0% Umsatzsteuer: Seit 1.1. ist private Photovoltaik deutlich günstiger

Seit dem Jahresanfang soll die Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen durch eine Steueranpassung günstiger werden. Nach dem 1.1.2023 wird ein Umsatzsteuersatz von 0 Prozent berechnet. Im Detail ist die Regelung aber durchaus nicht unkompliziert.
Material, Solarzelle, Rohstoff, Silizium, Mineral

Der neue Kniff mit privaten PV-Anlagen: 0 Prozent Umsatzsteuer

Am 2. Dezember 2022 hatte der Bundestag das Jahressteuergesetz 2022 beschlossen, am 16. Dezember erfolgte die Zustimmung durch den Bundesrat. Wie das Bundesfinanzministerium betont, enthält das Gesetz auch eine Anpassung am Umsatzsteuerrecht, die sich positiv auf den Ausbau von privaten Photovoltaikanlagen auswirken soll. Für diesen Bereich gilt: Ab dem 1. Januar 2023 fällt keine Umsatzsteuer mehr an, wenn solche Anlagen "in der Nähe eines Wohngebäudes installiert werden". Steuertechnisch gilt dann ein neu eingeführter Nullsteuersatz.


Im Detail gilt die Anpassung für alle Bestandteilen einer PV-Anlage, das Ministerium nennt hier als Beispiele Photovoltaikmodule, Wechselrichter und Batteriespeicher. Beim Kauf ohne Installation ist für die Berechnung des neuen Steuersatzes die vollständige Lieferung entscheidend, wird die Anlage durch den Verkäufer auch installiert, wird der Tag der vollständigen Installation angesetzt. Rückwirkende Anpassungen für Bestandsanlagen sind nicht vorgesehen, allerdings fallen etwaige Erweiterungen nach dem 1. Januar 2023 wieder unter den Nullsteuersatz. Für Garantie- und Wartungsverträge und Arbeiten verbleibt die Steuer bei 19 Prozent, werden allerdings defekte Teile ausgetauscht und installiert, gilt wieder null Prozent Umsatzsteuer. Infografik Solarenergie: Photovoltaik wieder im AufwärtstrendSolarenergie: Photovoltaik wieder im Aufwärtstrend
Das Gesetz schlüsselt außerdem weitere Teilbereiche auf. Die reine Miete von PV-Anlagen wird nicht begünstigt, bei Leasing- oder Mietkaufverträgen sind die vertraglichen Vereinbarungen zwischen den Vertragsparteien entscheidend. Ob durch einen automatischen Übergang oder ein Optionsrecht nach Ablauf der Laufzeit: Geht die Anlage letztendlich an den Nutzer über, gilt für den gesamten Vertrag der Nullsteuersatz. Zudem: Auch bei Balkonkraftwerken fällt keine Umsatzsteuer mehr an, mobile Solarmodule sind aber ausdrücklich nicht steuerlich begünstigt.

Die Händler dürfen entscheiden

Der Gesetzgeber versäumt es, die Weitergabe der Umsatzsteuerersparnis für Händler festzuschreiben. "Die Händler und Handwerker sollen die niedrigere Umsatzsteuer grundsätzlich an die Kundinnen und Kunden weitergeben, sodass Photovoltaikanlagen billiger werden. Die Unternehmen sind hierzu jedoch nicht verpflichtet", so das Bundesfinanzministerium im FAQ zur Steueranpassung für Photovoltaikanlagen.

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