Embargo gegen Huawei: US-Regierung will wohl komplett dicht machen
Die US-Regierung unter Präsident Joe Biden macht offenbar gegenüber dem chinesischen Elektronikkonzern und Netzwerkausrüster bald komplett dicht. Laut einem Medienbericht aus den USA werden jetzt gar keine Lizenzen für die Lieferung von US-Produkten an Huawei mehr erteilt.
Wie die Financial Times unter Berufung auf einige Personen aus dem Umfeld von US-Regierungsbehörden berichtet, hat das für die Sanktionen gegen Huawei verantwortliche US Commerce Department jüngst diverse amerikanische Firmen darüber informiert, dass künftig keine neuen Lizenzen für den Verkauf ihrer Produkte an Huawei mehr erhältlich sein werden.
Laut einem weiteren Bericht des US-Wirtschaftsdiensts Bloomberg ist allerdings noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Offenbar will die US-Regierung nun aber dafür sorgen, dass es jetzt ein praktisch vollständiges Embargo gegen Huawei gibt. Bisher war es US-Firmen wie den Chiplieferanten Qualcomm und Intel oder dem Softwarekonzern Microsoft zumindest in beschränktem Umfang möglich, ihre Produkte an Huawei zu liefern.
Mit der Verschärfung ihrer Gangart reagiert die US-Regierung offenbar auch auf Huaweis seit Jahren andauernde Versuche, sich durch eine Diversifizierung in andere Geschäftsbereiche neue Einnahmequellen zu erschließen. Der Konzern hatte vor ein paar Wochen merklich stolz verkündet, dass man die negativen Auswirkungen der seit 2019 geltenden Sanktionen mittlerweile hinter sich gelassen habe und wieder Gewinne einfährt.
Unter anderem hatte Huawei begonnen, verstärkt in Cloud-Computing und den Bau von Unterseekabeln zu investieren. Unterdessen vertreibt man weiterhin PCs, Notebooks, Server und auch Smartphones sowie verschiedene Netzwerkprodukte. Zumindest die genannten Elektronikprodukte dürfte der Konzern bald nicht mehr anbieten können, wenn wirklich keine Software-Lizenzen von Microsoft und anderen Anbietern oder Chips von Qualcomm, Intel oder AMD mehr ohne fragwürdige Umwege zu beschaffen sind.
Die einst von der US-Regierung unter Trump eingeführten Export-Beschränkungen bezüglich Huawei betreffen vor allem US-Firmen, aber werden durch diplomatischen Druck auch international durchgesetzt. Huawei befindet sich auf einer sogenannten "Entity List", auf der diverse Firmen stehen, an die US-amerikanische Firmen keine Technologien oder Produkte verkaufen dürfen, die unter Verwendung von US-Technologien entwickelt oder produziert werden - mit dem Wegfall der Lizenzen dürfte dies dann allumfassend gelten.
Siehe auch:
Laut einem weiteren Bericht des US-Wirtschaftsdiensts Bloomberg ist allerdings noch keine endgültige Entscheidung gefallen. Offenbar will die US-Regierung nun aber dafür sorgen, dass es jetzt ein praktisch vollständiges Embargo gegen Huawei gibt. Bisher war es US-Firmen wie den Chiplieferanten Qualcomm und Intel oder dem Softwarekonzern Microsoft zumindest in beschränktem Umfang möglich, ihre Produkte an Huawei zu liefern.
Ausnahmelizenzen waren möglich, solange es nicht um 5G ging
Sie mussten dafür eine Lizenz der US-Behörden beantragen, wobei in den meisten Fällen vor allem geprüft wurde, dass Huawei mit den Produkten keine Möglichkeit hat, 5G-Technologien in seinen Produkten zu nutzen. So konnte Qualcomm zum Beispiel auch seine neuesten Smartphone-Prozessoren weiterhin an Huawei liefern, doch wurden bei diesen Varianten stets die 5G-Mobilfunkfunktionen deaktiviert.Mit der Verschärfung ihrer Gangart reagiert die US-Regierung offenbar auch auf Huaweis seit Jahren andauernde Versuche, sich durch eine Diversifizierung in andere Geschäftsbereiche neue Einnahmequellen zu erschließen. Der Konzern hatte vor ein paar Wochen merklich stolz verkündet, dass man die negativen Auswirkungen der seit 2019 geltenden Sanktionen mittlerweile hinter sich gelassen habe und wieder Gewinne einfährt.
Unter anderem hatte Huawei begonnen, verstärkt in Cloud-Computing und den Bau von Unterseekabeln zu investieren. Unterdessen vertreibt man weiterhin PCs, Notebooks, Server und auch Smartphones sowie verschiedene Netzwerkprodukte. Zumindest die genannten Elektronikprodukte dürfte der Konzern bald nicht mehr anbieten können, wenn wirklich keine Software-Lizenzen von Microsoft und anderen Anbietern oder Chips von Qualcomm, Intel oder AMD mehr ohne fragwürdige Umwege zu beschaffen sind.
Die einst von der US-Regierung unter Trump eingeführten Export-Beschränkungen bezüglich Huawei betreffen vor allem US-Firmen, aber werden durch diplomatischen Druck auch international durchgesetzt. Huawei befindet sich auf einer sogenannten "Entity List", auf der diverse Firmen stehen, an die US-amerikanische Firmen keine Technologien oder Produkte verkaufen dürfen, die unter Verwendung von US-Technologien entwickelt oder produziert werden - mit dem Wegfall der Lizenzen dürfte dies dann allumfassend gelten.
Zusammenfassung
- US-Regierung unter Joe Biden verschärft Gangart gegenüber Huawei: keine Lizenzen mehr für US-Produkte.
- US-Firmen durften bisher Produkte an Huawei liefern, mit Einschränkungen.
- Huawei versucht, durch Diversifizierung neue Einnahmequellen zu erschließen.
- Export-Beschränkungen betreffen vor allem US-Firmen, aber werden international durchgesetzt.
- Huawei befindet sich auf einer "Entity List", an die US-Firmen keine Produkte mehr verkaufen dürfen.
- Wegfall der Lizenzen bedeutet Allumfassendheit der Export-Beschränkungen.
Siehe auch:
- Huawei erklärt Krise für beendet: US-Embargo erfolgreich abgefangen
- Trotz US-Embargo: Wiko bringt Huawei-Smartphone mit 5G-Support
- Patente: So verdient Huawei an den Smartphones von Samsung & Co mit
- US-Regierung investiert Milliarden in offene Huawei-Alternative
- USA heben Klage gegen Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou auf
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