Kleines Datencenter heizt mit Abwärme öffentliches Schwimmbad
Server und Datencenter benötigen Strom und dabei entsteht viel Wärme. Diese Hardware muss gekühlt werden. Das verursacht teils enorme Kosten und es gibt immer wieder Bemühungen, dass eine Hand die andere wäscht. Im vorliegenden Fall spielt Wasser eine konkrete Rolle.
Server und Datencenter müssen gekühlt, öffentliche Schwimmbäder hingegen geheizt werden. Da liegt es regelrecht auf der Hand, beide zusammenzuführen. Und das hat ein britisches Unternehmen namens Deep Green auch tatsächlich getan. Denn wie die Fachseite Datacenter Dynamics berichtet, hat Deep Green ein 28-kW-System entwickelt, in dem ein High-Performance-Computing-Cluster (HPC) läuft.
Dabei handelt es sich aber nicht etwa um ein gesamtes Rechenzentrum, das System hat laut der BBC in etwa die Größe einer Waschmaschine. Das im Exmouth Leisure Centre in der Grafschaft Devon verbaute System besteht aus zwölf 12 Vier-CPU-Karten, diese werden zum KI-Training sowie Machine Learning eingesetzt, so Deep-Green-CEO Mark Bjornsgaard.
Mark Bjornsgaard von Deep Green
Funktionsweise der Kühlung
Die Stromkosten für den Serverbetrieb bezahlt Deep Green, die Wärme "spendet" man dem Schwimmbad. Laut dem Startup reduziere das den Gasverbrauch um 62 Prozent, damit können knapp 23.000 Euro pro Jahr sowie CO2-Emissionen von 25,8 Tonnen eingespart werden, heißt es.
Der für das Schwimmbad hauptverantwortliche Sean Day zieht ein überaus positives Zwischenfazit: "Die Partnerschaft hat uns wirklich geholfen, die Kosten zu senken, die in den letzten zwölf Monaten astronomisch waren - unsere Energie- und Gaspreise sind durch die Decke gegangen."
Siehe auch:
Dabei handelt es sich aber nicht etwa um ein gesamtes Rechenzentrum, das System hat laut der BBC in etwa die Größe einer Waschmaschine. Das im Exmouth Leisure Centre in der Grafschaft Devon verbaute System besteht aus zwölf 12 Vier-CPU-Karten, diese werden zum KI-Training sowie Machine Learning eingesetzt, so Deep-Green-CEO Mark Bjornsgaard.
Mark Bjornsgaard von Deep Green
Funktionsweise der Kühlung
Kühlen und heizen zugleich
In diesem System stecken von Deep Green selbst entwickelte Tauchkühlwannen. Diese arbeiten mit Öl, welches den Servern Wärme entzieht. Das Öl wird daraufhin durch einen Wärmetauscher geleitet, um den Pool zu heizen. Auf diese Weise gelingt es, das Schwimmbecken auf 30 Grad Celsius zu heizen, und zwar etwa 60 Prozent der Zeit.Die Stromkosten für den Serverbetrieb bezahlt Deep Green, die Wärme "spendet" man dem Schwimmbad. Laut dem Startup reduziere das den Gasverbrauch um 62 Prozent, damit können knapp 23.000 Euro pro Jahr sowie CO2-Emissionen von 25,8 Tonnen eingespart werden, heißt es.
Der für das Schwimmbad hauptverantwortliche Sean Day zieht ein überaus positives Zwischenfazit: "Die Partnerschaft hat uns wirklich geholfen, die Kosten zu senken, die in den letzten zwölf Monaten astronomisch waren - unsere Energie- und Gaspreise sind durch die Decke gegangen."
Zusammenfassung
- Deep Green entwickelt Serversystem mit 28 kW Leistung.
- Öl zieht Wärme aus Servern, Wärmetauscher heizt Schwimmbecken.
- Stromkosten für Serverbetrieb übernimmt Deep Green.
- Einsparung von 23.000 Euro pro Jahr, 25,8 Tonnen CO₂.
- Sean Day zieht positives Zwischenfazit.
- Server und Schwimmbad werden zusammengeführt.
Siehe auch:
- Erster schwimmender Windpark geht jetzt in Norwegen in Betrieb
- Frankreich: Finanzamt sucht per KI nach Pools in Hausgärten
- Tesla-Swimmingpool: Laden am Supercharger soll zum Erlebnis werden
- Wasserkugel: So sieht Apples einzigartiger "schwimmender" Store aus
- Microsoft zählt Fische, die am Unterwasser-Rechenzentrum schwimmen
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