Maßgeschneidert: Google entwickelt eigene Prozessoren für Datenserver
Google arbeitet derzeit an dem nächsten großen Schritt in seiner eigenen Prozessor-Entwicklung. Nach den Chips für die Pixel-Smartphone-Reihe sollen ab 2025 auch eigene Prozessoren für die Server in Googles Serverfarmen zur Verfügung stehen.
Den durchgesickerten Plänen zufolge will der Konzern dem Graviton-Serverprozessor von AWS Konkurrenz machen.
Das meldet das Online-Magazin The Information (Artikel hinter der Paywall).
Google hatte bereits im Jahr 2021 damit begonnen, seine eigenen "Google Tensor"-Prozessoren in die Pixel-Smartphone-Reihe einzubauen. Jetzt heißt es, dass das Unternehmen dasselbe für seine Datenserver-Hardware vorhat. Dem neuen Bericht zufolge soll Google daran arbeiten, ab dem Jahr 2025 maßgeschneiderte Server-Prozessoren einzusetzen.
Laut The Informationen ist der Schritt eine direkte Antwort auf die Entscheidung von Amazon, eigene Prozessoren für AWS zu entwickeln. Man hat sich die Graviton-Prozessoren von AWS zum Vorbild genommen und arbeitet an verschiedenen Designs für die Serverfarmen.
Beide werden Arm-basierte 5nm-Chips verwenden. Das ist auch schon alles, was man bisher zu den Projekten herausgefunden hat. Intel (Xeon) und AMD (Epyc) beäugen die Projekte sicherlich derzeit ganz besonders - schließlich könnte Google ihnen ein ordentliches Stück vom Servermarkt wegnehmen. Es wird erwartet, dass Googles eigene Serverchips langfristig enorme Auswirkungen auf Intel, AMD und andere unabhängige Chip-Hersteller haben.
Siehe auch:
Google hatte bereits im Jahr 2021 damit begonnen, seine eigenen "Google Tensor"-Prozessoren in die Pixel-Smartphone-Reihe einzubauen. Jetzt heißt es, dass das Unternehmen dasselbe für seine Datenserver-Hardware vorhat. Dem neuen Bericht zufolge soll Google daran arbeiten, ab dem Jahr 2025 maßgeschneiderte Server-Prozessoren einzusetzen.
Laut The Informationen ist der Schritt eine direkte Antwort auf die Entscheidung von Amazon, eigene Prozessoren für AWS zu entwickeln. Man hat sich die Graviton-Prozessoren von AWS zum Vorbild genommen und arbeitet an verschiedenen Designs für die Serverfarmen.
Codenamen Maple und Cypress
Amazon hat bereits im Jahr 2018 bestätigt, eigene Chips für die AWS-Serverhardware zubauen. In dem Bericht heißt es unter Berufung auf ungenannte Quellen, dass Google derzeit an zwei Serverchip-Designs arbeitet. Der eine hat den Codenamen Cypress und wurde komplett intern von Google Israel entwickelt. Der andere Chip, der auf einem Design von Marvell Technology basiert, trägt den Codenamen Maple. Projekt Cypress wird den Quellen zufolge bei Google als "Plan A"-Prozessor betrachtet, während der Maple-Chip als "Plan B"-Prozessor gilt.Beide werden Arm-basierte 5nm-Chips verwenden. Das ist auch schon alles, was man bisher zu den Projekten herausgefunden hat. Intel (Xeon) und AMD (Epyc) beäugen die Projekte sicherlich derzeit ganz besonders - schließlich könnte Google ihnen ein ordentliches Stück vom Servermarkt wegnehmen. Es wird erwartet, dass Googles eigene Serverchips langfristig enorme Auswirkungen auf Intel, AMD und andere unabhängige Chip-Hersteller haben.
Zusammenfassung
- Google entwickelt eigene Prozessoren für Serverfarmen ab 2025.
- Ziel ist es, die AWS Graviton-Prozessoren zu übertrumpfen.
- 2021 begann Google bereits mit "Google Tensor"-Prozessoren in Pixel-Smartphones.
- Google arbeitet an zwei Chip-Designs: Cypress (intern) & Maple (Marvell).
- Beide basieren auf Arm-5nm-Technologie.
- Intel & AMD beobachten Googles Projekte aufmerksam.
- Google könnte Marktanteile von Intel & AMD wegnehmen.
Siehe auch:
- AMD nimmt Intel jetzt ziemlich schnell Anteile bei Server-CPUs ab
- Intel stoppt CPU-Lieferung an drittgrößten Server-Hersteller der Welt
- Intel streicht Cooper Lake-Xeons - 2-CPU-Server sitzen auf alter Technik
- Intel-Engpässe noch ganz 2020: Server-Hersteller empfiehlt alte CPUs
- Huawei bringt Mainboard mit ARM Server-CPU für Desktop-PCs mit Linux
Thema:
Nadine DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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