Google, Microsoft, Meta und Amazon wollen Schaltsekunde abschaffen
Die großen Internet-Konzerne legen sich jetzt auch mit den Hütern der Zeitmessung an. Google, Microsoft, Meta und Amazon haben eine gemeinsame Initiative gestartet, deren Zweck in einer Abschaffung der Schaltsekunde liegt.
Das Schaltjahr, in dem alle vier Jahre ein zusätzlicher Tag in den Kalender gepackt wird, ist allgemein bekannt. Allerdings gibt es darüber hinaus weitere kleine Abweichungen zwischen unserer Zeitrechnung und der realen Bewegung der Erde um die Sonne. Damit hier alles exakt auf Kurs bleibt, werden seit 1972 gelegentlich Schaltsekunden eingefügt.
Wenn dies der Fall ist, kommt an Silvester nach 23:59:59 Uhr nicht 00:00:00 Uhr des neuen Jahres. Stattdessen zeigt der Zeitmesser mit 23:59:60 Uhr eine zusätzliche Sekunde an. In den letzten 50 Jahren war dies immerhin 27-mal der Fall - was aber wohl kaum einem Menschen aufgefallen ist, da quasi niemand zum Jahreswechsel einen um eine Sekunde verlängerten Countdown herunterzählt.
Die großen Internet-Konzerne geben daher zu Bedenken, dass das prinzipielle Festhalten an einer Synchronisation zwischen unserer Zeitmessung mit den Bewegungen der Himmelskörper deutlich mehr Arbeit und Probleme als Nutzen mit sich bringt. "Wir gehen davon aus, dass wir, wenn wir uns einfach an die internationale Atom-Zeit ohne Schaltsekunden halten, für mindestens 2000 Jahre gut dastehen sollten", erklärte Ahmad Byagowi von der Facebook-Muttergesellschaft Meta.
Tatsächlich gab es in der Vergangenheit mehrfach Probleme mit der Schaltsekunde. 2012 ließ sie Reddit und verschiedene andere Online-Angebote abstürzen. 2017 verbuchte Cloudflare einen Ausfall. Google umgeht die zusätzliche Sekunde, indem am letzten Tag des Jahres die gesamte Zeitmessung ein wenig gebremst wird - so dass man zum offiziellen Jahreswechsel wieder auf der richtigen Zeit herauskommt. Allerdings kann auch dies Schwierigkeiten bei der Synchronisation zeitkritischer Transaktionen mit sich bringen.
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Wenn dies der Fall ist, kommt an Silvester nach 23:59:59 Uhr nicht 00:00:00 Uhr des neuen Jahres. Stattdessen zeigt der Zeitmesser mit 23:59:60 Uhr eine zusätzliche Sekunde an. In den letzten 50 Jahren war dies immerhin 27-mal der Fall - was aber wohl kaum einem Menschen aufgefallen ist, da quasi niemand zum Jahreswechsel einen um eine Sekunde verlängerten Countdown herunterzählt.
2000 Jahre sicher
Wem es aber jemandem auffällt, sind es die Betreiber der Internet-Infrastrukturen, die auf eine exakte Zeittaktung angewiesen sind. In den Datennetzen verrichten nicht ohne Grund diverse hochpräzise Zeitserver ihren Dienst, von denen sich zahlreiche Anwendungen ihren Takt abholen. Und die Zugabe von Schaltsekunden sorgt hier stets dafür, dass einige zusätzliche Arbeit auf die Betreiber von Netzen und Datenzentren zukommt.Die großen Internet-Konzerne geben daher zu Bedenken, dass das prinzipielle Festhalten an einer Synchronisation zwischen unserer Zeitmessung mit den Bewegungen der Himmelskörper deutlich mehr Arbeit und Probleme als Nutzen mit sich bringt. "Wir gehen davon aus, dass wir, wenn wir uns einfach an die internationale Atom-Zeit ohne Schaltsekunden halten, für mindestens 2000 Jahre gut dastehen sollten", erklärte Ahmad Byagowi von der Facebook-Muttergesellschaft Meta.
Tatsächlich gab es in der Vergangenheit mehrfach Probleme mit der Schaltsekunde. 2012 ließ sie Reddit und verschiedene andere Online-Angebote abstürzen. 2017 verbuchte Cloudflare einen Ausfall. Google umgeht die zusätzliche Sekunde, indem am letzten Tag des Jahres die gesamte Zeitmessung ein wenig gebremst wird - so dass man zum offiziellen Jahreswechsel wieder auf der richtigen Zeit herauskommt. Allerdings kann auch dies Schwierigkeiten bei der Synchronisation zeitkritischer Transaktionen mit sich bringen.
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