Krise bei Facebook & Co.:
Meta entlässt 11.000 Mitarbeiter (Update)
Meta, die Mutter von Social-Media-Diensten wie Facebook und Instagram, kämpft seit einer ganzen Weile mit großen Problemen. Die Aktie kennt seit Wochen nur eine Richtung, nämlich nach unten. Nun reagiert das Unternehmen von Mark Zuckerberg, und zwar mit Massenentlassungen.
Vor einigen Jahren gingen die meisten Experten davon aus, dass Facebook nahezu unverwüstlich ist. Doch die Annahme, dass ein Netzwerk "zu groß zum Scheitern" sein könnte, erweist sich als falsch. Denn dieser Tage steckt Meta in einer Krise, die ihresgleichen sucht. Viele Börsianer haben Meta bereits regelrecht aufgegeben. Werden diese nach ihrer Einschätzung zu Meta gefragt, fallen unter anderem Begriffe wie "Vollkatastrophe".
Diese Woche zieht Meta die Konsequenzen, denn man will offenbar eine signifikante Anzahl an Mitarbeitern vor die Tür setzen. Das berichtet das Wall Street Journal (WSJ) unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen. Die Zeitung spricht von "vielen tausenden" Angestellten, die entlassen werden sollen.
Die entsprechende Bekanntgabe soll es bereits am Mittwoch geben. Meta hat derzeit rund 87.000 Angestellte, laut den Gerüchten soll der Stellenabbau noch größer ausfallen als bei Twitter am vergangenen Freitag. Elon Musk, der neue Chef des Kurznachrichtendienstes, hat Ende der Vorwoche die Entlassung von etwa der Hälfte der rund 7500 Mitarbeiter veranlasst.
Sollte es tatsächlich so weit kommen, wäre das die erste große Restrukturierung von Meta in seiner Geschichte. Das Unternehmen wollte sich dazu nicht äußern, sondern verwies gegenüber Engadget auf jüngste Aussagen von Mark Zuckerberg. Dieser sagte im Rahmen der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des dritten Quartals: "Im Jahr 2023 werden wir unsere Investitionen auf eine kleine Anzahl von Wachstumsbereichen mit hoher Priorität konzentrieren. Das bedeutet, dass einige Teams deutlich wachsen werden, aber die meisten anderen Teams werden im nächsten Jahr stagnieren oder schrumpfen."
Update 9. November 2022: Meta hat die Entlassungen heute bestätigt und auch die genaue Zahl bekannt gegeben. In einer Nachricht an die Belegschaft schreibt Mark Zuckerberg, dass rund 13 Prozent aller Mitarbeiter gehen müssen, das sind mehr als 11.000 Menschen. "Ich möchte die Verantwortung für diese Entscheidungen übernehmen und dafür, wie es dazu gekommen ist. Ich weiß, dass dies für alle schwierig ist, und es tut mir besonders für die Betroffenen leid", schreibt Zuckerberg.
Als Grund nennt der Gründer und CEO ein zu schnelles Wachstum während der Pandemie. Der Corona-bedingte Boom einiger Online-Geschäftsfelder sei aber nicht von Dauer gewesen: "Der Online-Handel ist nicht nur zu früheren Trends zurückgekehrt, sondern der makroökonomische Abschwung, der verschärfte Wettbewerb und der Verlust von Anzeigensignalen haben dazu geführt, dass unsere Einnahmen weitaus geringer ausgefallen sind, als ich erwartet hatte."
Als Grund nennt der Gründer und CEO ein zu schnelles Wachstum während der Pandemie. Der Corona-bedingte Boom einiger Online-Geschäftsfelder sei aber nicht von Dauer gewesen: "Der Online-Handel ist nicht nur zu früheren Trends zurückgekehrt, sondern der makroökonomische Abschwung, der verschärfte Wettbewerb und der Verlust von Anzeigensignalen haben dazu geführt, dass unsere Einnahmen weitaus geringer ausgefallen sind, als ich erwartet hatte."
Vor einigen Jahren gingen die meisten Experten davon aus, dass Facebook nahezu unverwüstlich ist. Doch die Annahme, dass ein Netzwerk "zu groß zum Scheitern" sein könnte, erweist sich als falsch. Denn dieser Tage steckt Meta in einer Krise, die ihresgleichen sucht. Viele Börsianer haben Meta bereits regelrecht aufgegeben. Werden diese nach ihrer Einschätzung zu Meta gefragt, fallen unter anderem Begriffe wie "Vollkatastrophe".
Metaverse kommt nicht voran
Kurz gesagt: Es sieht nicht gut aus, denn auch die zentrale Wette von Mark Zuckerberg - der Fokus auf das sogenannte Metaverse - geht derzeit nicht ansatzweise auf. Die geplanten VR-Welten sehen eher nach einem Reinfall aus, kaum jemand interessiert sich derzeit für Horizon Worlds, wie die zentrale virtuelle Umgebung von Meta heißt.Diese Woche zieht Meta die Konsequenzen, denn man will offenbar eine signifikante Anzahl an Mitarbeitern vor die Tür setzen. Das berichtet das Wall Street Journal (WSJ) unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen. Die Zeitung spricht von "vielen tausenden" Angestellten, die entlassen werden sollen.
Die entsprechende Bekanntgabe soll es bereits am Mittwoch geben. Meta hat derzeit rund 87.000 Angestellte, laut den Gerüchten soll der Stellenabbau noch größer ausfallen als bei Twitter am vergangenen Freitag. Elon Musk, der neue Chef des Kurznachrichtendienstes, hat Ende der Vorwoche die Entlassung von etwa der Hälfte der rund 7500 Mitarbeiter veranlasst.
Sollte es tatsächlich so weit kommen, wäre das die erste große Restrukturierung von Meta in seiner Geschichte. Das Unternehmen wollte sich dazu nicht äußern, sondern verwies gegenüber Engadget auf jüngste Aussagen von Mark Zuckerberg. Dieser sagte im Rahmen der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des dritten Quartals: "Im Jahr 2023 werden wir unsere Investitionen auf eine kleine Anzahl von Wachstumsbereichen mit hoher Priorität konzentrieren. Das bedeutet, dass einige Teams deutlich wachsen werden, aber die meisten anderen Teams werden im nächsten Jahr stagnieren oder schrumpfen."
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