Saarland bekommt weltweit größte Fabrik für neue Siliziumkarbid-Chips
Die deutsche Industrie geht den nächsten Schritt hin zu einer stärkeren Unabhängigkeit von Asien, wenn es um Halbleiter-Komponenten geht. Im Saarland soll das weltweit größte Werk zur Produktion von Siliziumkarbid-Chips entstehen.
Als Standort wurde das Gelände des ehemaligen Kohlekraftwerks in Ensdorf ausgewählt. Gebaut und betrieben wird die Anlage durch das US-Unternehmen Wolfspeed. Dieses betreibt bereits mehrere Fertigungsanlagen dieser Art und bringt entsprechende Erfahrungen mit. Der Markt für Siliziumkarbid-Chips an sich ist allerdings insgesamt noch relativ klein.
Das soll sich aber bald spürbar ändern. Denn während das Material in der Elektronik bisher eher in Nischenbereichen zur Anwendung kam, soll ihm nun eine große Zukunft im Zeitalter der Elektromobilität beschieden sein. In elektronischen Bauteilen erweist sich Siliziumkarbid als deutlich widerstandsfähiger als viele andere Materialien und so wird es beispielsweise zunehmend interessant, wenn es darum geht, die starken Ströme aus einem E-Auto-Akku von Gleichstrom auf Wechselstrom umzuwandeln.
Wie der Bau des Werkes sich in der kommenden Zeit gestalten wird, ist noch nicht im Detail klar. Allerdings soll das Investitionsvolumen bei über zwei Milliarden Euro liegen. Einen ordentlichen Teil wird wohl auch die EU über ihr Subventions-Programm beitragen, mit dem Halbleiter-Unternehmen zur Ansiedlung in Europa gebracht werden sollen.
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Das soll sich aber bald spürbar ändern. Denn während das Material in der Elektronik bisher eher in Nischenbereichen zur Anwendung kam, soll ihm nun eine große Zukunft im Zeitalter der Elektromobilität beschieden sein. In elektronischen Bauteilen erweist sich Siliziumkarbid als deutlich widerstandsfähiger als viele andere Materialien und so wird es beispielsweise zunehmend interessant, wenn es darum geht, die starken Ströme aus einem E-Auto-Akku von Gleichstrom auf Wechselstrom umzuwandeln.
Autos im Blick
Insofern ist der Bau des neuen Werkes im Saarland, wo traditionell viel Zulieferindustrie für die Automobilbranche ansässig ist, auch auf genau diesen Markt optimiert. Von hier aus könnte man die Auto-Produktionszentren in Süddeutschland, im Ruhrgebiet und anderen Teilen Deutschlands auf wesentlich kürzeren Routen erreichen, als bei einer Verschiffung aus Asien. Und man wäre natürlich weniger anfällig gegen Störungen der globalen Handelswege.Wie der Bau des Werkes sich in der kommenden Zeit gestalten wird, ist noch nicht im Detail klar. Allerdings soll das Investitionsvolumen bei über zwei Milliarden Euro liegen. Einen ordentlichen Teil wird wohl auch die EU über ihr Subventions-Programm beitragen, mit dem Halbleiter-Unternehmen zur Ansiedlung in Europa gebracht werden sollen.
Zusammenfassung
- Wolfspeed baut im Saarland weltweit größtes Werk für Siliziumkarbid-Chips
- Wolfspeed bringt Erfahrungen in der Fertigung mit
- Material ist widerstandsfähiger als andere und interessant für E-Auto-Komponenten
- Werk wird optimiert auf den Auto-Markt in Deutschland.
- Investitionsvolumen über 2 Milliarden Euro, EU fördert mit Subventionen
- Ziel: Unabhängigkeit von Asien bei Halbleiter-Komponenten
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