Flyhosting: Polizei nimmt Dienstleister für DDoS-Angriffe vom Netz

Deutsche Ermittlungsbehörden sind gegen den DDoS-Dienstleister Flyhosting vorgegangen. Am Donnerstag wurden mehrere Wohnungen durchsucht und die Server des Anbieters abgeschaltet. Flyhosting wurde auch dazu benutzt, die Webseiten der Polizei anzugreifen.
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Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat in Kooperation mit dem hessischen Landeskriminalamt acht Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt und zahlreiche Datenträger sichergestellt. Fünf Tatverdächtige im Alter zwischen 16 und 24 Jahren stehen im Verdacht, Infrastruktur zur Durchführung von Cyberattacken betrieben zu haben. Laut Tarnkappe handelt es sich um den Dienst Flyhosting, der inzwischen nicht mehr erreichbar ist. FlyhostingErmittlungsbehörden haben den DDoS-Dienstleister Flyhosting zerschlagen

Verfahren gegen Kunden möglich

Die Betreiber haben sich bereits auf Telegram zu den Durchsuchungen geäußert und ihren Kunden empfohlen, sich juristische Hilfe zu holen. Es wird davon ausgegangen, dass die Polizei sämtliche Logdateien und Zahlungsprotokolle analysiert. Damit dürfe dann auch gegen die Nutzer des Dienstes ermittelt werden. Wer den illegalen Service mit Zahlungsmitteln wie PayPal bezahlt hat, dürfte schon bald ebenfalls mit einem Strafverfahren zu rechnen haben.

Mehrere DDoS-Angriffe seit Mitte 2021 haben dazu geführt, dass die Webseiten einiger Unternehmen in Baden-Württemberg sowie Hessen nicht mehr erreichbar waren. Außerdem war die Internetpräsenz der hessischen Polizei überlastet. Bei einem DDoS-Angriff werden häufig Botnetze verwendet, um den Zielserver mit Anfragen zu bombardieren. Natürlich sind derartige Attacken illegal und können mit Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren bestraft werden. Wird ein Konzern oder eine Behörde angriffen, drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Zusammenfassung
  • Ermittlungsbehörden gegen DDoS-Dienstleister Flyhosting vorgegangen.
  • Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und LKA Hessen durchsuchten Wohnungen und schalteten Server ab.
  • Fünf Tatverdächtige im Alter zwischen 16 und 24 Jahren stehen im Verdacht.
  • Logdateien und Zahlungsprotokolle werden analysiert, Nutzer könnten strafrechtlich verfolgt werden.
  • Mehrere Unternehmen in Baden-Württemberg und Hessen waren Opfer von DDoS-Angriffen.
  • Botnetze verwendet, um Zielserver mit Anfragen zu bombardieren.

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