ARM geht an die Börse: Chip-Entwickler soll viele Milliarden bringen
Es ist so weit: ARM geht an die Börse. Nach langen Spekulationen hat die Firma, die hinter den Designs fast aller in Smartphones von Apple & Co verbauten Prozessoren steckt, den Antrag auf ihren Börsengang eingereicht. Der Eigner, SoftBank, erhofft Milliarden einzunehmen.
Der japanische Finanzkonzern SoftBank hatte ARM 2016 im Rahmen eines Deals im Wert von 32 Milliarden Dollar aufgekauft. Der Verkauf an Nvidia sollte ursprünglich rund 40 Milliarden Dollar einbringen. Weil ARM noch keine Angaben zum erwarteten Startpreis seiner Aktien gemacht hat, lässt sich bis jetzt nicht einschätzen, wie das Unternehmen zum Börsengang bewertet wird.
ARM lizenziert seine Chiparchitekturen unter anderem an Apple, Qualcomm, Samsung, Nvidia, AMD, Intel, Google und Amazon, die auf dieser Basis eigene Plattformen für Smartphones, Tablets, PCs, Server und andere Geräte entwickeln und produzieren lassen. Aktuell basieren mehr als 99 Prozent aller Smartphones auf ARM-Chips.
Zuletzt erwirtschaftete ARM nach eigenen Angaben rund 524 Millionen Dollar bei einem Umsatz von rund 2,68 Milliarden Dollar. Damit lag das Ergebnis leicht unter den Einnahmen aus dem vorherigen Geschäftsjahr. Grund dafür ist die gesunkene Nachfrage rund um Smartphones. Dennoch wollen wahrscheinlich fast alle der eben genannten ARM-Kunden als frühe Investoren beim Börsengang mitmischen, um sich von vornherein ihren Anteil an dem für sie so wichtigen Unternehmen zu sichern.
Siehe auch:
Börsengang könnte im September erfolgen
ARM hat gestern Abend den Antrag auf die Listung an der New Yorker Börse eingereicht. Die Firma will dort in Kürze mit dem Tickersymbol "ARM" im Technologieindex Nasdaq einsteigen. Wahrscheinlich wird die ARM-Aktie ab September erstmals gehandelt. Der geplante Börsengang wäre der finanziell größte Schritt dieser Art in diesem Jahr. SoftBank wollte ARM ursprünglich an Nvidia verkaufen, doch daraus wurde aufgrund der Einwände diverser Wettbewerbsbehörden nichts.Der japanische Finanzkonzern SoftBank hatte ARM 2016 im Rahmen eines Deals im Wert von 32 Milliarden Dollar aufgekauft. Der Verkauf an Nvidia sollte ursprünglich rund 40 Milliarden Dollar einbringen. Weil ARM noch keine Angaben zum erwarteten Startpreis seiner Aktien gemacht hat, lässt sich bis jetzt nicht einschätzen, wie das Unternehmen zum Börsengang bewertet wird.
SoftBank hofft auf KI-Boom als Kurstreiber
ARM soll beim Börsengang nach dem Willen von SoftBank vor allem vom aktuellen Trend hin zu Chips mit spezieller Ausrichtung auf die Erledigung von Aufgaben aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz profitieren. Gleichzeitig setzt SoftBank auch darauf, dass ARMs Chipdesigns von einer Vielzahl großer Technologiefirmen in ihren eigenen Chips verwendet werden.ARM lizenziert seine Chiparchitekturen unter anderem an Apple, Qualcomm, Samsung, Nvidia, AMD, Intel, Google und Amazon, die auf dieser Basis eigene Plattformen für Smartphones, Tablets, PCs, Server und andere Geräte entwickeln und produzieren lassen. Aktuell basieren mehr als 99 Prozent aller Smartphones auf ARM-Chips.
Zuletzt erwirtschaftete ARM nach eigenen Angaben rund 524 Millionen Dollar bei einem Umsatz von rund 2,68 Milliarden Dollar. Damit lag das Ergebnis leicht unter den Einnahmen aus dem vorherigen Geschäftsjahr. Grund dafür ist die gesunkene Nachfrage rund um Smartphones. Dennoch wollen wahrscheinlich fast alle der eben genannten ARM-Kunden als frühe Investoren beim Börsengang mitmischen, um sich von vornherein ihren Anteil an dem für sie so wichtigen Unternehmen zu sichern.
Zusammenfassung
- Britische Firma ARM plant Börsengang
- Tickersymbol "ARM" soll ab September bei Nasdaq gehandelt werden
- SoftBank erhofft Milliardeneinnahmen
- Ursprünglicher Verkaufsplan an Nvidia scheiterte
- ARM lizenziert Chiparchitekturen an führende Technologieunternehmen
- Über 99% aller Smartphones basieren auf ARM-Chips
- Trotz gesunkener Nachfrage hohes Investoreninteresse erwartet
Siehe auch:
- Apple, Samsung & Intel an Bord: ARM-Börsengang demokratisiert Chips
- Intel N200 kommt: Microsoft legt ARM-betriebenes Surface Go 4 auf Eis
- Qualcomms hohe Hürden: ARM-CPUs in Windows-PCs haben es schwer
- ARM unter Einfluss der Konkurrenz: Intel plant Einstieg als Großinvestor
- Große Chiphersteller wollen weg von ARM und prüfen RISC-V
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