Energiewende: Asien plant riesiges Stromnetz von Japan bis Indien
In Asien arbeitet man an den Planungen für ein internationales Strom-Verbundnetz, mit dem erneuerbare Energien über tausende Kilometer bereitgestellt werden können. Eine Machbarkeitsstudie liefert positive Ergebnisse und Ansätze für die Umsetzung.
Die Infrastruktur soll dafür sorgen, dass Unregelmäßigkeiten bei der Versorgung mit Strom aus regenerativen Quellen im Grunde nicht mehr vorkommen. Denn die sogenannten Dunkelflauten, in denen Wind und Sonne als wichtigste Träger der neuen Energieversorgung nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen, sind jeweils regional begrenzte Phänomene.
Die neue Infrastruktur soll sich von Japan bis Indien erstrecken und dafür sorgen, dass alle beteiligten Regionen bei Bedarf von anderswo aus mitversorgt werden können. Die Weiterentwicklung der Hochspannungs- und Gleichstromtechnologie und die Möglichkeit, Kabel in Meerestiefen von bis zu 3000 Metern zu verlegen und damit bisher unzugängliches Terrain zu erschließen, haben die Aussichten für ein solches Netz gestärkt, berichtet die South China Morning Post.
Eine frühere Berechnung der chinesischen State Grid Corp. kam noch zu dem Ergebnis, dass bis zum Jahr 2050 Investitionen in Höhe von etwa 50 Billionen Dollar nötig wären, um eine solche Infrastruktur aufzubauen. Diese Berechnung beruhte allerdings auf dem technologischen Stand des Jahres 2016 - was letztlich auch zeigt, wie steil die Entwicklungskurve im Bereich der Energiewende-Technologien ist.
Verglichen mit den Verbundnetzen, wie man sie in Europa findet, steckt Asien zwar noch in den Kinderschuhen, unternimmt aber bereits kleine Schritte zur Integration. Singapur hat Anfang des Jahres damit begonnen, Wasserkraftenergie aus Laos zu beziehen, die über Thailand und Malaysia geleitet wird. Auch China verfolgt ähnliche Ideen auf nationaler Ebene mit der Installation von Tausenden von Kilometern Ultrahochspannungsleitungen, um insbesondere Solar-Kraftwerke in den westlichen Wüsten mit den städtischen Zentren im Osten zu verbinden.
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Die neue Infrastruktur soll sich von Japan bis Indien erstrecken und dafür sorgen, dass alle beteiligten Regionen bei Bedarf von anderswo aus mitversorgt werden können. Die Weiterentwicklung der Hochspannungs- und Gleichstromtechnologie und die Möglichkeit, Kabel in Meerestiefen von bis zu 3000 Metern zu verlegen und damit bisher unzugängliches Terrain zu erschließen, haben die Aussichten für ein solches Netz gestärkt, berichtet die South China Morning Post.
Kosten sinken schnell
Das Netzwerk-Projekt wurde von Sun Cable, dem Entwickler eines 19 Milliarden Dollar schweren Solarprojekts zwischen Australien und Singapur, in Zusammenarbeit mit einer Reihe von Universitäten in beiden Staaten ins Leben gerufen. Die Forschungs-Gruppe rechnet damit, dass die Hauptübertragungsleitungen für ein Pan-asiatisches Netz zwischen 77 und 116 Milliarden Dollar kosten dürften, was weit unter den bisherigen Schätzungen liegt. Allerdings wären darüber hinaus zusätzliche Investitionen in andere wichtige Infrastrukturen wie erneuerbare Energien, Batterien und Spannungswandler erforderlich.Eine frühere Berechnung der chinesischen State Grid Corp. kam noch zu dem Ergebnis, dass bis zum Jahr 2050 Investitionen in Höhe von etwa 50 Billionen Dollar nötig wären, um eine solche Infrastruktur aufzubauen. Diese Berechnung beruhte allerdings auf dem technologischen Stand des Jahres 2016 - was letztlich auch zeigt, wie steil die Entwicklungskurve im Bereich der Energiewende-Technologien ist.
Verglichen mit den Verbundnetzen, wie man sie in Europa findet, steckt Asien zwar noch in den Kinderschuhen, unternimmt aber bereits kleine Schritte zur Integration. Singapur hat Anfang des Jahres damit begonnen, Wasserkraftenergie aus Laos zu beziehen, die über Thailand und Malaysia geleitet wird. Auch China verfolgt ähnliche Ideen auf nationaler Ebene mit der Installation von Tausenden von Kilometern Ultrahochspannungsleitungen, um insbesondere Solar-Kraftwerke in den westlichen Wüsten mit den städtischen Zentren im Osten zu verbinden.
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