Aral: So will man Tankstellen auch im Elektro-Zeitalter weiterbetreiben
Im Zuge der Umstellung auf die Elektromobilität steht vor allem eine Branche vor erheblichen Schwierigkeiten: Die Tankstellen. Bei der BP-Tochter Aral ist man allerdings zuversichtlich, dass die meisten Standorte auch zukünftig erhalten bleiben.
"Wir glauben fest an die Zukunft der Tankstelle", sagte Aral-Vorstand Alexander Junge, gegenüber Edison Media. Man könnte anmerken: Es bleibt ihm auch kaum etwas anderes übrig, immerhin ist es Junges Hauptaufgabe in seinem Vorstandsbereich, die Transformation des Tankstellengeschäfts voranzutreiben. Er verwies im Zuge dessen darauf, dass an einigen Aral-Stationen bereits erste Zapfsäulen durch Ladepunkte ersetzt wurden.
Viel wichtiger als nur die Umstellung des Energieträgers wird allerdings der Servicebereich. Denn während man mit einem Verbrenner gezwungen ist, die Dienste einer Tankstelle zu nutzen, ist das für die Besitzer von E-Autos nicht der Fall. Für gewöhnlich füllen diese ihren Akku zuhause auf und steuern nur mal bei längeren Strecken auch externe Ladepunkte an, die es aber nicht nur an Tankstellen gibt. Entsprechend attraktiv muss es daher sein, das Auto am klassischen Aral-Standort aufzuladen, wenn die Kette noch eine Zukunft haben will.
Grundsätzlich ist laut des Aral-Vorstands also zwar mit Veränderungen im Geschäft zu rechnen, nicht aber damit, dass dieses einfach überflüssig wird. "Der Bedarf an Unterwegs-Versorgung wird eher steigen als sinken, auch die Zahl der gefahrenen Kilometer. Wir bauen deshalb unsere Tankstellen zu Energy Hubs um", sagte Junge. Die Resonanz der Tankstellenpächter bezeichnete er als überwiegend positiv. Denn auch diesen sei längst klar, dass sich die Welt verändert und sie hier mitgehen müssen, um nicht eines Tages ihre Kunden zu verlieren.
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Viel wichtiger als nur die Umstellung des Energieträgers wird allerdings der Servicebereich. Denn während man mit einem Verbrenner gezwungen ist, die Dienste einer Tankstelle zu nutzen, ist das für die Besitzer von E-Autos nicht der Fall. Für gewöhnlich füllen diese ihren Akku zuhause auf und steuern nur mal bei längeren Strecken auch externe Ladepunkte an, die es aber nicht nur an Tankstellen gibt. Entsprechend attraktiv muss es daher sein, das Auto am klassischen Aral-Standort aufzuladen, wenn die Kette noch eine Zukunft haben will.
Wettbewerbsvorteil Toilette
Ein wichtiger Punkt ist dabei eine Kooperation mit dem Supermarktbetreiber Rewe. In 850 der 2400 Aral-Tankstellen gibt es bereits ein erweitertes Sortiment, das sich aus der Kooperation bestückt. Und auch die Möglichkeit, in entsprechender Atmosphäre einen Kaffee zu trinken, gehört zum Zukunftskonzept. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil von Tankstellen gegenüber anderen Ladepunkten ist es laut Junge außerdem, dass der Fahrer im Umfeld auch eine Toilette findet.Grundsätzlich ist laut des Aral-Vorstands also zwar mit Veränderungen im Geschäft zu rechnen, nicht aber damit, dass dieses einfach überflüssig wird. "Der Bedarf an Unterwegs-Versorgung wird eher steigen als sinken, auch die Zahl der gefahrenen Kilometer. Wir bauen deshalb unsere Tankstellen zu Energy Hubs um", sagte Junge. Die Resonanz der Tankstellenpächter bezeichnete er als überwiegend positiv. Denn auch diesen sei längst klar, dass sich die Welt verändert und sie hier mitgehen müssen, um nicht eines Tages ihre Kunden zu verlieren.
Zusammenfassung
- Aral-Vorstand Alexander Junge glaubt an Zukunft der Tankstelle.
- Umstellung auf Elektromobilität erfordert Service-Erweiterung.
- Kooperation mit Rewe in 850 Tankstellen.
- Kaffee, Toilette und mehr als Anreiz für Ladepunkte-Nutzer.
- Pächter erkennen Notwendigkeit des Wandels.
- Tankstellen zu Energy Hubs umgestaltet.
- Bedarf an Unterwegs-Versorgung steigt.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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