Google zeigt eigenen Axion-Chip - es gibt mehr Fragen als Antworten
Bei Google sah man sich angesichts der Fortschritte Amazons und Microsofts offenbar genötigt, endlich auch Erfolge in der eigenen Chip-Entwicklung zu verkünden. So stellte man nun den neuen Axion-Prozessor vor, lässt aber viele Fragen unbeantwortet.
Bei einer Präsentation verkündete das Unternehmen laut der Nachrichtenagentur Reuters, dass Axion 30 Prozent mehr Leistung als "Allzweck-ARM-Chips" und 50 Prozent mehr Performance als die Prozessoren von Intel bieten wird. Allerdings wurden seitens des Unternehmens keine weitergehenden Informationen bereitgestellt, die diese Daten untermauern würden. Möglichkeiten zu unabhängigen Benchmark-Tests sind schon gar nicht vorhanden.
"Die technische Dokumentation, einschließlich Benchmarking- und Architekturdetails, wird später in diesem Jahr verfügbar sein", sagte Google-Sprecherin Amanda Lam. Auf einen genaueren Termin wollte man sich nicht festlegen. Immerhin sollen die Chips auch erst später von Cloud-Kunden wirklich nutzbar sein.
Die einzige weitergehende Zusicherung, die sich Google entlocken ließ, war es, dass Axion auf einer offenen Basis aufgebaut ist und Google Cloud-Kunden ihre bestehenden ARM-Workloads ohne Änderungen in die Google Cloud übernehmen können. Alles andere wäre letztlich auch nicht besonders klug gewesen, da wohl niemand seine Software-Projekte anpassen will, nur um die Cloud-Instanzen eines kleineren Anbieters in dem Bereich nutzen zu können.
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Nicht prüfbare Performance-Vorteile
Das Axion-SoC soll zukünftig in den Datenzentren der Google Cloud zum Einsatz kommen. Wie auch schon die Konkurrenten setzt man bei dem Suchmaschinenkonzern darauf, dass die selbst entwickelten Chips auf ARM-Basis deutliche Vorteile gegenüber Prozessoren von der Stange bringen werden. Die Angaben, die Google bei der Vorstellung machte, deuten durchaus auch darauf hin.Bei einer Präsentation verkündete das Unternehmen laut der Nachrichtenagentur Reuters, dass Axion 30 Prozent mehr Leistung als "Allzweck-ARM-Chips" und 50 Prozent mehr Performance als die Prozessoren von Intel bieten wird. Allerdings wurden seitens des Unternehmens keine weitergehenden Informationen bereitgestellt, die diese Daten untermauern würden. Möglichkeiten zu unabhängigen Benchmark-Tests sind schon gar nicht vorhanden.
"Die technische Dokumentation, einschließlich Benchmarking- und Architekturdetails, wird später in diesem Jahr verfügbar sein", sagte Google-Sprecherin Amanda Lam. Auf einen genaueren Termin wollte man sich nicht festlegen. Immerhin sollen die Chips auch erst später von Cloud-Kunden wirklich nutzbar sein.
Bestands-Code läuft
Aufgrund dessen stellten sich die Kollegen von TechCrunch die Frage, ob die Axion-Chips vielleicht noch gar nicht wirklich fertig sind und Google hier auf Basis von Architektur-Simulationen oder zumindest Prototypen argumentiert. Dann wäre die offizielle Vorstellung wohl vor allem der Tatsache geschuldet, dass man nicht noch länger hinter der Konkurrenz her hinken wollte - immerhin arbeitet Amazon bereit seit 2018 mit seinen Graviton-Chips und Microsoft kündigte Ende letzten Jahres seine Cobalt-SoCs an (die allerdings auch bislang nicht in Azure-Instanzen verfügbar sind).Die einzige weitergehende Zusicherung, die sich Google entlocken ließ, war es, dass Axion auf einer offenen Basis aufgebaut ist und Google Cloud-Kunden ihre bestehenden ARM-Workloads ohne Änderungen in die Google Cloud übernehmen können. Alles andere wäre letztlich auch nicht besonders klug gewesen, da wohl niemand seine Software-Projekte anpassen will, nur um die Cloud-Instanzen eines kleineren Anbieters in dem Bereich nutzen zu können.
Zusammenfassung
- Google kündigt eigenen Chip Axion an
- Konkurrenz zu Amazon und Microsoft
- Axion-Chips für Google Cloud Datenzentren
- Versprechen: 30% mehr Leistung als Standard-ARM
- 50% mehr Performance als Intel-Prozessoren
- Keine konkreten Daten zur Untermauerung
- Technische Details folgen später im Jahr
- Axion-Basis ermöglicht einfache ARM-Workload-Übernahme
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