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Ende des Konto-Sharing: Netflix bereitet sich auf Nutzer-Exodus vor
Es ist kein Geheimnis, dass Netflix ein Konto-Sharing-Ende vorbereitet. Letzte Woche gab man dazu schon einen ersten Startschuss, denn über eine (wieder zurückgezogene) FAQ wurde bekannt, wie Konten künftig gehandhabt werden. Netflix bereitet sich also bereits darauf vor.
Vergangene Woche hat Netflix auf einer aktualisierten Seite in seinem FAQ-Bereich bekannt gegeben, wie man das Teilen von Konten künftig handhaben wird. Denn innerhalb eines Haushalts ist und bleibt das Teilen eines Kontos natürlich erlaubt, aber eben nur mit Familienmitgliedern und anderen Bewohnern einer Wohnung oder eines Hauses. Wie streng das gehandhabt wird, muss sich erst zeigen, aber es ist klar, dass das kommt.
Allerdings handelt es sich dabei auch um Anwender, die derzeit nicht (den vollen Preis) bezahlen. Es ist auch nicht klar, wie hoch die Umwandlungsrate zu zahlenden Abonnenten unter dem Strich sein wird. Denn zehn Prozent der Befragten gaben an, dass sie zu einem vollständigen Abo wechseln werden, zwölf Prozent werden auf ein Werbe-Abonnement wechseln. Netflix wird also Kunden gewinnen, aber es wird sicherlich auch jene geben, die (kollektiv) ganz abspringen.
Jefferies hat die Netflix-Seher auch befragt, warum sie ihr Konto aufgeben werden, wenn es dann so weit ist: 25 Prozent gaben an, dass sie sich ein eigenes Abo nicht leisten können, 31 Prozent meinten, dass ihnen Netflix nicht genug biete. 35 Prozent wollen hingegen auf einen anderen Streaming-Dienst ausweichen. Die meisten wollen als Alternative Amazon Prime (42 Prozent) wählen, Nummer 2 ist Hulu mit 35 Prozent, dahinter kommen Disney+ mit 26 Prozent und HBO mit 20 Prozent.
Siehe auch:
Viele wollen abspringen
Dazu hat die Investmentbank Jefferies Group zuletzt eine Umfrage durchgeführt und wie Yahoo Finance berichtet, zeichnet diese ein klares Bild, nämlich jenes, dass Netflix wohl sehr viele Seher verlieren wird. Denn 62 Prozent gaben an, dass sie bei einem Ende des Passwort-Sharings aufhören werden, Netflix zu nutzen.Allerdings handelt es sich dabei auch um Anwender, die derzeit nicht (den vollen Preis) bezahlen. Es ist auch nicht klar, wie hoch die Umwandlungsrate zu zahlenden Abonnenten unter dem Strich sein wird. Denn zehn Prozent der Befragten gaben an, dass sie zu einem vollständigen Abo wechseln werden, zwölf Prozent werden auf ein Werbe-Abonnement wechseln. Netflix wird also Kunden gewinnen, aber es wird sicherlich auch jene geben, die (kollektiv) ganz abspringen.
Jefferies hat die Netflix-Seher auch befragt, warum sie ihr Konto aufgeben werden, wenn es dann so weit ist: 25 Prozent gaben an, dass sie sich ein eigenes Abo nicht leisten können, 31 Prozent meinten, dass ihnen Netflix nicht genug biete. 35 Prozent wollen hingegen auf einen anderen Streaming-Dienst ausweichen. Die meisten wollen als Alternative Amazon Prime (42 Prozent) wählen, Nummer 2 ist Hulu mit 35 Prozent, dahinter kommen Disney+ mit 26 Prozent und HBO mit 20 Prozent.
Zusammenfassung
- Netflix bereitet ein Konto-Sharing-Ende vor.
- 62% der Befragten möchten aufhören, Netflix zu nutzen.
- 10% werden zu vollständigen Abonnenten, 12% zu Werbe-Abonnenten.
- 25% können sich ein eigenes Abo nicht leisten, 31% meinen, Netflix biete zu wenig.
- 35% möchten auf einen anderen Streaming-Dienst ausweichen.
- Amazon Prime ist die beliebteste Alternative (42%), gefolgt von Hulu (35%).
- Disney+ und HBO liegen mit 26% bzw. 20% weiter hinten.
Siehe auch:
- Neu auf Netflix: Das sind die neuen Filme & Serien im Februar 2023
- Netflix: Das Posten strenger Konto-Sharing-Regeln war ein "Versehen"
- Netflix für 12 Euro im Jahr: Entertainment-Konten sind Darknet-Ware
- Senf dazu: Netflix blamiert sich, nimmt Anti-Sharing-FAQ zurück
- Netflix erläutert per FAQ, wie man Konto-Sharing verhindern wird
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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