Fotos von nacktem Kind für Arzt bringen Vater in ernste Schwierigkeiten
Es ist nicht das erste Mal, dass ein Nutzer feststellen muss, dass man sensible Fotos von Kindern online nicht speichern sollte, auch wenn der Hintergrund harmlos ist. Das musste nun ein Vater erfahren, und zwar nachdem er den Penis seines Sohnes fotografiert hat - für einen Arzt.
Eltern von Kleinkindern kennen sicherlich das Problem: Das Kind ist krank und/oder ein Körperteil sieht komisch aus. Ausschläge und Schwellungen kommen und gehen allerdings, Eltern müssen regelmäßig abwägen, ob sie zum Arzt gehen oder nicht - und das ist nicht immer leicht. Wie die New York Times berichtet, griff auch Mark aus San Francisco aus einem solchen Grund zum Smartphone.
Es war Nacht, seine Frau rief einen Notdienst an, um einen Termin für den nächsten Morgen zu vereinbaren. Dazu kommt: Die Angelegenheit ereignete sich im Vorjahr, also zu einem Zeitpunkt als die Pandemie noch am Höhepunkt war. Die Krankenschwester riet den Eltern, Fotos der Schwellung zu schießen und vorab zu übermitteln, damit der Arzt sich die Sache bereits vor dem Besuch ansehen kann. Das Problem an der ganzen Angelegenheit: Betroffen war der Penis des Kindes und eines der Fotos zeigte Marks Hand, der den Penis seines Sohnes hielt - um die Schwellung besser zeigen zu können.
Mark musste nach zwei Tagen feststellen, dass sein Konto deaktiviert wurde, ihm wurde mitgeteilt, dass "schädliche Inhalte" dafür verantwortlich seien, die "ein schwerer Verstoß gegen die Google-Richtlinien und illegal" sein könnten. Ein Link führte Mark zu einer Seite, die u. a. "sexuellen Missbrauch und Ausbeutung von Kindern" als Grund auflistete.
Mark arbeitete selbst zuvor als Programmierer bei einem ganz ähnlichen Tool zum Erkennen von Inhalten, und so machte er sich keine großen Sorgen. Denn er wusste, dass solche Fälle im Normalfall von Menschen überwacht und auch schnell aufgeklärt werden. Google alarmierte auch die Polizei und Mark stand nicht nur vor dem Verlust seiner bei Google gespeicherten Daten, sondern vor strafrechtlichen Konsequenzen der besonders schlimmen Art.
Das San Francisco Police Department leitete Ermittlungen ein, kam aber schnell zur Ansicht, dass hier keine Straftat vorliegt und stellte diese entsprechend ein. Mark bat den zuständigen Ermittler, das auch Google mitzuteilen, damit sein Konto wieder freigeschaltet wird. Dieser meinte allerdings, dass er selbst hier nichts tun könne. Also legte Mark einen erneuten Einspruch ein, doch selbst der angehängte Polizeireport konnte den Suchmaschinenriesen nicht umstimmen.
Google bleibt bei der Sperre: Eine Google-Sprecherin sagte gegenüber der NYT, dass das Unternehmen zu seinen Entscheidungen stehe, auch wenn die Strafverfolgungsbehörden die beiden Männer freigesprochen hätten.
Es war Nacht, seine Frau rief einen Notdienst an, um einen Termin für den nächsten Morgen zu vereinbaren. Dazu kommt: Die Angelegenheit ereignete sich im Vorjahr, also zu einem Zeitpunkt als die Pandemie noch am Höhepunkt war. Die Krankenschwester riet den Eltern, Fotos der Schwellung zu schießen und vorab zu übermitteln, damit der Arzt sich die Sache bereits vor dem Besuch ansehen kann. Das Problem an der ganzen Angelegenheit: Betroffen war der Penis des Kindes und eines der Fotos zeigte Marks Hand, der den Penis seines Sohnes hielt - um die Schwellung besser zeigen zu können.
Kind geheilt, doch Google wird aktiv
Mithilfe der Aufnahmen konnte der Arzt die Sache auch schnell diagnostizieren, er verschrieb Antibiotika und die Entzündung war schnell aus der Welt. Doch damit fing der Ärger erst an. Denn zu einem Zeitpunkt des Foto-Übersendens sprang ein Algorithmus an und Mark wurde wegen des Verdachts auf Kinderpornografie markiert.Mark musste nach zwei Tagen feststellen, dass sein Konto deaktiviert wurde, ihm wurde mitgeteilt, dass "schädliche Inhalte" dafür verantwortlich seien, die "ein schwerer Verstoß gegen die Google-Richtlinien und illegal" sein könnten. Ein Link führte Mark zu einer Seite, die u. a. "sexuellen Missbrauch und Ausbeutung von Kindern" als Grund auflistete.
Mark arbeitete selbst zuvor als Programmierer bei einem ganz ähnlichen Tool zum Erkennen von Inhalten, und so machte er sich keine großen Sorgen. Denn er wusste, dass solche Fälle im Normalfall von Menschen überwacht und auch schnell aufgeklärt werden. Google alarmierte auch die Polizei und Mark stand nicht nur vor dem Verlust seiner bei Google gespeicherten Daten, sondern vor strafrechtlichen Konsequenzen der besonders schlimmen Art.
Dunkelziffer besonders hoch
Die New York Times hat im Zuge der Recherchen einen weiteren nahezu identen Fall aus Texas gefunden, die Electronic Frontier Foundation (EFF) schätzt, dass hier die Dunkelziffer wegen der sensiblen Art der Vorwürfe besonders hoch ist.Das San Francisco Police Department leitete Ermittlungen ein, kam aber schnell zur Ansicht, dass hier keine Straftat vorliegt und stellte diese entsprechend ein. Mark bat den zuständigen Ermittler, das auch Google mitzuteilen, damit sein Konto wieder freigeschaltet wird. Dieser meinte allerdings, dass er selbst hier nichts tun könne. Also legte Mark einen erneuten Einspruch ein, doch selbst der angehängte Polizeireport konnte den Suchmaschinenriesen nicht umstimmen.
Google bleibt bei der Sperre: Eine Google-Sprecherin sagte gegenüber der NYT, dass das Unternehmen zu seinen Entscheidungen stehe, auch wenn die Strafverfolgungsbehörden die beiden Männer freigesprochen hätten.
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