TikTok: Trennung von chinesischer Mutter als letzte Option im Gespräch
Die Betreiber der Videoplattform TikTok sind inzwischen bereit, zum Äußersten zu gehen, um einen Weiterbetrieb in den westlichen Staaten zu gewährleisten. Eine Trennung von der chinesischen Muttergesellschaft wird jetzt offen besprochen.
Die Plattform gehört zum chinesischen Unternehmen ByteDance. Insbesondere in den USA, aber auch in verschiedenen europäischen Staaten, ist man nicht gerade darüber begeistert, dass ein chinesisches Unternehmen so Zugang zu umfassenden Daten über die sozialen Strukturen in ihrer Bevölkerung bekommt. Das wird teils als Sicherheitsrisiko eingestuft und in mehreren Ländern ist beispielsweise die Nutzung TikToks auf Dienst-Geräten von Staatsangestellten bereits untersagt.
Bereits seit geraumer Zeit versucht das TikTok-Management eine Lösung für dieses Problem zu finden - wie beispielsweise die Gründung eigener Landesgesellschaften, die dann auch verschiedene Daten lokal hosten. Dies gestaltet sich bei einem globalen Social Network allerdings schwierig. Als letzten Ausweg aus einer drohenden massiven Regulierung erwägt man daher nun eine Trennung TikToks von ByteDance, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.
In den USA läuft derweil die Prüfung durch das Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS) weiter. TikTok-Chef Shou Zi Chew soll nächste Woche vor dem US-Kongress erscheinen. Es geht hier immerhin um rund 100 Millionen Nutzer, die das Netzwerk in den USA versammeln konnte. TikTok und CFIUS verhandeln inzwischen seit mehr als zwei Jahren über die Anforderungen an die Datensicherheit. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben mehr als 1,5 Milliarden Dollar für strenge Datensicherheitsmaßnahmen ausgegeben und weist insbesondere Spionagevorwürfe zurück.
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Bereits seit geraumer Zeit versucht das TikTok-Management eine Lösung für dieses Problem zu finden - wie beispielsweise die Gründung eigener Landesgesellschaften, die dann auch verschiedene Daten lokal hosten. Dies gestaltet sich bei einem globalen Social Network allerdings schwierig. Als letzten Ausweg aus einer drohenden massiven Regulierung erwägt man daher nun eine Trennung TikToks von ByteDance, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.
Lange Verhandlungen
Wie das konkret aussehen könnte, ist noch unklar. Möglich wäre ein vollständiger Verkauf der Plattform, Sondierungen in diese Richtung sind bisher aber wenig erfolgreich gewesen. Alternativ wäre es auch denkbar, dass TikTok ausgegründet und als eigenes Unternehmen an die Börse gebracht wird.In den USA läuft derweil die Prüfung durch das Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS) weiter. TikTok-Chef Shou Zi Chew soll nächste Woche vor dem US-Kongress erscheinen. Es geht hier immerhin um rund 100 Millionen Nutzer, die das Netzwerk in den USA versammeln konnte. TikTok und CFIUS verhandeln inzwischen seit mehr als zwei Jahren über die Anforderungen an die Datensicherheit. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben mehr als 1,5 Milliarden Dollar für strenge Datensicherheitsmaßnahmen ausgegeben und weist insbesondere Spionagevorwürfe zurück.
Zusammenfassung
- TikTok bereit zur Trennung von ByteDance
- US-Staatsangestellte dürfen Plattform nicht nutzen
- Verkauf oder Ausgründung als Lösungsmöglichkeiten
- Prüfung durch US-Komitee & Verhandlungen über Datensicherheit
- TikTok weist Spionagevorwürfe zurück
- Investitionen in Datensicherheit > 1,5 Mrd. $
- 100 Mio. Nutzer in den USA
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