Hochhäuser als Batterien:
Forscher machen Aufzug zum Stromspeicher
Mit der deutlichen Zunahme von erneuerbarer Energie in unserem Stromnetz werden Speicherlösungen immer wichtiger. Jetzt hat ein Team einen interessanten Ansatz vorgestellt. Aufzüge können mit einem kuriosen System hohe Gebäude zur Batterie machen.
Aufzüge machen Masse zu einem abrufbaren Energiepotenzial
Der kuriose Ansatz, der von den Wissenschaftlern in einem Beitrag in der Fachzeitschrift Energy erläutert wird: eine neuartige, auf Schwerkraft basierende Speicherlösung soll Aufzüge und leere Wohnungen in hohen Gebäuden zur Energiespeicherung nutzen. Die Durchführung klingt dabei aber nicht nach Hightech, sondern nach einer durchdachten mechanischen Idee.
Die von den Autoren schlicht Lift Energy Storage Technology (LEST) getaufte Idee kann Energie speichern, indem man "nasse Sandbehälter oder andere Materialien mit hoher Dichte" bei Energieüberfluss im Netz in den Liften anhebt. Das Material soll dabei mit autonomen Anhängern ferngesteuert aus leeren Wohnungen und anderweitig ungenutzten Räumen in die Aufzüge hinein- und wieder herausgefahren werden.
LEST überträgt einen bekannten Ansatz auf Hochhäuser
Das LEST-Team verweist darauf, dass weltweit mehr als 18 Millionen Aufzüge in Betrieb sind, viele davon stünden die meiste Zeit aber nur still. Da die Energiekapazität in Aufzügen mit regenerativen Bremssystemen bereits installiert ist, entfallen hohe Investitionskosten für neue Systeme. "Die koordinierte Nutzung solcher verteilten Ressourcen macht Investitionen in große zentrale Speichersysteme überflüssig", so die Zusammenfassung von Behnam Zakeri, Mitglied der IIASA-Forschungsgruppe.
Siehe auch:
Der Aufzug als Energeispeicher ist eine kurios gute Idee
Erneuerbare Energien ergeben nur Sinn, wenn man sich von der unregelmäßigen Erzeugungskapazität auch wirklich unabhängig machen kann. Eine sehr beliebte Lösung sind hier Wasserkraftwerke und Pumpspeicherung, die durch die Bewegung einer Masse Energiepotenzial schaffen, das bei Bedarf abgerufen werden kann. Genau mit diesem Ansatz versucht ein Team des International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA) jetzt, hohe Gebäude in Batterien zu verwandeln.
Aufzüge machen Masse zu einem abrufbaren Energiepotenzial
Der kuriose Ansatz, der von den Wissenschaftlern in einem Beitrag in der Fachzeitschrift Energy erläutert wird: eine neuartige, auf Schwerkraft basierende Speicherlösung soll Aufzüge und leere Wohnungen in hohen Gebäuden zur Energiespeicherung nutzen. Die Durchführung klingt dabei aber nicht nach Hightech, sondern nach einer durchdachten mechanischen Idee.
Die von den Autoren schlicht Lift Energy Storage Technology (LEST) getaufte Idee kann Energie speichern, indem man "nasse Sandbehälter oder andere Materialien mit hoher Dichte" bei Energieüberfluss im Netz in den Liften anhebt. Das Material soll dabei mit autonomen Anhängern ferngesteuert aus leeren Wohnungen und anderweitig ungenutzten Räumen in die Aufzüge hinein- und wieder herausgefahren werden.
Beim Umzug ersonnen
"Das Konzept der Schwerkraftspeicherung hat in letzter Zeit auch in der wissenschaftlichen Gemeinschaft und bei Start-ups große Aufmerksamkeit erregt", so der Hauptautor Julian Hunt, Forscher in der IIASA-Forschungsgruppe für nachhaltige Dienstleistungssysteme. "Das Konzept von LEST kam mir in den Sinn, nachdem ich seit meinem Umzug in eine Wohnung im 14. Stock viel Zeit damit verbracht hatte, mit dem Aufzug auf und ab zu fahren."
LEST überträgt einen bekannten Ansatz auf Hochhäuser
Das LEST-Team verweist darauf, dass weltweit mehr als 18 Millionen Aufzüge in Betrieb sind, viele davon stünden die meiste Zeit aber nur still. Da die Energiekapazität in Aufzügen mit regenerativen Bremssystemen bereits installiert ist, entfallen hohe Investitionskosten für neue Systeme. "Die koordinierte Nutzung solcher verteilten Ressourcen macht Investitionen in große zentrale Speichersysteme überflüssig", so die Zusammenfassung von Behnam Zakeri, Mitglied der IIASA-Forschungsgruppe.
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