Große Chiphersteller wollen weg von ARM und prüfen RISC-V
ARM-Chips sind nach wie vor allgegenwärtig, doch wegen der proprietären Natur und der oft restriktiven Lizenzbedingungen suchen Chiphersteller und Technologiekonzerne einen Ausweg. Sie haben sich deshalb einem Industrieverband für RISC-V-Chips angeschlossen.
Als Teil des erst seit Herbst 2022 bestehenden europäischen Ablegers der Linux-Foundation wurde jetzt ein neues Projekt ins Leben gerufen, das sich die Förderung der Entwicklung des Ökosystems rund um RISC-V-basierte Plattformen zum Ziel gesetzt hat. Zu den Gründungsmitgliedern der "RISE" (RISC-V Software Ecosystem) genannten Initiative gehören Vertreter diverser großer Technologiekonzerne und Chipfertiger, die sich offenbar allesamt aus der Abhängigkeit von ARM lösen wollen.
Unter anderem sollen Runtimes für Python, V8 und OpenJDK/Java entstehen, die Unterstützung für Linux-Distributionen wie Ubuntu/Debian und Red Hat/Fedora garantiert und die Verwendung von Linux- und Android-Kernels ermöglicht werden. Der größte Vorteil von RISC-V ist, dass die Entwicklung von Chips auf Basis dieser Architektur ohne die bei ARM üblichen Lizenzgebühren möglich ist.
Im Grunde könnte also jeder seine eigenen Open-Source-Chips entwickeln, ohne dabei Kosten für Lizenzen oder mögliche weitere Gebühren in Kauf nehmen zu müssen. Noch steckt das RISC-V Ökosystem allerdings in den Kinderschuhen, schließlich nutzen alle großen Chiphersteller nach wie vor primär ARM- oder x86-Architekturen für ihre CPUs, seien es Chips für mobile Geräte, Laptops und PCs oder auch Server.
Gerade in Europa gibt es aber Hoffnungen, auf Basis von RISC-V irgendwann auch eigene, leistungsstarke Prozessoren bauen zu können, bei denen man nicht von Intel, AMD oder ARM abhängig ist.
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Alle namhaften CPU-Hersteller mit an Bord
Neben anderen Mitgliedern sind Google, Microsoft, Intel, Nvidia, Samsung, Qualcomm, Red Hat, MediaTek, Imagination Technologies und Alibaba an dem Projekt beteiligt, wobei sie jeweils mindestens einen Vertreter für das sogenannte Governing Board stellen. Gemeinsam will man im Rahmen des RISE Projekts vor allem dafür sorgen, dass ein "robustes Software-Ökosystem speziell für Applikationsprozessoren" geschaffen wird.Unter anderem sollen Runtimes für Python, V8 und OpenJDK/Java entstehen, die Unterstützung für Linux-Distributionen wie Ubuntu/Debian und Red Hat/Fedora garantiert und die Verwendung von Linux- und Android-Kernels ermöglicht werden. Der größte Vorteil von RISC-V ist, dass die Entwicklung von Chips auf Basis dieser Architektur ohne die bei ARM üblichen Lizenzgebühren möglich ist.
Im Grunde könnte also jeder seine eigenen Open-Source-Chips entwickeln, ohne dabei Kosten für Lizenzen oder mögliche weitere Gebühren in Kauf nehmen zu müssen. Noch steckt das RISC-V Ökosystem allerdings in den Kinderschuhen, schließlich nutzen alle großen Chiphersteller nach wie vor primär ARM- oder x86-Architekturen für ihre CPUs, seien es Chips für mobile Geräte, Laptops und PCs oder auch Server.
Gerade in Europa gibt es aber Hoffnungen, auf Basis von RISC-V irgendwann auch eigene, leistungsstarke Prozessoren bauen zu können, bei denen man nicht von Intel, AMD oder ARM abhängig ist.
Zusammenfassung
- ARM-Chips allgegenwärtig, aber proprietäre Natur & Lizenzbedingungen
- RISE: neues Projekt, Förderung und Entwicklung rund um RISC-V
- Robustes Software-Ökosystem für Applikationsprozessoren
- Keine Lizenzgebühren, Open-Source-Chips
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