Corona beendet eine Ära: Sega steigt endgültig aus Arcade-Geschäft aus

Nach über 50 Jahren geht - beschleunigt von der Corona-Krise - in der Gaming-Branche eine Ära zu Ende: Der japanische Spielekonzern Sega verkauft sein komplettes noch verbliebenes Geschäft mit Arcade-Automaten.
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Im Arcade-Bereich hatte Sega seine ersten großen Erfolge gefeiert. Der Geschäftsbereich war zuletzt in der Tochtergesellschaft Sega Entertainment angesiedelt. Bereits vor einiger Zeit hatte Sega einen ordentlichen Teil der Anteile an ein Unternehmen namens Genda verkauft, jetzt wurden auch die letzten verbliebenen Aktien noch übergeben, womit dieser Bereich vollständig den Besitzer gewechselt hat.

Hintergrund des Ausstiegs aus dem Arcade-Segment ist die schlichte Tatsache, dass die Umsätze in dem Segment seit vielen Jahren immer weiter zurückgehen. International rufen die klassischen Spieleautomaten ohnehin schon kaum noch Interesse hervor, da die Nutzer hier voll auf ihre eigenen Gaming-Systeme setzen, die spätestens durch den Siegeszug der Smartphones ohnehin jederzeit und überall verfügbar sind.

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Hoffnung ist weg

In Japan hatte die Tradition der Arcade-Hallen hingegen noch lange Bestand. Allerdings sorgten hier die Eindämmungsmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie zuletzt auch dafür, dass die Besucherzahlen deutlich zurückgingen. Angesichts dessen, dass sich die Entwicklung im letzten Jahr nicht besserte und aufgrund neuer Varianten bisher kein Ende der Pandemie absehbar ist, gab man bei Sega nun die Hoffnungen auf, noch einmal ordentlich Gewinne aus den verbliebenen Anteilen zu ziehen.

Sega war einer der ersten Anbieter von Arcade-Automaten überhaupt. Der erste große Erfolg war "Periscope". Das System wurde Ende der 1960er Jahre erstmals aufgestellt Bei diesem gab es noch kein Videospiel, das auf einem Bildschirm lief, stattdessen schaute der Nutzer durch ein Periskop und schoss Torpedos auf Schiffe, die am Horizont entlangliefen.

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