Mars: Sonden messen großen Meteoriten-Einschlag über 3500 Kilometer

Gewaltige, unerwartete Ereignisse sind für Wissenschaftler wie Weihnachten - insbesondere, wenn sie auch noch am 24. Dezember stattfinden. Dies geschah letztes Jahr, als die InSight-Mission auf dem Mars plötzlich ein starkes Beben registrierte.
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Nun konnten die Forscher der US-Raumfahrtbehörde NASA ihre Erkenntnisse zum Auslöser des Ereignisses publizieren: Rund 3500 Kilometer von der Landefähre entfernt ist ein größerer Meteorit auf dem Planeten eingeschlagen. Eine Sonde, die mittlerweile seit 2006 um den Mars kreist und regelmäßig neue Bilder von der Oberfläche liefert, konnte inzwischen Fotos des Ortes zur Erde funken, an dem das Ereignis stattfand. Einschlagskrater auf dem MarsEreignis-Zone vor und nach dem Einschlag Im Vergleich zu früheren Aufnahmen, die der Mars Reconnaissance Orbiter angefertigt hatte, zeigte sich nun auf einmal ein großer neuer Krater. Die Auswertung der Daten beider Forschungssysteme lieferte Stoff für zwei Papers, die es ins renommierte Journal Science schafften - was wenig verwundert, immerhin handelt es sich um den größten Einschlag, der bisher von Forschern auf dem Mars verzeichnet wurde. Einschlagskrater auf dem MarsKrater mit gut sichtbaren Eisbrocken Besonders spannend ist dabei die Tatsache, dass der Einschlag einen ordentlichen Teil der Marskruste freilegte, den die Forscher selbst dann nicht hätten untersuchen können, wenn einer der Rover mit seinen Bohrern an der Stelle nachgeschaut hätte. Denn rund um den Krater lassen sich gut Eisbrocken erkennen. Nie zuvor wurde bisher ein solches Eisvorkommen so nahe am Äquator des Mars registriert.


Erde wäre sicher gewesen

"Das Bild des Einschlags war anders als alles, was ich bisher gesehen hatte, mit dem massiven Krater, dem freiliegenden Eis und der dramatischen Explosionszone, die im Marsstaub erhalten geblieben ist", sagte Liliya Posiolova, Leiterin des wissenschaftlichen Orbitalbetriebs für den Orbiter bei Malin Space Science Systems. "Ich konnte nicht umhin, mir vorzustellen, wie es gewesen sein muss, den Einschlag, die atmosphärische Explosion und die Trümmer, die kilometerweit geschleudert wurden, mitzuerleben."

Die Forscher schätzen die Größe des Meteoriten auf 5 bis 12 Meter. Das wäre bei uns zwar klein genug gewesen, damit das Objekt in der Erdatmosphäre verglüht wäre. Das gilt aber nicht für den Mars, dessen Atmosphäre sehr viel weniger dicht ist und die entsprechend wenig Reibungswiderstand bietet.

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