KI-generiertes Swatting: US-Behörden kämpfen mit Fake-Anruf-Lawine
So genanntes Swatting ist schon länger ein Problem, denn dabei werden Exekutivbehörden über Fake-Notrufe auf ahnungslose bzw. unschuldige Opfer gehetzt. Das ist nicht nur nervig, sondern auch gefährlich. Derartige Vorfälle nehmen auch nicht ab, ganz im Gegenteil.
Swatting kommt von der englischen Abkürzung SWAT und das steht für "Special Weapons and Tactics". So werden die Sondereinsatzeinheiten der Polizei bezeichnet, die mit schweren Waffen und sonstiger Ausrüstung für das Stürmen von Häusern und Verhaften besonders gefährlicher Straftäter ausgestattet sind. In den vergangenen Jahren ist - vor allem in Gamer- und Streaming-Kreisen - ein "Spaß"-Trend entstanden, über anonyme Anrufe Unwissenden solche Spezialeinheiten ins Haus zu schicken. Und das hat teilweise schon fatale Folgen gehabt.
Wie Motherboard berichtet, hat das Swatting auch nach Todesfällen die Menschen nicht zur Besinnung gebracht, im Gegenteil. Über einen Telegram-Kanal namens "Torswats" können automatisierte und per KI-Stimmen anonymisierte Notrufe in Auftrag gegeben werden.
Ein Swatter, der das zu einem zynischen Geschäft gemacht hat, setzt Anrufe mit Bombendrohungen und zu angeblichen Massenschießereien ab, mutmaßliche Tatorte sind zumeist High-Schools und andere öffentliche Einrichtungen.
Torswats verwendet synthetische bzw. KI-generierte Stimmen. Verhaftungen in Swatting-Fällen gibt es zwar immer wieder, der Telegram-Dienst ist und bleibt aber nach wie vor einsatzbereit. Der dafür Verantwortliche hat auf Telegram auch zahlreiche (mittlerweile gelöschte) Aufnahmen hochgeladen, die beweisen bzw. zeigen, wie diese Anrufe ablaufen. Dabei kann man hören, dass Torswats in der Lage ist, auf Rückfragen zu reagieren, sodass es schwer ist, den Fake-Anruf zu durchschauen.
Siehe auch:
Wie Motherboard berichtet, hat das Swatting auch nach Todesfällen die Menschen nicht zur Besinnung gebracht, im Gegenteil. Über einen Telegram-Kanal namens "Torswats" können automatisierte und per KI-Stimmen anonymisierte Notrufe in Auftrag gegeben werden.
Ein Swatter, der das zu einem zynischen Geschäft gemacht hat, setzt Anrufe mit Bombendrohungen und zu angeblichen Massenschießereien ab, mutmaßliche Tatorte sind zumeist High-Schools und andere öffentliche Einrichtungen.
Ab 50 Dollar pro Anruf
Die Swattings sind auch verhältnismäßig günstig zu haben: Für 75 Dollar bietet Torswats "Schulschließungen" an, wer 50 Dollar bezahlt, kann ein "extremes Swatting" kaufen, bei dem die Behörden das Opfer in Handschellen legen und das Haus durchsuchen werden. Wiederkehrende Kunden bekommen Rabatte, die Preise für das Swatting von "Prominenten und Twitch-Streamern" gibt es auf Anfrage.Torswats verwendet synthetische bzw. KI-generierte Stimmen. Verhaftungen in Swatting-Fällen gibt es zwar immer wieder, der Telegram-Dienst ist und bleibt aber nach wie vor einsatzbereit. Der dafür Verantwortliche hat auf Telegram auch zahlreiche (mittlerweile gelöschte) Aufnahmen hochgeladen, die beweisen bzw. zeigen, wie diese Anrufe ablaufen. Dabei kann man hören, dass Torswats in der Lage ist, auf Rückfragen zu reagieren, sodass es schwer ist, den Fake-Anruf zu durchschauen.
Siehe auch:
- Swatting: Junger Serien-Täter muss jetzt für Jahre ins Gefängnis
- FBI verhaftet Drahtzieher eines rechtsextremen "Swatting"-Ringes
- 16-Jähriger Fortnite-Weltmeister wurde natürlich direkt geswattet
- Swatting mit Todesfolge: Anrufer droht nun eine lebenslange Haftstrafe
- Dummer Swatting-Streit bei Call of Duty: Polizei erschießt Unbeteiligten
Zusammenfassung
- Swatting: Fake-Notrufe an Exekutivbehörden, um Opfer zu ärgern und zu gefährden.
- SWAT-Einheiten der Polizei mit schweren Waffen ausgestattet.
- Trend in Gamer- und Streaming-Kreisen, schon fatale Folgen gehabt.
- Telegram-Kanal "Torswats" bietet automatisierte Notrufe an.
- Swatting schon ab 75 Dollar, Rabatte für Wiederkehrer.
- KI-Stimmen, schwer, Fake-Anruf zu erkennen.
- Verhaftungen, aber Telegram-Dienst noch aktiv.
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