Interstellare Fragmente gefunden? Expedition löst Sturm der Kritik aus
Noch nie wurden Bruchstücke von Meteoriten gefunden, die von außerhalb des Sonnensystems stammen. Ein Harvard-Professor behauptet jetzt, er sei bei der Suche erfolgreich gewesen - und löst damit eine hitzige Debatte und laute Kritik seiner Kollegen aus.
Unter dem Titel "Zusammenfassung der erfolgreichen interstellaren Expedition", schrieb Loeb am 3. Juli "wir haben es geschafft". Demnach habe man dutzende kleine Metallkugeln mit einem Durchmesser von weniger als einem Millimeter vom Meeresboden geborgen. Die Fundstelle stimme mit der Flugbahn des Meteoriten "IM1" überein, der im Jahr 2014 über dieser Region in einem Feuerball aufgegangen war.
Wie Space.com berichtet, beruft sich Loeb auf ein Memo des United States Space Command, das 2022 Daten der Flugbahn des Meteoriten veröffentlicht hatte. Der Wissenschaftler interpretiert diese als "hinreichend genau", um dem Objekt eine interstellare Herkunft zuzuschreiben. Genau für diese Schlussfolgerung schlägt Loeb aber starke Kritik aus seinem Feld entgegen.
Laut Phil Metzger, ein Planetenforscher an der University of Central Florida, ist United States Space Command mit den zur Verfügung stehenden technischen Mitteln überhaupt nicht in der Lage, "die Verbindung zwischen diesem Meteor und ein paar winzigen Metallkugeln" herstellen zu können. Matthew Genge, Spezialist für Meteoriten vom Imperial College London, stimmt dem zu. Noch nie habe man Fragmente auf Basis der Beobachtung eines "Feuerball-Ereignisses" gefunden.
"Es wurde noch nie ein Meteorit von einem Objekt geborgen, das mit einer Geschwindigkeit von mehr als 28 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre eintrifft", so auch Peter Brown, Astronom an der University of Western Ontario. Loeb geht in seinen Annahmen davon aus, dass IM1 mit "52 und 58 km pro Sekunde" auf die Atmosphäre getroffen war. Brown stellt sich in einem jüngst veröffentlichen Papier klar gegen diese These. Die Daten des United States Space Command seien besonders bei hohen Geschwindigkeiten für solche Schlussfolgerungen bei Weitem nicht genau genug.
Siehe auch:
Expedition auf der Suche nach interstellarem Meteor
Es wäre eine echte Sensation: Avi Loeb, ehemaliger Vorsitzender des Harvard Astronomy Department, will mit einem einzigartigen Fund von seiner jüngsten Expedition zurückgekehrt sein. Bei der Mission, finanziert durch den Krypto-Geschäftsmann Charles Hoskinson, wurde im Pazifik in der Nähe von Papua-Neuguinea ein Magnetschlitten über den Meeresboden gezogen. Nun ist sich Loeb sicher, Fragmente des ersten interstellaren Meteors aufgespürt zu haben.Unter dem Titel "Zusammenfassung der erfolgreichen interstellaren Expedition", schrieb Loeb am 3. Juli "wir haben es geschafft". Demnach habe man dutzende kleine Metallkugeln mit einem Durchmesser von weniger als einem Millimeter vom Meeresboden geborgen. Die Fundstelle stimme mit der Flugbahn des Meteoriten "IM1" überein, der im Jahr 2014 über dieser Region in einem Feuerball aufgegangen war.
Wie Space.com berichtet, beruft sich Loeb auf ein Memo des United States Space Command, das 2022 Daten der Flugbahn des Meteoriten veröffentlicht hatte. Der Wissenschaftler interpretiert diese als "hinreichend genau", um dem Objekt eine interstellare Herkunft zuzuschreiben. Genau für diese Schlussfolgerung schlägt Loeb aber starke Kritik aus seinem Feld entgegen.
Laut Phil Metzger, ein Planetenforscher an der University of Central Florida, ist United States Space Command mit den zur Verfügung stehenden technischen Mitteln überhaupt nicht in der Lage, "die Verbindung zwischen diesem Meteor und ein paar winzigen Metallkugeln" herstellen zu können. Matthew Genge, Spezialist für Meteoriten vom Imperial College London, stimmt dem zu. Noch nie habe man Fragmente auf Basis der Beobachtung eines "Feuerball-Ereignisses" gefunden.
"Es wurde noch nie ein Meteorit von einem Objekt geborgen, das mit einer Geschwindigkeit von mehr als 28 Kilometern pro Sekunde in die Atmosphäre eintrifft", so auch Peter Brown, Astronom an der University of Western Ontario. Loeb geht in seinen Annahmen davon aus, dass IM1 mit "52 und 58 km pro Sekunde" auf die Atmosphäre getroffen war. Brown stellt sich in einem jüngst veröffentlichen Papier klar gegen diese These. Die Daten des United States Space Command seien besonders bei hohen Geschwindigkeiten für solche Schlussfolgerungen bei Weitem nicht genau genug.
Zusammenfassung
- Loeb behauptet, Fragmente von interstellarem Meteor gefunden zu haben.
- Loeb beruft sich für Flugbahn auf Memo des USSC.
- Debatte und Kritik an Loebs These entzündet sich.
- Kritik von Kollegen: keine Verbindung herstellbar.
- Noch nie interstellaren Meteoritenfragmente gefunden.
- Daten des USSC unzureichend für solche Schlussfolgerungen.
Siehe auch:
- Forscher vermutet Fragmente von Alien-Technologie in einem Meteorit
- Intel: Alle Meteor Lake-Chips bekommen dritte Einheit neben CPU & GPU
- Intel Core Ultra: Mit Meteor Lake soll die Ära der Core-i-CPUs enden
- Windows 12-Gerüchte: Fehlende Hinweise auf Intel Meteor Lake-S-CPU
- Einschlag auf dem Balkon: Citizen-Science-Projekt jagt Meteoriten
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