Gehirne hacken: Forscher steuern Fliege drahtlos über Magnetfelder
Das Ergebnis eines neuen Forschungspapers wirkt nicht gerade beruhigend: Es sei gelungen, die Gehirnaktivität von Fliegen über eine etwas entfernte Magnetvorrichtung zu manipulieren und dem Tier so quasi drahtlos Befehle zu erteilen.
Bei der "Fliegen-Fernsteuerung" handelt es sich um ein Projekt, das von der National Science Foundation (NSF) und der Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) der USA finanziert wird. Das Ziel bestand darin, herauszufinden, ob man nicht nur Gehirnaktivität ohne direkte Eingriffe auslesen, sondern auch bestimmte Neuronen von außen aktivieren kann, um entsprechende Reaktionen hervorzurufen.
Wenn man sich das konkrete Experiment anschaut, ist man dann doch wieder etwas beruhigt. Es muss niemand befürchten, dass in absehbarer Zeit beliebigen Menschen über einen entfernten Sender Gedanken oder Handlungen ins Gehirn gepflanzt werden können. Dies ist im vorliegenden Fall auch mit den Fliegen nicht gelungen.
Anschließend war es möglich, die gewünschten Bereiche des Gehirns der Fliegen zu erwärmen. Dafür setzten die Forscher Magnetfelder ein, die ohne Kontakt Wirkung entfalten. So konnten die Tiere jeweils nach Bedarf dazu gebracht werden, ihre Flügel zu spreizen. Vom Auslösen des Magnets bis zur Reaktion der Fliege verging dabei nicht einmal eine halbe Sekunde.
Die Forschungsarbeit hat das Ziel, herauszufinden, ob eine Interaktion mit dem Nervensystem auch ohne operative Eingriffe möglich ist. Das könnte irgendwann zumindest dazu führen, dass bestimmte Prothesen, die auf direkte Schnittstellen zu Nervenbahnen setzen, entwickelt werden können.
Siehe auch: Samsung entwickelt neuromorphen Chip - will das Gehirn kopieren
Wenn man sich das konkrete Experiment anschaut, ist man dann doch wieder etwas beruhigt. Es muss niemand befürchten, dass in absehbarer Zeit beliebigen Menschen über einen entfernten Sender Gedanken oder Handlungen ins Gehirn gepflanzt werden können. Dies ist im vorliegenden Fall auch mit den Fliegen nicht gelungen.
Gentechnik und Nanopartikel
Im Zuge des Forschungsprogramms Magnetic, Optical, Acoustic Neural Access (MOANA) haben die Wissenschaftler erst einmal eine gentechnisch veränderte Fliege "hergestellt". Diese wies einen speziellen Ionenkanal in ihren Nervenzellen auf. Den Tieren mussten dann noch Nanopartikel injiziert werden, die sich in den Ionenkanälen ablagerten.Anschließend war es möglich, die gewünschten Bereiche des Gehirns der Fliegen zu erwärmen. Dafür setzten die Forscher Magnetfelder ein, die ohne Kontakt Wirkung entfalten. So konnten die Tiere jeweils nach Bedarf dazu gebracht werden, ihre Flügel zu spreizen. Vom Auslösen des Magnets bis zur Reaktion der Fliege verging dabei nicht einmal eine halbe Sekunde.
Die Forschungsarbeit hat das Ziel, herauszufinden, ob eine Interaktion mit dem Nervensystem auch ohne operative Eingriffe möglich ist. Das könnte irgendwann zumindest dazu führen, dass bestimmte Prothesen, die auf direkte Schnittstellen zu Nervenbahnen setzen, entwickelt werden können.
Siehe auch: Samsung entwickelt neuromorphen Chip - will das Gehirn kopieren
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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