Einschlag auf dem Balkon:
Citizen-Science-Projekt jagt Meteoriten

Im Süden Italiens nahe der Stadt Matera war der Abendhimmel des 14. Februar von einem glühenden Feuerball rot erleuchtet. Für einige Beobachter am Boden war der Meteorit keine Überraschung. Nur, dass er direkt auf einen Balkon stürzen sollte, hätte wohl keiner gedacht.
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Vorausberechnet, beobachtet und dann auch gefunden

Es ist eine spannende Geschichte von der Jagd nach einem Meteoriten, über die das Prisma Netzwerk, Citizen-Science-Projekt aus Italien, in einem aktuellen Beitrag berichtet (Quelle italienisch). Unter nationaler Förderung finden sich in dem Projekt Astrologie-Begeisterte zusammen, um Beobachtungen zu koordinieren und so einen wissenschaftlichen Beitrag zu leisten. Über ganz Italien sind rund 60 Teleskope an der Initiative beteiligt. Jetzt konnte man den Fall eines Meteoriten im nördlichen Bereich von Matera voraussagen.
PRISMA/INAF: San Valentino-MeteoritFragmente des Meteoriten, ... PRISMA/INAF: San Valentino-Meteorit... der Einschlagkrater (PRISMA/INAF)
"Tatsächlich wurde am 14. Februar gegen sieben Uhr abends ein leuchtender Feuerball von zahlreichen Zeugen beobachtet", so die Bürger-Wissenschaftler in ihrer stolzen Meldung zur erfolgreichen Sichtung. Neben Augenzeugen waren dabei auch drei elektronische Augen des Netzwerks auf das Spektakel am Himmel über Apulien und Basilikata gerichtet. Das machte es wiederum möglich, das Streufeld der Absturzstelle deutlich zu begrenzen. Beim Aufprall auf den Boden war dabei aber nur noch ein winziger Teil der ursprünglichen Masse übrig. PRISMA/INAF: San Valentino-MeteoritDie bisher gefundenen Bruchstücke (PRISMA/INAF)

Interessante Fundstelle

Nach einer Meldung an lokale Medien und die Bevölkerung konnte einen Tag später dann erfolgreich ein Einschlagkrater der Überreste lokalisiert werden. Anwohner hatten am Abend zuvor auf ihrem Anwesen einen lauten Knall wahrgenommen. Wie sich herausstellte, war dieser vom Einschlag des Meteoriten auf dem Balkon verursacht worden. Die Mitglieder des Projekts konnten mehr als 70 Gramm in 12 Hauptfragmenten und Dutzende kleinerer Fragmente bergen. "Nach Berechnungen von Prisma fiel der Meteorit mit einer Geschwindigkeit von etwa 300 km/h senkrecht auf den Boden", so das Netzwerk. Einziger Schaden: eine zerbrochene Fliese.

Zusammenfassung
  • Meteorit stürzt in Süditalien auf Balkon.
  • Netzwerk koordiniert Sichtungen, lokalisiert Einschlagkrater.
  • Prisma Netzwerk aus Italien überwacht Himmel mit 60 Teleskopen.
  • Augenzeugen und Teleskope beobachten Ereignis.
  • Mehr als 70 Gramm geborgen.
  • Meteorit stürzt auf Boden, einziger Schaden ist eine zerbrochene Fließe.

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