Intel: Alle Meteor Lake-Chips bekommen dritte Einheit neben CPU & GPU
Auch Intel ist inzwischen klar, dass es nicht mehr reicht, in einem Prozessor die mächtige CPU durch eine Grafikeinheit zu ergänzen, um die neuen Anforderungen bewältigen zu können. Daher sollen alle Chips der Meteor Lake-Serie auch eine VPU bekommen.
Die VPU - der Vision Processing Unit, so zumindest die Bezeichnung Intels - ist speziell für die Verarbeitung von Berechnungen spezialisiert, wie sie von KI-Algorithmen durchgeführt werden. In einigen Core-Chips der 13. Generation sind entsprechende Module bereits zu finden. Intel misst ihnen allerdings inzwischen so viel Bedeutung bei, um sie in allen Prozessoren unterzubringen.
Intel-Manager John Rayfield erklärte laut eines Berichtes des britischen Magazins The Register, dass dediziertes KI-Silizium benötigt wird, weil KI heutzutage in vielen PC-Workloads enthalten ist. Bei Videokonferenzen etwa komme viel KI zum Einsatz, um die Qualität zu verbessern oder den Nutzer in alternative Hintergründe zu setzen. Auch Spiele verwenden inzwischen viel KI. Und GPT-ähnliche Modelle und Tools wie Stable Diffusion sind auf dem PC bereits weit verbreitet und als lokale ausführbare Dateien verfügbar.
Die Technologie hierfür hat man allerdings nicht komplett selbst entwickelt. Bereits im Jahr 2016 kaufte der Konzern das Unternehmen Movidius, auf dessen KI-Modellen die Architektur für die KI-Einheiten basiert. Mehr zu den kommenden Chips war von Intel rund um die anstehende Computex-Messe nicht zu erfahren. So mancher hatte bereits mit einer großen Vorstellung der neuen Chip-Generation gerechnet, die kam allerdings bisher nicht.
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Intel-Manager John Rayfield erklärte laut eines Berichtes des britischen Magazins The Register, dass dediziertes KI-Silizium benötigt wird, weil KI heutzutage in vielen PC-Workloads enthalten ist. Bei Videokonferenzen etwa komme viel KI zum Einsatz, um die Qualität zu verbessern oder den Nutzer in alternative Hintergründe zu setzen. Auch Spiele verwenden inzwischen viel KI. Und GPT-ähnliche Modelle und Tools wie Stable Diffusion sind auf dem PC bereits weit verbreitet und als lokale ausführbare Dateien verfügbar.
VPU ist die beste Lösung
Auf vielen klassischen Systemen müssen die dabei anfallenden Aufgaben von der CPU und der GPU erledigt werden, die damit aber zuweilen deutlich an ihre Grenzen kommen. Teils wurde auch der Ansatz verfolgt, KI-Berechnungen in die Cloud zu verlagern, aber auch das ist keine besonders befriedigende Lösung. Die flächendeckende Integration der VPU in alle Chips für den Endkundenmarkt ist somit aus Sicht Intels die beste Variante.Die Technologie hierfür hat man allerdings nicht komplett selbst entwickelt. Bereits im Jahr 2016 kaufte der Konzern das Unternehmen Movidius, auf dessen KI-Modellen die Architektur für die KI-Einheiten basiert. Mehr zu den kommenden Chips war von Intel rund um die anstehende Computex-Messe nicht zu erfahren. So mancher hatte bereits mit einer großen Vorstellung der neuen Chip-Generation gerechnet, die kam allerdings bisher nicht.
Zusammenfassung
- Intel integriert VPUs in alle Chips der Meteor Lake-Serie, um KI-Anforderungen zu erfüllen.
- KI ist in vielen PC-Workloads enthalten, weshalb dediziertes KI-Silizium benötigt wird.
- Die Technologie stammt von dem 2016 gekauften Unternehmen Movidius.
- CPU und GPU reichen nicht mehr aus, um KI-Aufgaben zu bewältigen.
- Cloud-Lösungen sind ebenfalls keine befriedigende Variante.
- Intel stellt die neue Chip-Generation noch nicht vor.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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