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Whistleblower warnte 2018 vor Titanic-U-Boot, wurde gefeuert

Seit Tagen ist die Titan, ein touristisches U-Boot, das In­te­res­sier­te für eine Viertelmillion Dollar zum Wrack der Titanic bringt, ver­schol­len. Derzeit läuft die Suche noch, es gibt aber im­mer mehr Zwei­fel, ob das Tauch­boot jemals auf die Reise auf 3800 Me­ter Tie­fe hät­te ge­hen dürfen.
Titan, U-Boot, OceanGate
OceanGate
Tauchgänge zum Wrack der 1912 gesunkenen Titanic sind zwar seit einer Weile nichts Ungewöhnliches mehr, dafür kommen aber spezialisierte und auch teure U-Boote zum Einsatz. Auf die Titan trifft das zwar auch zu, offenbar aber nicht ganz so stark wie bei den meisten, wenn nicht sogar allen konkurrierenden Tiefseetauchbooten.

Titan-Tauchgang als "Himmelfahrtskommando"

Denn es wird nun immer klarer, dass das Titan-Betreiberunternehmen OceanGate Expeditions gespart hat, wo es nur geht, und das U-Boot in dieser Form nie zur Titanic hätte aufbrechen dürfen. Es werden immer mehr Berichte bekannt, wie abenteuerlich ein solcher Trip zur Titanic war. Im Spiegel bezeichnete der niederbayerische Unternehmer Arthur Loibl den Tauchgang etwa als "Himmelfahrtskommando". OceanGate TitanTauchboot und offenbar auch Todesfalle: die Titan von OceanGate Mittlerweile kommt auch immer mehr heraus, dass man die Titan im Grunde als Pfusch bezeichnen kann. Davor hat auch ein hochrangiger von Mitarbeiter OceanGate gewarnt. Denn wie nun bekannt wird, informierte David Lochridge, damaliger Director of Marine Operations, davor, das Tauchboot in Dienst zu stellen.

Wie die New York Times berichtet, sollte das Ingenieurteam die Titan Anfang 2018 an eine Crew übergeben, die für den regulären Betrieb zuständig war. Doch interne und externe Experten warnten davor. Wie sich über nun aufgetauchte Gerichtsdokumente zeigt, warnte Lochridge damals vor den "potenziellen Gefahren für die Passagiere der Titan, wenn das Tauchfahrzeug extreme Tiefen erreicht". Konkret bemängelte Lochridge u. a. die für Risse anfällige Karbonfaserhülle der Titan.

Zwei Monate später schrieb eine Gruppe an Tiefseeexperten an den (nun ebenfalls verschollenen) OceanGate-Chef Stockton Rush, dass der experimentelle" Ansatz der Titan möglicherweise "katastrophale" Folgen haben könnte. All diese Warnungen blieben ungehört, Lochridge selbst wurde kurz nach seinen Warnungen entlassen.

Zusammenfassung
  • Verschollenes U-Boot Titan soll Interessierte zu Titanic bringen
  • OceanGate Expeditions hat beim U-Boot gespart
  • Ex-Mitarbeiter warnte vor möglichen Rissen an Karbonfaserhülle
  • Brief an CEO: "Experimenteller Ansatz könnte katastrophale Folgen haben"
  • Warnungen ungehört, Mitarbeiter kurz nach Warnungen entlassen
  • Zweifel, ob U-Boot jemals hätte aufbrechen dürfen

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