Größtes Kraftwerk der Welt:
Indien baut Solar- & Windpark auf 500km²
In Indien wird die Transformation der Energiewirtschaft des Landes demnächst in besonderer Form sichtbar: Ein Unternehmer, der mit Kohle reich wurde, baut dort das größte Kraftwerk der Welt - das dann ausschließlich mit regenerativen Energiequellen arbeitet.
Selbst dem führenden Kopf des Unternehmens verschlägt es angesichts des Umfangs des Projekts manchmal etwas die Sprache. "Ich rechne gar nicht mehr", sagte Sagar Adani gegenüber dem US-Sender CNN. Adani ist geschäftsführender Direktor von Adani Green Energy Limited (AGEL) und Neffe von Gautam Adani, der mit dem Handel von und der Stromerzeugung aus Kohle zum zweitreichsten Mann Asiens wurde.
Die Solarmodule und Windräder werden sich dann über eine Fläche von rund 500 Quadratkilometern erstrecken. Einen Konflikt mit anderen Landnutzern oder der Natur sieht man dabei nicht. Denn man nutzt die Fläche einer großen Salzwüste, in der nur in bestimmten Bereichen überhaupt Pflanzen und Tiere vorkommen. Weite Teile sind schlicht unbelebte Ödnis - die man nun sinnvoll zur Energiegewinnung nutzen will.
Das Projekt ist bisher das größte Vorhaben der Adani-Gruppe dieser Art. Weitere werden aber wohl folgen, immerhin will der Wirtschaftsmogul 100 Milliarden Dollar in die Energiewende investieren. Auslöser dessen waren in den letzten Jahren zwei wegweisende Entwicklungen.
Hinzu kommt die wirtschaftliche Seite, die mit der globalen Transformation verbunden sind. Solar und Windkraft sind aufgrund umfassender Forschungsarbeiten und der zunehmenden Massenproduktion inzwischen die billigsten Energiequellen überhaupt. Und während die Kosten hier weiter sinken werden, ist bei den fossilen Energieträgern eher mit steigenden Preisen zu rechnen.
Siehe auch:
Fünfmal Paris
Eine Kombination aus Solarmodulen und Windkraftanlagen soll zum neuen Khavda Renewable Energy Park heranwachsen. Dieser wird laut den Planungen nach der Fertigstellung eine Fläche einnehmen, die in etwa dem Fünffachen der Metropole Paris entspricht. Hier soll eine Strommenge produziert werden, die ausreichen würde, die komplette Schweiz zu versorgen.Selbst dem führenden Kopf des Unternehmens verschlägt es angesichts des Umfangs des Projekts manchmal etwas die Sprache. "Ich rechne gar nicht mehr", sagte Sagar Adani gegenüber dem US-Sender CNN. Adani ist geschäftsführender Direktor von Adani Green Energy Limited (AGEL) und Neffe von Gautam Adani, der mit dem Handel von und der Stromerzeugung aus Kohle zum zweitreichsten Mann Asiens wurde.
20 Milliarden Dollar
Die Adani-Gruppe hat begonnen umzusteuern, da klar ist, dass Kohle kein Energieträger der Zukunft mehr sein kann. Der Konzern hat mit AGEL eine eigene Tochter für erneuerbare Energien gegründet, die nun 20 Milliarden Dollar in das neue Kraftwerksprojekt investiert. Für indische Verhältnisse wird die Leistung der Anlage gigantisch sein, wenn sie in fünf Jahren fertiggestellt ist. Sie kann dann 16 Millionen Haushalte in der Region mit Strom versorgen.Die Solarmodule und Windräder werden sich dann über eine Fläche von rund 500 Quadratkilometern erstrecken. Einen Konflikt mit anderen Landnutzern oder der Natur sieht man dabei nicht. Denn man nutzt die Fläche einer großen Salzwüste, in der nur in bestimmten Bereichen überhaupt Pflanzen und Tiere vorkommen. Weite Teile sind schlicht unbelebte Ödnis - die man nun sinnvoll zur Energiegewinnung nutzen will.
Das Projekt ist bisher das größte Vorhaben der Adani-Gruppe dieser Art. Weitere werden aber wohl folgen, immerhin will der Wirtschaftsmogul 100 Milliarden Dollar in die Energiewende investieren. Auslöser dessen waren in den letzten Jahren zwei wegweisende Entwicklungen.
Krisenfolgen nehmen zu
So ist Indien bereits jetzt massiv von den Folgen der Klimakrise betroffen. Selbst der rechtsgerichtete Premierminister Narendra Modi hat daher versprochen, dass erneuerbare Energiequellen wie Solar- und Windenergie bis zum Ende dieses Jahrzehnts 50 Prozent des indischen Energiebedarfs decken werden. Völlig klimaneutral will man zwar eigentlich erst bis 2070 werden, allerdings dürften kommende Entwicklungen einen so späten Termin kaum haltbar machen.Hinzu kommt die wirtschaftliche Seite, die mit der globalen Transformation verbunden sind. Solar und Windkraft sind aufgrund umfassender Forschungsarbeiten und der zunehmenden Massenproduktion inzwischen die billigsten Energiequellen überhaupt. Und während die Kosten hier weiter sinken werden, ist bei den fossilen Energieträgern eher mit steigenden Preisen zu rechnen.
Zusammenfassung
- Indiens Energiewirtschaft wandelt sich durch regenerative Kraftwerke
- Unternehmer, der mit Kohle reich wurde, baut weltgrößtes Öko-Kraftwerk
- Neuer Khavda Renewable Energy Park übertrifft Fläche von Paris ums Fünffache
- Strom für die ganze Schweiz kann dort produziert werden
- Adani-Gruppe investiert 20 Milliarden Dollar in das Projekt
- Anlage erstreckt sich über 500 km² in einer großen Salzwüste
- Indien will 50 Prozent Energiebedarf durch Erneuerbare bis Ende des Jahrzehnts decken
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