Laufender Angriff auf die IT:
Potsdam geht erneut komplett offline
Die brandenburgische Landeshauptstadt Potsdam hat sich selbst vom Internet abgekoppelt. Der Grund dafür liegt in Hinweisen darauf, dass die IT-Infrastruktur der Verwaltung aktuell angegriffen wird, teilte die Stadt mit.
"Wir haben uns entschieden, aus Sicherheitsgründen unsere Systeme offline zu stellen. Wir haben Hinweise auf eine Cyberattacke und arbeiten eng mit dem Land und Sicherheitsbehörden zusammen", sagte Oberbürgermeister Mike Schubert. "Wir sehen uns gezwungen, sie bei allen Anliegen, die die Bürgerserviceeinrichtungen betreffen, um Geduld zu bitten."
Denn die Arbeit der kommunalen Behörden ist durch die fehlenden digitalen Anbindungen derzeit stark eingeschränkt. Das beschränkt sich nicht nur darauf, dass beispielsweise keine E-Mails bearbeitet werden können. Auch sämtliche Verfahrenssoftware kann aktuell nur eingeschränkt genutzt werden. Insbesondere Anträge von Personalausweisen und Reisepässen bzw. An- und Ummeldungen sind derzeit nicht möglich. Allerdings sind die Verwaltungen weiterhin telefonisch erreichbar.
Vor zwei Jahren war die Verwaltung der Landeshauptstadt schon einmal mit einem Angriff auf ihre IT-Infrastruktur konfrontiert. Damals drangen die Täter über eine Sicherheitslücke in einem Netzwerk-System von Citrix in die Systeme ein. Auch damals hatte man sich entschieden, alle Systeme vorsichtshalber herunterzufahren. Allerdings dauerte es dann viele Monate, bis alle digitalen Dienste der Stadt wieder uneingeschränkt zur Verfügung standen.
Siehe auch: Ungepatchte Citrix-Lücke: Stadt Potsdam vielleicht "für Wochen" offline
Denn die Arbeit der kommunalen Behörden ist durch die fehlenden digitalen Anbindungen derzeit stark eingeschränkt. Das beschränkt sich nicht nur darauf, dass beispielsweise keine E-Mails bearbeitet werden können. Auch sämtliche Verfahrenssoftware kann aktuell nur eingeschränkt genutzt werden. Insbesondere Anträge von Personalausweisen und Reisepässen bzw. An- und Ummeldungen sind derzeit nicht möglich. Allerdings sind die Verwaltungen weiterhin telefonisch erreichbar.
Man hat Erfahrung
Welcher Natur der Angriff genau ist, teilte man bisher nicht mit. Allerdings scheint es sich nicht um eine Ransomware-Infektion oder Ähnliches zu handeln. Denn in einem solchen Fall wäre das Vorgehen wahrscheinlich auf andere Art organisiert - immerhin ist die Potsdamer Stadtverwaltung nicht ganz unerfahren mit solchen Vorfällen und dürfte entsprechende Prozesse vorhalten.Vor zwei Jahren war die Verwaltung der Landeshauptstadt schon einmal mit einem Angriff auf ihre IT-Infrastruktur konfrontiert. Damals drangen die Täter über eine Sicherheitslücke in einem Netzwerk-System von Citrix in die Systeme ein. Auch damals hatte man sich entschieden, alle Systeme vorsichtshalber herunterzufahren. Allerdings dauerte es dann viele Monate, bis alle digitalen Dienste der Stadt wieder uneingeschränkt zur Verfügung standen.
Siehe auch: Ungepatchte Citrix-Lücke: Stadt Potsdam vielleicht "für Wochen" offline
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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