Sega dachte in den 1990ern, dass man Sonys PlayStation "killen" kann
Heutzutage ist Sega in erster Linie als Spiele-Publisher bekannt, bis zum Jahr 2001 war man allerdings auch als Hersteller von Konsolen-Hardware tätig. Einst sollte die Sega Saturn die Sony PlayStation schlagen und anfangs war der Optimismus auch groß. Das war ein gewaltiger Irrtum.
Sega war in den Anfangstagen der Konsolen eine absolute Größe des Geschäfts und befand sich mehr oder weniger auf Augenhöhe von Nintendo. Mitte der 1990er-Jahren kam allerdings eine weitere Konkurrenz-Konsole dazu, nämlich die erste PlayStation. Es ist an dieser Stelle kein großer Spoiler, wenn man feststellt, dass die neue Sony-Konsole die Gaming-Welt im Sturm erobern konnte.
Allerdings dachte Sega anfangs, dass die PlayStation auf dem Markt keine Chance hat. Das zeigen nun Dokumente, die im Zuge der Verhandlungen im Fall FTC gegen Microsoft an die Öffentlichkeit gelangt sind (via Kotaku). Denn in diesen ist nachzulesen, dass Sega überzeugt war, dass man Sonys PlayStation mit der Saturn "killen", also vom Markt fegen kann.
Kalinsky legte auch weiter nach: "Die Händler sagten, sie können die wahre Verkaufsrate nicht vergleichen, weil Saturn ausverkauft ist, bevor sie genau messen können. Unsere interaktiven Displays sind besser, und unsere Software-Displays und die Lagerhaltung sind weitaus besser."
Der Rest ist sicherlich Geschichte, denn in Wirklichkeit konnte die Sega Saturn nicht auf dem Markt Fuß fassen, während die erste PlayStation ein regelrechter Blockbuster war und das Fundament für die heutige Dominanz der Sony-Konsole legte. Sega veröffentlichte mit der Dreamcast später noch eine weitere Konsole, diese spielte aber kaum noch eine Rolle.
Siehe auch:
Allerdings dachte Sega anfangs, dass die PlayStation auf dem Markt keine Chance hat. Das zeigen nun Dokumente, die im Zuge der Verhandlungen im Fall FTC gegen Microsoft an die Öffentlichkeit gelangt sind (via Kotaku). Denn in diesen ist nachzulesen, dass Sega überzeugt war, dass man Sonys PlayStation mit der Saturn "killen", also vom Markt fegen kann.
"Wir machen Sony fertig"
In einer Mail des damaligen Sega of America-CEO Tom Kalinsky kann man nachlesen, wie optimistisch der japanische Traditionshersteller war: "Ich habe gerade zehn Läden in Tokio besucht (die meisten in Akihabara); jetzt sind Frühlingsferien, also sind die Menschenmassen von Teenagern/College-Kids riesig. Wir machen Sony fertig. In jedem Laden ist die Saturn-Hardware ausverkauft, und es gibt stapelweise PlayStation."Kalinsky legte auch weiter nach: "Die Händler sagten, sie können die wahre Verkaufsrate nicht vergleichen, weil Saturn ausverkauft ist, bevor sie genau messen können. Unsere interaktiven Displays sind besser, und unsere Software-Displays und die Lagerhaltung sind weitaus besser."
Der Rest ist sicherlich Geschichte, denn in Wirklichkeit konnte die Sega Saturn nicht auf dem Markt Fuß fassen, während die erste PlayStation ein regelrechter Blockbuster war und das Fundament für die heutige Dominanz der Sony-Konsole legte. Sega veröffentlichte mit der Dreamcast später noch eine weitere Konsole, diese spielte aber kaum noch eine Rolle.
Zusammenfassung
- Sega glaubte, die Saturn-Konsole könne die PlayStation "killen".
- Tom Kalinsky, CEO von Sega of America, war optimistisch.
- In Tokio seien die Saturn-Konsolen ausverkauft, so Kalinsky in einer Mail.
- Die Saturn konnte nicht Fuß fassen, die PlayStation wurde zum Blockbuster.
- Sega veröffentlichte noch die Dreamcast, aber die spielte keine Rolle.
Siehe auch:
- Sega: Kein Interesse an einer Übernahme durch Microsoft
- Jetzt fix: Sega kauft Angry Birds-Macher Rovio für 706 Millionen Euro
- Kurz vor Abschluss: Sega bietet Angry Birds-Machern 1 Mrd. Dollar
- Segas verschollener "erotischer Thriller" nach 25 Jahren aufgetaucht
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