Smartphone-Krise: Qualcomm erwartet miese Zahlen, kaum Besserung
Nach AMD und Intel ist mit Qualcomm der dritte große Prozessorhersteller mit negativen Nachrichten an der Reihe, die die Geschäftsentwicklung betreffen. Der weltweit größte Lieferant von Smartphone-Plattformen deutete ebenfalls miese Zahlen an, erwartet aber weiter Gewinn.
Wie Qualcomm gestern Abend verlauten ließ, geht man für das laufende Quartal von einem Umsatz im Bereich zwischen 8,1 und 8,9 Milliarden Dollar aus. Die Schätzungen der Analysten lagen im Schnitt bei 9,25 Milliarden Dollar, also erheblich höher. Die enttäuschende Prognose hatte unmittelbare Folgen, denn der Aktienkurs des US-Konzerns brach im nachbörslichen Handel um fast acht Prozent ein.
Gerade in China ist die Nachfrage noch nicht wieder in die üblichen Regionen zurückgekehrt, sodass die dort verkauften Stückzahlen bei den Smartphones und daher den darin verbauten Chips noch nicht wieder so hoch sind, wie man eigentlich erwartet hatte. Es gebe bisher noch keine Zeichen für eine positivere Entwicklung, gab Qualcomm-CEO Christiano Amon zu.
Neben dem Verkauf von Smartphone-Plattformen aus der Snapdragon-Serie gab es auch einen Rückgang beim Verkauf von Modem-Produkten, was vor allem dadurch bedingt sein dürfte, dass Apple weniger Modems für die Verwendung in seinen iPhones abnimmt, da der US-Computerkonzern selbst mit sinkenden Verkaufszahlen seiner Geräte zu kämpfen hat.
Mittelfristig versucht Qualcomm, seine Abhängigkeit vom Smartphone-Markt zu reduzieren. Zuletzt konnte man bereits deutlich mehr Geld mit dem Verkauf von Chips für den Automobilsektor verdienen. Außerdem will man mehr Umsatz aus dem Verkauf von Chips für Netzwerk-, Computing- und Wearable-Produkte erzielen, um so die Produktpalette zu diversifizieren.
Siehe auch:
Flaute soll noch mindestens ein halbes Jahr anhalten
Qualcomm zufolge rechnet man für das gesamte Jahr 2023 mit einem Rückgang der Einnahmen aus dem Verkauf von Smartphone-Chips um einen hohen einstelligen Prozentsatz. Dabei erwartet man, dass die Gerätehersteller auch noch für die nächsten zwei Quartale damit beschäftigt sein werden, die in ihren Lagern vorhandenen Chips in fertigen Geräten abzuverkaufen.Gerade in China ist die Nachfrage noch nicht wieder in die üblichen Regionen zurückgekehrt, sodass die dort verkauften Stückzahlen bei den Smartphones und daher den darin verbauten Chips noch nicht wieder so hoch sind, wie man eigentlich erwartet hatte. Es gebe bisher noch keine Zeichen für eine positivere Entwicklung, gab Qualcomm-CEO Christiano Amon zu.
Neben dem Verkauf von Smartphone-Plattformen aus der Snapdragon-Serie gab es auch einen Rückgang beim Verkauf von Modem-Produkten, was vor allem dadurch bedingt sein dürfte, dass Apple weniger Modems für die Verwendung in seinen iPhones abnimmt, da der US-Computerkonzern selbst mit sinkenden Verkaufszahlen seiner Geräte zu kämpfen hat.
Mittelfristig versucht Qualcomm, seine Abhängigkeit vom Smartphone-Markt zu reduzieren. Zuletzt konnte man bereits deutlich mehr Geld mit dem Verkauf von Chips für den Automobilsektor verdienen. Außerdem will man mehr Umsatz aus dem Verkauf von Chips für Netzwerk-, Computing- und Wearable-Produkte erzielen, um so die Produktpalette zu diversifizieren.
Zusammenfassung
- Qualcomm erwartet Umsatzrückgang im laufenden Quartal, Aktienkurs bricht ein.
- Rückgang der Einnahmen aus Smartphone-Chips, Nachfrage in China noch nicht zurück.
- Apple nimmt weniger Modems für iPhones ab, Verkaufszahlen sinken.
- Qualcomm versucht, Abhängigkeit vom Smartphone-Markt zu reduzieren.
- Mehr Umsatz durch Chips für Automobilsektor, Netzwerk, Computing & Wearables.
- Gewinn erwartet, aber Umsatzrückgang in hohem einstelligem Prozentbereich.
- Mittelfristiger Versuch, Produktpalette zu diversifizieren.
Siehe auch:
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- Qualcomm: High-End ARM-Kern in CPU für Mittelklasse-Smartphones
- Qualcomm-Chef rechnet mit Apple-eigenem Modem im iPhone 16
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