Jetzt fix: Sega kauft Angry Birds-Macher Rovio für 706 Millionen Euro

Seit Monaten beschäftigt die Gaming-Branche die Übernahme von Activision Blizzard durch Microsoft, rund 69 Milliarden Dollar lassen sich die Redmonder das Geschäft kosten. Doch das Spielegeschäft steht deshalb nicht still, denn auch Sega ist auf Einkaufstour und übernimmt Rovio. Bereits vergangene Woche hat das Wall Street Journal (WSJ) berichtet, dass die Sega Sammy Holdings das finnische Entwicklungsstudio Rovio Entertainment übernehmen will. Die Wirtschaftszeitung berichtete, dass das japanische Spieleunternehmen hierfür eine Milliarde Dollar auf den Tisch legen will. Nun wurde das Geschäft per Pressemitteilung bestätigt, allerdings kommt Sega günstiger davon.

Denn als Kaufpreis wurden "nur" 706 Millionen Euro vereinbart, das ist auch vergleichsweise wenig, wenn man sich das geplante Activision-Blizzard-Geschäft ansieht. Bei der Übernahme handelt es sich um eine der "freundlichen" Sorte, laut der offiziellen Mitteilung hat der Aufsichtsrat von Rovio dem Übernahmeangebot zugestimmt und seine Unterstützung zum Ausdruck gebracht.


Auch diese Übernahme muss natürlich diverse Hürden nehmen, allerdings dürften die internen und externen bzw. behördlichen Zustimmungen im Fall Rovio nicht ganz so problematisch sein wie bei Activision Blizzard und Microsoft. Die Beteiligten rechnen, dass das Geschäft bis Ende September dieses Jahres in trockenen Tüchern sein wird.

Sega will sich mobil stärken

Laut Sega soll Rovio - das natürlich in erster Linie für seine Angry Birds-Spiele bekannt ist - dem japanischen Unternehmen helfen, sein mobiles Portfolio zu erweitern. Umgekehrt sollen sich den Finnen dadurch neue Möglichkeiten bieten, sich anderen Plattformen zu öffnen: "Rovio möchte seine Plattform auch außerhalb der mobilen Spiele ausbauen, und Sega wird diesen Prozess aktiv mit seinen Fähigkeiten unterstützen."

Zusammenfassung
  • Sega Sammy Holdings übernimmt Rovio Entertainment für 706 Mio. Euro.
  • Rovio-Übernahme soll bis Ende September abgeschlossen sein.
  • Sega will mobiles Portfolio durch Rovio erweitern.
  • Rovio möchte sich anderen Plattformen öffnen.
  • Sega unterstützt Rovio bei diesem Prozess.

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