Daten ohne Genehmigung ausgewertet:
Apple muss Strafe zahlen
Apple wirbt damit, dass die Privatsphäre der Nutzer eine besondere Beachtung erfährt. Allerdings hält dies das Unternehmen nicht immer davor zurück, fahrlässig mit Daten umzugehen. Das führte nun dazu, dass der Konzern zu einer Strafzahlung verdonnert wurde.
Verhängt wurde das Bußgeld von der französischen Datenschutzbehörde CNIL. Diese sah es nach Ermittlungen als erwiesen an, dass Apple Daten von iPhone-Besitzern für gezielte Werbung gesammelt hat, ohne die entsprechende Zustimmung einzuholen. Der Umfang der Strafe bleibt mit einem Betrag von 8 Millionen Euro allerdings in einem vergleichsweise kleinen Rahmen.
Apple musste bisher deutlich weniger Sanktionen aufgrund von Verstößen gegen Datenschutzgesetze hinnehmen, als die Konkurrenz. Das liegt durchaus daran, dass das Geschäftsmodell weniger auf der Auswertung von Informationen über die Nutzer beruht. Beim Android-Betreiber Google etwa besteht die zentrale Einnahme-Säule in der Verwertung von Nutzerdaten zur Optimierung von Werbeschaltungen.
In dem konkreten Fall hatte es der Konzern versäumt, "die Zustimmung der französischen iPhone-Nutzer (Version iOS 14.6) einzuholen, bevor er Identifikatoren für Werbezwecke auf ihren Endgeräten auswertete", so die CNIL. Apple hingegen will die Strafe nicht akzeptieren. "Wir sind enttäuscht über diese Entscheidung, da die CNIL zuvor anerkannt hat, dass die Art und Weise, wie wir Suchanzeigen im App Store schalten, die Privatsphäre der Nutzer in den Vordergrund stellt, und wir werden in Berufung gehen", sagte ein Sprecher. "Apple Search Ads geht weiter als jede andere uns bekannte digitale Werbeplattform, indem es den Nutzern eine klare Wahlmöglichkeit bietet, ob sie personalisierte Werbung wünschen oder nicht."
Siehe auch:
Apple musste bisher deutlich weniger Sanktionen aufgrund von Verstößen gegen Datenschutzgesetze hinnehmen, als die Konkurrenz. Das liegt durchaus daran, dass das Geschäftsmodell weniger auf der Auswertung von Informationen über die Nutzer beruht. Beim Android-Betreiber Google etwa besteht die zentrale Einnahme-Säule in der Verwertung von Nutzerdaten zur Optimierung von Werbeschaltungen.
Werbung verspricht anderes
Das wird von Apple auch offensiv genutzt. Der Konzern macht den Datenschutz zu einem Verkaufsargument für seine Geräte und wirbt mit dem Slogan "Privacy. That's iPhone." auf mehrere Meter hohen Plakatwänden in der ganzen Welt. Die in Frankreich verhängte Geldstrafe ist jedoch der jüngste Beleg dafür, dass Apple letztlich auch nicht immer der große Hüter der Privatsphäre ist, als das sich das Unternehmen gern präsentiert.In dem konkreten Fall hatte es der Konzern versäumt, "die Zustimmung der französischen iPhone-Nutzer (Version iOS 14.6) einzuholen, bevor er Identifikatoren für Werbezwecke auf ihren Endgeräten auswertete", so die CNIL. Apple hingegen will die Strafe nicht akzeptieren. "Wir sind enttäuscht über diese Entscheidung, da die CNIL zuvor anerkannt hat, dass die Art und Weise, wie wir Suchanzeigen im App Store schalten, die Privatsphäre der Nutzer in den Vordergrund stellt, und wir werden in Berufung gehen", sagte ein Sprecher. "Apple Search Ads geht weiter als jede andere uns bekannte digitale Werbeplattform, indem es den Nutzern eine klare Wahlmöglichkeit bietet, ob sie personalisierte Werbung wünschen oder nicht."
Zusammenfassung
- Apple wurde in Frankreich wegen Datenschutzverstößen verurteilt.
- Die französische Datenschutzbehörde verhängte ein Bußgeld von 8 Millionen Euro.
- Apple hatte ohne Nutzerzustimmung Daten für gezielte Werbung gesammelt.
- Apple wirbt mit Datenschutz als Verkaufsargument. Slogan: "Privacy. That's iPhone."
- Apple geht in Berufung und argumentiert, dass es Nutzern eine Wahlmöglichkeit bei personalisierter Werbung bietet.
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