San Francisco erlaubt Robocops:
Roboter dürfen bewaffnet werden
Roboter sind praktisch: Sie saugen zu Hause den Boden, bauen in Fabriken Autos und durchsieben Verbrecher mit Kugeln. Moment, ist letzteres nicht ein Film? Ja, liebe Leser*innen, richtig. Noch jedenfalls, denn in San Francisco darf die Polizei nun tatsächlich Roboter bewaffnen.
Wir spielen hier natürlich auf den Science-Fiction-Klassiker Robocop an: 1987 hat Paul Verhoeven ein dystopisches Zukunftsszenario gezeigt, in dem ein getöteter Polizist als Cyborg ein zweites Leben bekommt und im Detroit der Zukunft für Recht und Ordnung sorgt - mit ziemlich brutalen Methoden.
Im San Francisco Police Department (SFPD) sitzen offenbar zahlreiche Fans des Filmes (die den Streifen nicht zu Ende gesehen haben). Denn vor einigen Tagen sorgte ein Vorschlag der Polizei in San Francisco für viel Aufsehen: Denn die Exekutive in der Westküstenmetropole wollte von der Stadtverwaltung das Recht erlangen, dass Roboter im Notfall auch auf tödliche Gewalt setzen dürfen. Und diesem Wunsch wurde nun tatsächlich entsprochen.
Wie die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) berichtet, wurde dem Antrag des SFPD nun stattgegeben, mit einer Mehrheit von acht zu drei stimmte das zuständige Gremium für den Vorschlag. Von Bürgerrechtsorganisationen gab es dafür viel Kritik, denn Gegner fürchten, dass das zu einer weiteren Militarisierung der Polizei führen werde, die bereits zu aggressiv mit armen und Minderheitengemeinschaften umgeht.
Die Befürworter der Maßnahme im Gremium verwiesen vor allem auf die Rahmenbedingungen: Supervisor Connie Cha sagte etwa, dass sie die Bedenken zwar absolut nachvollziehen könne, aber nach "Recht des Bundesstaates sind wir verpflichtet, die Verwendung dieser Geräte zu genehmigen. Hier sind wir nun also, und es ist definitiv keine einfache Diskussion."
Siehe auch:
Im San Francisco Police Department (SFPD) sitzen offenbar zahlreiche Fans des Filmes (die den Streifen nicht zu Ende gesehen haben). Denn vor einigen Tagen sorgte ein Vorschlag der Polizei in San Francisco für viel Aufsehen: Denn die Exekutive in der Westküstenmetropole wollte von der Stadtverwaltung das Recht erlangen, dass Roboter im Notfall auch auf tödliche Gewalt setzen dürfen. Und diesem Wunsch wurde nun tatsächlich entsprochen.
Wie die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) berichtet, wurde dem Antrag des SFPD nun stattgegeben, mit einer Mehrheit von acht zu drei stimmte das zuständige Gremium für den Vorschlag. Von Bürgerrechtsorganisationen gab es dafür viel Kritik, denn Gegner fürchten, dass das zu einer weiteren Militarisierung der Polizei führen werde, die bereits zu aggressiv mit armen und Minderheitengemeinschaften umgeht.
Die Befürworter der Maßnahme im Gremium verwiesen vor allem auf die Rahmenbedingungen: Supervisor Connie Cha sagte etwa, dass sie die Bedenken zwar absolut nachvollziehen könne, aber nach "Recht des Bundesstaates sind wir verpflichtet, die Verwendung dieser Geräte zu genehmigen. Hier sind wir nun also, und es ist definitiv keine einfache Diskussion."
Nur unter "extremen Umständen"
Die Polizei verweist indes auf den Umstand, dass man derzeit weder bewaffnete Roboter habe noch eine Bewaffnung plane. Man wolle sich aber das Recht vorbehalten, "mit Sprengladungen ausgestattete Roboter einzusetzen, 'um gewalttätige, bewaffnete oder gefährliche Verdächtige zu kontaktieren, außer Gefecht zu setzen oder zu desorientieren', wenn Leben auf dem Spiel stehen", so eine SFPD-Sprecherin. "Derart ausgerüstete Roboter würden nur unter extremen Umständen eingesetzt werden, um weitere unschuldige Menschenleben zu retten oder zu verhindern."Siehe auch:
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Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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