GPT: Open AI würde Begriff gerne schützen, sabotiert sich aber selbst
Der Begriff GPT wurde von OpenAI geprägt, steht aber aktuell als Synonym für den Hype um KI und Sprachmodelle. Das Unternehmen hat es eilig, Nachahmer mit Markenrecht die Nutzung zu verbieten, allerdings macht man sich wegen groben Fehlern das Leben selber schwer.
Wie TechCrunch berichtet, hatte OpenAI jüngst eine Beschleunigung des Verfahrens bei der Behörde beantragt und "unzählige Rechtsverletzungen und gefälschte Apps" als Grund angeführt. In der letzten Woche dann die überraschende Antwort des USPTO: Die Anwälte des Unternehmens hatten es offenbar versäumt, grundlegende Verfahrensschritte einzuhalten. Laut der Behörde sei eine fällige Gebühr nie bezahlt worden, außerdem hatte es das Unternehmen versäumt, "geeignete Belege für die Rechtfertigung der Sondermaßnahmen", gemeint ist die Beschleunigung des Verfahrens, vorzulegen.
Siehe auch:
OpenAI versucht, Nachahmern mit Markenrecht "GPT" zu verbieten
GPT, die Abkürzung für "Generative Pre-trained Transformer", ist ein Begriff, der untrennbar mit OpenAI und dem Hype um ChatGPT verbunden ist. Allerdings sprießen aktuell viele Ableger aus dem Boden, die nichts mit dem Unternehmen zu tun haben, den Begriff GPT aber nutzen, um auf der Welle des Erfolgs mitzuschwimmen. Genau das würde OpenAI gerne verhindern und hat deswegen im Dezember einen Antrag zum Markenschutz beim United States Patent and Trademark Office (USPTO) eingereicht. Offenbar hat man dabei aber grobe Fehler gemacht.Wie TechCrunch berichtet, hatte OpenAI jüngst eine Beschleunigung des Verfahrens bei der Behörde beantragt und "unzählige Rechtsverletzungen und gefälschte Apps" als Grund angeführt. In der letzten Woche dann die überraschende Antwort des USPTO: Die Anwälte des Unternehmens hatten es offenbar versäumt, grundlegende Verfahrensschritte einzuhalten. Laut der Behörde sei eine fällige Gebühr nie bezahlt worden, außerdem hatte es das Unternehmen versäumt, "geeignete Belege für die Rechtfertigung der Sondermaßnahmen", gemeint ist die Beschleunigung des Verfahrens, vorzulegen.
Trotzdem auf Kurs
Nach den aktuell verfügbaren Informationen wird es wohl noch rund 5 Monate in Anspruch nehmen, bis über den Antrag von OpenAI dann im normalen Verfahren entschieden ist. Wie Jefferson Scher, Markenrechtsexperte, gegenüber TechCrunch erläutert, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch schwer abzuschätzen, wie die Entscheidung ausfallen wird. Ein Pluspunkt, der hier entscheidend sein könnte: OpenAI nutzt den Begriff GPT schon, wenn auch abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit, seit 2018.
Zusammenfassung
- OpenAI hat GPT-Begriff geprägt & möchte ihn markenrechtlich schützen
- GPT wird von Nachahmern genutzt, OpenAI will sie stoppen
- Allerdings: Fehler beim Antrag auf Markenschutz
- Verfahren wird noch rund 5 Monate dauern
- Markenrechtsexperte ist unsicher, wie Entscheidung ausfallen wird
- Möglicher Pluspunkt: OpenAI nutzt GPT-Begriff seit 2018
Siehe auch:
- 700.000 Dollar pro Tag: So teuer soll der Betrieb von ChatGPT sein
- Datenschützer gegen ChatGPT: Deutschland leitet Verfahren ein
- Elon Musk will seine "Anti-Woke-KI" ausgerechnet TruthGPT nennen
- ChatGPT-Konkurrenz: Elon Musk gründet eigenes KI-Unternehmen
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Thema:
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