EarSpy: Android kann über Bewegungssensoren belauscht werden
Findige Wissenschaftler entwickeln immer wieder interessante Methoden der Überwachung und Spionage. Jetzt hat ein Team einen Weg entdeckt, ohne Aktivierung des Mikrofons Android-Nutzer belauschen zu können. Dafür greifen sie auf Bewegungssensoren zu.
Die Forscher nutzen dabei die Vibrationen, die vom Ohrlautsprecher verursacht werden, um Gespräche zu belauschen. Die logische Schlussfolgerung: Dieser Angriffsweg ist auf modernen Smartphones, die im Vergleich zu Modellen von vor einigen Jahren oft leistungsstärkere Stereolautsprecher mitbringen, deutlich effektiver. Der zweite Vorteil: Moderne Geräte bringen auch deutlich empfindlichere Bewegungssensoren und Gyroskope mit, die auch noch kleinste Resonanzen der Lautsprecher abbilden.
Ohrlautsprecher des OnePlus 3T und OnePlus 7T sowie OnePlus 7T Lautsprecher
Dieser große Unterschied zeigt sich dann unter anderem beim Vergleich zwischen den Modellen OnePlus 3T von 2016 und OnePlus 7T von 2019. Während das alte Modell kaum für EarSpy verarbeitbare Daten liefert, produziert das neuere Gerät eine Fülle an auslesbaren Informationen.
Ein Weg, auf dem man Gespräche vollständig belauschen kann, haben die Forscher damit aber noch nicht entwickelt. Beim OnePlus 7T lag die Quote der Spracherkennung zwischen 51,8 % und 56,4 %. Die Forscher haben aber trotzdem einen einfachen Vorschlag für Hersteller, zukünftige Geräte hier doch schlauer zu konstruieren und die Bewegungssensoren so zu platzieren, dass die von innen kommenden Vibrationen sie möglichst wenig erreichen.
Ein Android-Gerät belauschen geht auch über die Bewegungssensoren
Auf welchen Wegen sind Smartphones angreifbar? Ein akademisches Projekt von Forschern aus fünf amerikanischen Universitäten (Texas A&M University, New Jersey Institute of Technology, Temple University, University of Dayton und Rutgers University) hat sich jetzt dieser Frage aus einer neuen Richtung genähert. Mit EarSpy haben sie eine Attacke entwickelt, die auf Android-Geräten bei Telefonaten aus Bewegungssensordaten Rückschlüsse auf das Gesprochene und die Identität der Gesprächsteilnehmer erlaubt.Die Forscher nutzen dabei die Vibrationen, die vom Ohrlautsprecher verursacht werden, um Gespräche zu belauschen. Die logische Schlussfolgerung: Dieser Angriffsweg ist auf modernen Smartphones, die im Vergleich zu Modellen von vor einigen Jahren oft leistungsstärkere Stereolautsprecher mitbringen, deutlich effektiver. Der zweite Vorteil: Moderne Geräte bringen auch deutlich empfindlichere Bewegungssensoren und Gyroskope mit, die auch noch kleinste Resonanzen der Lautsprecher abbilden.
Ohrlautsprecher des OnePlus 3T und OnePlus 7T sowie OnePlus 7T Lautsprecher
Dieser große Unterschied zeigt sich dann unter anderem beim Vergleich zwischen den Modellen OnePlus 3T von 2016 und OnePlus 7T von 2019. Während das alte Modell kaum für EarSpy verarbeitbare Daten liefert, produziert das neuere Gerät eine Fülle an auslesbaren Informationen.
Algorithmus lernt zu hören
Um die Bewegungssensordaten während eines immer gleichen simulierten Anrufs auszulesen, nutzte das Team die Drittanbieter-App "Physics Toolbox Sensor Suite". Dann wurde ein Algorithmus darauf trainiert, aus diesen Datensätzen Rückschlüsse auf Sprachinhalte, Identität und Geschlecht des Anrufers zu schließen. Die Ergebnisse bezeichnen der Forscher als "vielversprechenden Ansatz", so Bleepingcomputer.Ein Weg, auf dem man Gespräche vollständig belauschen kann, haben die Forscher damit aber noch nicht entwickelt. Beim OnePlus 7T lag die Quote der Spracherkennung zwischen 51,8 % und 56,4 %. Die Forscher haben aber trotzdem einen einfachen Vorschlag für Hersteller, zukünftige Geräte hier doch schlauer zu konstruieren und die Bewegungssensoren so zu platzieren, dass die von innen kommenden Vibrationen sie möglichst wenig erreichen.
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