Auch das noch: Glasfaserkabel werden knapp und der Preis explodiert
Aktuell scheint ein Engpass auf den anderen zu folgen. Jetzt tritt weltweit auch noch eine Verknappung von Glasfaserkabeln ein, durch die der Ausbau der Telekommunikations-Infrastrukturen gefährdet oder zumindest gebremst wird.
Europa, Indien und China gehören zu den Regionen, die am stärksten betroffen sind, teilte das Marktforschungsunternehmen Cru Group laut eines Berichtes der Financial Times mit. Demnach wird die Verknappung am stärksten über den steigenden Preis sichtbar. Im März 2021 hatten die immer weiter wachsenden Fertigungskapazitäten den Preis pro Glasfaser-Kilometer auf 3,70 Dollar gedrückt. Aktuell liegt er mit 6,30 Dollar immerhin um 70 Prozent über diesem Wert.
Der Engpass führt im ersten Moment zu Fragen - immerhin haben einige der größten Telekommunikationskonzerne weltweit während der Corona-Krise ihre Investitionen zusammengestrichen. Allerdings scheint das eher nicht den Ausbau der Glasfaser-Verbindungen betroffen zu haben. Angesichts des enorm gestiegenen Bedarfs an Breitband-Anbindungen in der Fläche, da auch in Privathaushalten häufiger Standards einer Arbeitsplatzanbindung benötigt wurden, verwundert das letztlich auch kaum.
Der Verbrauch von Glasfaserkabeln ist in der ersten Hälfte dieses Jahres um 8,1 Prozent gestiegen, was allein noch nicht die Preissteigerung erklären kann. Hier spielen auch die globalen Logistik-Probleme und die Rohstoff-Teuerung eine Rolle. Alles zusammengenommen wirft die Frage auf, inwieweit die globale Konnektivität im Zuge des zunehmenden Traffics weiter gewährleistet werden kann.
Interessant ist dabei auch der Verbrauch von Glasfaserkabeln, der aus den Daten der Marktforscher hervorgeht. Demnach wurden zuletzt immerhin 46 Prozent der produzierten Kabel in China verbaut. Dahinter folgt Nordamerika mit 15 Prozent, wo aber das stärkste Wachstum zu verzeichnen war.
Siehe auch:
Der Engpass führt im ersten Moment zu Fragen - immerhin haben einige der größten Telekommunikationskonzerne weltweit während der Corona-Krise ihre Investitionen zusammengestrichen. Allerdings scheint das eher nicht den Ausbau der Glasfaser-Verbindungen betroffen zu haben. Angesichts des enorm gestiegenen Bedarfs an Breitband-Anbindungen in der Fläche, da auch in Privathaushalten häufiger Standards einer Arbeitsplatzanbindung benötigt wurden, verwundert das letztlich auch kaum.
Immer mehr
Hinzu kommt, dass die großen Anbieter von Internet-Diensten aufgrund der schnell wachsenden Nachfrage auch immer mehr Datenzentren hochziehen, die ebenfalls mit schnellen Glasfaser-Verbindungen ausgestattet werden müssen. Gleiches gilt für die Funkmasten mit 5G-Anlagen.Der Verbrauch von Glasfaserkabeln ist in der ersten Hälfte dieses Jahres um 8,1 Prozent gestiegen, was allein noch nicht die Preissteigerung erklären kann. Hier spielen auch die globalen Logistik-Probleme und die Rohstoff-Teuerung eine Rolle. Alles zusammengenommen wirft die Frage auf, inwieweit die globale Konnektivität im Zuge des zunehmenden Traffics weiter gewährleistet werden kann.
Interessant ist dabei auch der Verbrauch von Glasfaserkabeln, der aus den Daten der Marktforscher hervorgeht. Demnach wurden zuletzt immerhin 46 Prozent der produzierten Kabel in China verbaut. Dahinter folgt Nordamerika mit 15 Prozent, wo aber das stärkste Wachstum zu verzeichnen war.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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