John Carmack verlässt Meta und schimpft über die Facebook-Mutter

id Software-Legende John Carmack hat den Doom-Entwickler vor rund einem Jahrzehnt verlassen, um sich voll auf das Thema Virtual Reality und Oculus zu konzentrieren. So kam er auch zu Facebook bzw. Meta, doch zuletzt war er dort immer unzufriedener und zog nun Konsequenzen.
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Oculus
Carmack war zuletzt als Consulting CTO für VR tätig, also als eine Art beratender Technikchef für Oculus und Virtual Reality. Doch in den vergangenen Monaten wurde immer deutlicher, dass er mit dem Kurs von Meta nicht einverstanden ist. Mitte Oktober hat er Meta auf offener Bühne kritisiert und meinte, dass der Hochpreis-Weg von Quest Pro der falsche Weg sei und sich Meta auf "kostengünstige Massenmarkt-Headsets" konzentrieren sollte.

Das Ganze hat sich intern auch nicht geklärt, im Gegenteil: Carmack ist von seiner Rolle als Consulting CTO zurückgetreten und hat angekündigt, dass er sich ab sofort voll auf sein KI-Startup Keen Technologies konzentrieren wird. In einem Beitrag auf Facebook erläutert er die Gründe für seinen Abgang und der Doom- und Quake-Co-Vater spart dabei auch nicht mit Kritik an Meta.


Er beendet damit nun jedenfalls "mein Jahrzehnt in VR" und schreibt, dass Quest 2 fast exakt das ist, was er hier von Anfang an sehen wollte: "mobile Hardware, Inside-Out-Tracking, optionales PC-Streaming, 4k-Bildschirm und kostengünstig."

Ineffizienz war Hauptproblem

In Bezug auf die Software ist er weitaus weniger glücklich, Carmack meint aber dennoch, dass viele Menschen einen Mehrwert durch VR bekommen. Sein Problem sei aber Ineffizienz, schreibt Carmack: "Wir haben eine lächerliche Anzahl an Mitarbeitern und Ressourcen, aber wir sabotieren uns ständig selbst und vergeuden unsere Kräfte."

"Es war für mich ein Kampf. Ich habe hier eine Stimme auf höchster Ebene, also sollte ich in der Lage sein, Dinge zu bewegen, aber ich bin offensichtlich nicht überzeugend genug", schreibt Carmack weiter. "Ein guter Teil der Dinge, über die ich mich beschwere, wendet sich nach ein oder zwei Jahren zu meinen Gunsten, wenn sich die Beweise häufen, aber ich war noch nie in der Lage, dumme Dinge auszuschalten, bevor sie Schaden anrichten, oder eine Richtung vorzugeben und ein Team dazu zu bringen, sich tatsächlich daranzuhalten."

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