Tetrataenit: Wundermaterial aus Meteoriten künstlich hergestellt

Ein sehr nützliches Material, das aber extrem selten ist, weil es auf der Erde nicht vorkommt und nur in abgestürzten Meteoriten zu finden ist - das hört sich zwar nach Science Fiction oder Superhelden-Comic an, entspricht aber der Realität - bis jetzt.
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Bei diesem fraglichen Material handelt es sich um Tetrataenit. Dieses kennt man bisher wirklich nur aus Meteoriten, da es eigentlich der besonderen Bedingungen im Weltraum bedarf, damit es mit seiner besonderen Struktur entsteht. Doch nun ist es zwei Wissenschaftlerteams - eines an der Northeastern University in Boston, das andere an der University of Cambridge im Vereinigten Königreich - gelungen, diesen Rohstoff künstlich herzustellen.

Die Bestandteile sind simpel: Tetrataenit ist im Kern eine Eins-zu-Eins-Legierung von Eisen und Nickel. Auf der Erde ist es allerdings nicht natürlich entstanden, da für den besonderen Kristallisationsprozess die Weltraum-Umgebung benötigt wird. In Asteroiden konnte sich die Verbindung in Jahrmillionen im Vakuum und bei sehr niedrigen Temperaturen bilden.


Starke Magnete

Bei Materialforschern steht das Material allerdings hoch im Kurs, da es ideal für die Herstellung hochwertiger Dauermagnete ist, die für zahlreiche technische Anwendungen benötigt werden. Wenn synthetisches Tetrataenit in industriellen Anwendungen funktioniert, könnte es grüne Energietechnologien noch einmal deutlich günstiger machen. Es könnte auch den Markt für Seltene Erden aufmischen, der derzeit von China beherrscht wird und der die bisherigen Rohstoffe für starke Magnete liefert.

Bis die Legierung aus dem Labor aber wirklich die Märkte aufmischen kann, wird noch einige Zeit vergehen. Denn auch wenn die Tests zeigen, dass es sich bei dem hergestellten Rohstoff wirklich um Tetrataenit handelt, so muss doch noch herausgefunden werden, ob die synthetische Variante auch wirklich so belastbar und funktional ist, wie das Original aus den Meteoriten.

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