Starlink: SpaceX will Astronomie mit neuen Maßnahmen weniger stören

Der Raumfahrt-Unternehmen SpaceX hat auf die Kritiken diverser Wissenschaftler an seinem Starlink-Netzwerk reagiert. Jetzt will man die Satelliten so umbauen, dass sie die astronomischen Beobachtungen deutlich weniger stören. Satelliten sind für empfindliche Teleskope immer wieder mal ein Problem, wenn sie mitten einer Aufnahme durchs Bild fliegen und dabei von der Sonne angestrahlt werden. Das ist allerdings ein begrenztes Problem, da die Orbits nicht übermäßig bevölkert waren. Vor dem Beginn des Starlink-Aufbaus kreisten etwas mehr als 2000 betriebsbereite Satelliten auf verschiedensten Umlaufbahnen um die Erde.

Starlink ändert die Situation aber grundlegend. Denn Ende 2022 hatte SpaceX bereits 3376 Starlink-Satelliten in relativ niedrigen Orbits platziert. Die Zahl soll sogar noch weit in den fünfstelligen Bereich hinein wachsen. Bereits jetzt sind dadurch Langzeitbelichtungen schwer geworden, ohne dass die Systeme durchs Bild fliegen und für fehlerhafte Daten sorgen.


Gemeinsam mit der NSF

SpaceX hatte anfangs bereits Maßnahmen ergriffen, um weniger Störungen zu verursachen. Nun will man noch weitergehen. Das Unternehmen arbeitet mit der National Science Foundation (NSF) der USA zusammen, um die Effekte zukünftig zu minimieren. Hierfür definierte man gemeinsam konkrete Maximalwerte für Lichtreflexionen und auch, dass SpaceX sein Netzwerk nicht mit der gesamten ursprünglich geplanten Zahl von Systemen betreiben wird.

Umgesetzt wird die erneute Abdunkelung in der nächsten Generation der Starlink-Satelliten. Diese sollen dann von der Erde aus mit bloßem Auge gar nicht mehr zu sehen sein. Auswirkungen auf optische Teleskope werden zwar nicht komplett beseitigt, aber deutlich verringert. SpaceX hat außerdem eingewilligt, den Funk der Satelliten kurzzeitig zu unterbrechen, wenn sie Radioteleskope überfliegen.

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