Android: Millionen Smartphones mit vorinstallierter Malware gefunden
Malware ist auf Android-Geräten ein Dauerthema. Selbst bei werksfrischen Smartphones ist man dabei vor Schadcodes nicht sicher, wie eine aktuelle Analyse der Sicherheitsfirma Trend Micro zeigt, die Millionen infizierter Geräte ausmachte.
Google hat die Code-Basis Androids in den letzten Jahren immer besser in den Griff bekommen und schlimme Malware-Infektionen aus dem Nichts heraus sind selten geworden. Dafür haben sich allerdings viele Kriminelle darauf verlegt, zahlreiche Apps mit eingebetteten Schadcodes zu verbreiten. Und wenn sich die Gelegenheit ergibt, wird Malware eben auch in die ab Werk installierte Firmware eingeschleust, wie aktuell ein Fall bei Android-TV-Boxen zeigte.
Doch auch Smartphones werden nicht verschont. Sicherheitsforscher von Trend Micro haben auf der Sicherheitskonferenz Black Hat in Singapur einen Bericht vorgestellt, in dem davon die Rede war, dass mindestens 8,9 Millionen Android-Smartphones mit vorinstallierter Malware an Verbraucher verkauft wurden. Die betroffenen Geräte wurden unter 50 verschiedenen Marken verkauft.
Die Betreiber nutzen die Backdoor aber auch, um selbst aggressive Werbeplattformen auf dem Gerät zu installieren. Diese schädigen den Verbraucher in erster Linie, indem sie das Smartphone langsamer machen und den Akku leersaugen. Da die Malware vor allem auf billigen Geräten untergebracht ist, sind diese Effekte besonders deutlich spürbar, hieß es. Das Land mit der höchsten Konzentration an infizierten Telefonen waren die USA, gefolgt von Mexiko, Indonesien, Thailand und Russland.
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Doch auch Smartphones werden nicht verschont. Sicherheitsforscher von Trend Micro haben auf der Sicherheitskonferenz Black Hat in Singapur einen Bericht vorgestellt, in dem davon die Rede war, dass mindestens 8,9 Millionen Android-Smartphones mit vorinstallierter Malware an Verbraucher verkauft wurden. Die betroffenen Geräte wurden unter 50 verschiedenen Marken verkauft.
Backdoor für Werbung
Zum Einsatz kommt dabei eine Malware namens Guerrilla, die zuvor auch schon versteckt in Apps gefunden wurde. Der Schadcode baut eine Hintertür in die Geräte ein, die regelmäßig auf einem Command-and-Control-Server nachschaut, ob Updates oder Arbeitsaufträge vorliegen. Hauptsächlich sammelt Guerrilla dann Daten über die User, die anschließend an verschiedene Werbenetzwerke verkauft werden.Die Betreiber nutzen die Backdoor aber auch, um selbst aggressive Werbeplattformen auf dem Gerät zu installieren. Diese schädigen den Verbraucher in erster Linie, indem sie das Smartphone langsamer machen und den Akku leersaugen. Da die Malware vor allem auf billigen Geräten untergebracht ist, sind diese Effekte besonders deutlich spürbar, hieß es. Das Land mit der höchsten Konzentration an infizierten Telefonen waren die USA, gefolgt von Mexiko, Indonesien, Thailand und Russland.
Zusammenfassung
- 8,9 Mio. Android-Smartphones sind mit vorinstallierter Malware verkauft worden.
- Die Malware namens Guerrilla baut eine Hintertür ein und sammelt Daten.
- Die Daten werden an Werbenetzwerke verkauft.
- Aggressive Werbeplattformen werden auf dem Gerät installiert.
- Die Smartphones werden langsamer und Akku wird schneller leer.
- USA hat die höchste Konzentration an infizierten Geräten.
- Google hat die Code-Basis Androids im Griff, aber Apps werden mit Schadcodes verbreitet.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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