Geheimpakt: Telekom und Huawei wollten US-Sanktionen umgehen
Huawei steht wegen seiner Verbindungen zum chinesischen Staat und Militär schon lange im Visier der Politik, zuletzt wurde die Luft für den Elektronikhersteller und Netzwerkausrüster auch immer dünner. Es gab und gibt Sanktionen, doch die sah die Telekom wohl nicht ganz so eng.
Die Deutsche Telekom ist als großer Telekommunikationskonzern und Netzbetreiber auf entsprechende Hardware angewiesen und früher war Huawei hier ein beliebter Geschäftspartner. Doch in den vergangenen Jahren hat der Westen den Druck auf das chinesische Unternehmen erhöht und seither ist es nicht oder nur eingeschränkt möglich, Komponenten von Huawei zu verwenden - zuletzt wurde sogar bekannt, dass die Bundesregierung Technik der Chinesen aus bereits verbauten 5G-Netzen entfernen lassen will.
Diese Entwicklung ist auch alles andere als neu, denn bereits Ende 2018 wurden Vorwürfe gegen Huawei bekannt, der Druck hat sich seither auch weiter erhöht. Das wusste man auch bei der Deutschen Telekom, doch offenbar sah der Bonner Konzern die Angelegenheit nicht ganz so eng bzw. stellte man das Geschäft über einen etwaigen Spionageverdacht.
Darin heißt es, dass es das Ziel sei, "ein potenzielles Versorgungsrisiko in Bezug auf Huawei-Produkte zu verhindern, die Komponenten aus den USA enthalten". Ersatzteile sollten deshalb "in europäischen Lagerhäusern von Huawei gelagert und verwaltet" werden, zudem sollen einzelne Huawei-Geräte auch "vorsorglich" an die Telekom ausgeliefert worden sein.
Dabei kann man sicherlich feststellen, dass eine solche Vorsichtsmaßnahme wirtschaftlich vermutlich sinnvoll war, angesichts der 30-prozentigen Beteiligung des Bundes an der Telekom, aber politisch mehr als problematisch gesehen werden kann.
Siehe auch:
Diese Entwicklung ist auch alles andere als neu, denn bereits Ende 2018 wurden Vorwürfe gegen Huawei bekannt, der Druck hat sich seither auch weiter erhöht. Das wusste man auch bei der Deutschen Telekom, doch offenbar sah der Bonner Konzern die Angelegenheit nicht ganz so eng bzw. stellte man das Geschäft über einen etwaigen Spionageverdacht.
Geheimer Pakt mit Huawei
Denn laut einem Bericht des Handelsblatts sollen Telekom und Huawei im Jahr 2019 einen Pakt geschlossen haben, dessen Ziel es war, die US-Sanktionen zu umgehen. Die Wirtschaftszeitung will hierzu auch konkrete Beweise haben, und zwar in Form eines unterschriebenen Vertrags.Darin heißt es, dass es das Ziel sei, "ein potenzielles Versorgungsrisiko in Bezug auf Huawei-Produkte zu verhindern, die Komponenten aus den USA enthalten". Ersatzteile sollten deshalb "in europäischen Lagerhäusern von Huawei gelagert und verwaltet" werden, zudem sollen einzelne Huawei-Geräte auch "vorsorglich" an die Telekom ausgeliefert worden sein.
Dabei kann man sicherlich feststellen, dass eine solche Vorsichtsmaßnahme wirtschaftlich vermutlich sinnvoll war, angesichts der 30-prozentigen Beteiligung des Bundes an der Telekom, aber politisch mehr als problematisch gesehen werden kann.
Zusammenfassung
- Huawei steht wegen Verbindungen zum chin. Staat und Militär im Visier der Politik.
- Telekom ist auf entsprechende Hardware angewiesen.
- Druck auf Huawei erhöht, Komponenten nicht oder nur eingeschränkt verwendbar.
- Telekom und Huawei haben Pakt geschlossen, um US-Sanktionen zu umgehen.
- Ersatzteile sollten in europ. Lagerhäusern gelagert werden.
- Vorsichtsmaßnahme wirtschaftlich sinnvoll, politisch aber problematisch.
Siehe auch:
- Bundesregierung will Huawei-Technik aus 5G-Netzen entfernen lassen
- Ex-Huawei-Tochter Honor will Apple jetzt auch in Deutschland angreifen
- Streit droht: Huawei verlangt von Xiaomi Geld für Smartphone-Patente
- Embargo gegen Huawei: US-Regierung will wohl komplett dicht machen
- Huawei erklärt Krise für beendet: US-Embargo erfolgreich abgefangen
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