Glasfaser-Anbindungen kommen endlich - und werden auch gebucht

Der verstärkte Ausbau von Glasfaser-Anbindungen fällt auf fruchtbaren Boden. Fast die Hälfte der Haushalte, die auf diese Technologie zugreifen kann, bucht auch einen entsprechenden Anschluss. Das teilte der Branchenverband BREKO mit.
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Infografik Internet: Deutschland bei Highspeed-Netzen über europäischem SchnittInternet: Deutschland bei Highspeed-Netzen über europäischem Schnitt
Inzwischen erreichen die Netzbetreiber mit ihren Glasfaser-Anschlüssen potenziell 12,7 Millionen Haushalte in Deutschland. 4,4 Millionen kamen allein seit Ende 2020 hinzu. Damit liegt die Quote inzwischen bei 26 Prozent, so der Branchenverband in einer aktuellen Marktanalyse, die zur Bewertung der jüngsten Planungen der Bundesregierung erstellt wurde.

47 Prozent der Haushalte, die mit Glasfaser-Anschlüssen erreicht werden, buchen auch eine solche Anbindung, hieß es. Und es greift durchaus auch eine nennenswerte Zahl von Kunden zu Tarifen mit hohen Bandbreiten: 1,4 Millionen Anschlüsse werden mit einer Geschwindigkeit von einem Gigabit pro Sekunde oder mehr betrieben. Damit dürfte man langsam in den Bereich kommen, an dem eine kritische Masse an potenziellen Nutzern für ganz neue Internet-Dienste mit hohem Bandbreitenbedarf vorhanden ist.

Berlin ist Schlusslicht

Man kann also damit rechnen, dass mit einer zunehmenden realen Gigabit-Nutzung verschiedene neue Angebote entstehen. Welche das sein werden, lässt sich derzeit noch kaum im Detail sagen. Ähnliches konnte man aber bereits mehrfach beobachten. So war beispielsweise noch nicht im Entferntesten an die heutigen Streaming-Dienste zu denken, als die meisten Nutzer noch mit Modem- und ISDN-Verbindungen online waren.

Deutschland hat seinen argen Rückstand inzwischen ein gutes Stück weit aufgeholt und liegt laut dem BREKO in Europa inzwischen auf dem dritten Platz - zumindest nach absoluten Zahlen. Frankreich und Großbritannien können noch mehr Glasfaser-Anschlüsse vorweisen. Die höchste Abdeckung hierzulande gibt es demnach in Schleswig-Holstein mit 61 Prozent. Ausgerechnet die Bundeshauptstadt Berlin steht hingegen mit gerade einmal 10 Prozent auf dem letzten Platz.

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