Ausklingen der Corona-Maßnahmen lässt Microsoft straucheln

Die Geschäfte Microsofts laufen nicht mehr so reibungslos wie noch vor einiger Zeit. Druck spürt man in Redmond von mehreren Seiten. So läuft es rund um die Xbox nicht besonders gut und auch Windows hat seine Probleme. Im letzten Quartal erreichte das Unternehmen einen Umsatz von 51,9 Milliarden Dollar, was einer Steigerung um 12 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Der Nettogewinn stieg ein wenig um 2 Prozent auf 16,7 Milliarden Dollar. Damit befindet sich Microsoft zwar weiterhin auf Wachstumskurs, allerdings konnten die Zielsetzungen für die Geschäftsentwicklung nicht erreicht werden.

Dabei schlägt vor allem die Situation in der Windows-Sparte heftig zu Buche. Diese bildet die Grundlage für viele andere Geschäftsbereiche und ausgerechnet hier muss sich Microsoft auf harte Zeiten einstellen. Schon jetzt ging der Umsatz mit Windows-OEM-Lizenzen um 2 Prozent zurück, weil die Verkaufszahlen von PCs und Notebooks nach einer kurzen Belebung in der Corona-Pandemie wieder deutlich nach unten gehen. Allein in den letzten drei Monaten betrug der Absturz 13 Prozent, was der stärkste Rückgang der letzten neun Jahre ist. Microsoft Umsatz Q4 2022Entwicklung des Microsoft-Umsatzes der letzten Quartale Microsoft-Chef Satya Nadella führte bei der Präsentation der Bilanzen aus, dass trotzdem immer noch mehr Rechner verkauft wurden als unmittelbar vor der Pandemie - und Microsoft daraus seine Anteile für das eigene Geschäft ziehe. Wie lange dies angesichts der heftigen Minus-Werte aber noch der Fall sein wird, ist fraglich.

Surface ist gefragt

Gegen diesen Trend konnte sich aber die Surface-Sparte stellen. Obwohl es keine neuen Produktstarts gab, konnte diese den Absatz der Geräte um 10 Prozent ausbauen. Hier half vor allem eine höhere Nachfrage von Business-Kunden, die ihre Beschäftigten mit Hardware für hybride Arbeitsmodelle ausstatten, bei denen man zwischen Büro und Homeoffice wechselt.

Da inzwischen auch wieder mehr Menschen den Frühling für allerlei Unternehmungen nutzten, konnte Microsoft auch nicht mehr so viel Umsatz in der Gaming-Sparte verbuchen. Der Umsatz mit Xbox-Hardware ging um 11 Prozent zurück, bei den Inhalten und Services wurden 6 Prozent weniger Einnahmen verbucht. Ausgeglichen wurden die Schwächen aber vom weiterhin gut zulegenden Cloud-Geschäft. Azure & Co. brachten es auf Zuwachsraten von 40 Prozent. Dies trägt auch dazu bei, dass das Microsoft-Management optimistisch ist, auch die kommenden Zeiten zu überstehen, ohne dass das Gesamtgeschäft des Unternehmens spürbar leidet.

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