets der Google Pixel-Serie sich bisher noch nicht in überragend großen Stückzahlen verkaufen, so der Bericht.
Zusammenfassung
Siehe auch:- Google hat Probleme bei der Entwicklung eigener Chip-Designs.
- Erster Custom-SoC erst 2024 und nur in Kleinmengen verfügbar.
- Nachfolger ("Laguna") als "Google Tensor G5" ab 2025 erhältlich.
- Samsung verliert Google als Kunden für Chip-Fertigung.
- Kommunikations- und Personalprobleme bei Chipentwicklung.
- Google zurückhaltender bei Ausgaben.
- Pixel-Smartphones und -Tablets verkaufen sich nicht überragend.
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